Hallo,
Ich selber spiele seit fast 2 Jahren wow und habe kein Suchtpotential bei mir entdeckt, da ich das Spiel an meinem Leben ausrichte und nicht das Leben an dem Spiel, doch ich mache mir Sorgen um meine Mutter. Ich habe ihr das Spiel gezeigt, zuerst war sie etwas skeptisch, dann hat sie auch damit angefangen. Irgendwann hat sie "tolle" Leute gefunden und verabredet sich täglich mit ihnen zum spielen. Soviel vorab.
In meiner Familie läuft schon lange Zeit nichts mehr so, wie es bei "harmonischen" Familen abläuft. Mein älterer Bruder und ich (wir sind beide über 20)wohnen noch zu Hause und können uns aber net wirklich leiden, was vielleicht damit zu tun hat, da mein Vater bei Streiterein immer zu ihm hält und meine Mutter zu mir. Dadurch hat sich unsere Familie in 2 Lager gesplittet.
Wir essen nie zusammen, jeder lebt sein Leben. Wir unternehmen seit JAhren nichts mehr zusammen. Mein Vater hat eine leichte Alkoholsucht, er kommt mindestens 2mal die Woche stark alkoholisiert von der Arbeit nach Hause. Bei ihm dreht sich immer das ganze Leben nur im Geld, er redet von nix anderem meh, naja oder FUßball. Am Wochenende ist er seit ich denken kann sehr oft auf dem Sportplatz, kümmert sich so gut wie nie um meine Mutter...
Und jetzt kommt auch noch dazu, dass meine Mutter angefangen hat zu spielen.
Sie ist mittlerweile seit 3 Wochen krank geschrieben(sie hat noch andere gesundheitliche Probleme, die sich immer mehr verschlimmer, desto mehr sie spielt und desto weniger sie schläft) Sie schläft nachts nicht mehr, weil sie immer (wie ich vermute) an ihr Spiel denkt. Sie hat allein in einem Monat einen Charakter auf die Höchststufe gespielt, wofür man normal, wenn man ab und zu spielt mindestens 3 Monate braucht. Dann schläft sie mal ne Stunde, und wenn ich am WE nachts von ner Party komme, sitzt sie immernoch oder wieder vor dem Pc. Dann ist sie an der Arbeit zusammengebrochen, natürlich hat sie davor mindestens 4 Tage nicht mehr richtig geschlafen. Sie schiebt alles darauf, dass sie gesundheitliche Probleme hat.Die ganze Familie denkt, dass sie spielsüchtig ist, viele haben sie darauf angesprochen. Doch ihre Antwort ist: Das Spiel tut mir gut, das ist das einzigste woran ich im leben noch Freude habe. Die Anderen verstehen das alle nicht.
SIe sitzt mittlerweile, seitdem sie krankgeschrieben ist, nur noch vor dem PC. Sie kann sich zwar noch dazu aufraffen und trifft sich 1-2 mal die Woche mit ihren Freundinnen, doch so ganz gesund finde ich ihr Spielverhalten nicht.
Mein Vater ist jetzt soweit, dass er sie rausschmeißen will, da er es nicht versteht dass sie spielt. Je mehr er sie wegen dem spiel anschreit und auf sei einredet, dass das spiel ******* ist, desto mehr spielt sie. Das ist ein Teufelskreis.
Ich habe meinen Eltern vorgeschlagen eine Therapie zu machen, doch die Antwort meines Vaters war nur: Solang die soviel spielt, mache ich keine Therapie, sie muss damit aufhören.
Ich denke mein Vater hat Angst davor, dass herauskommt, dass auch er Probleme hat(alkoholabhängigkeit)
Ich bin mittlerweile so verzweifelt. Meine Eltern streiten sich nur noch und das mindestens 3 mal am Tag. Ich werde wahrscheinlich deswegen bald ausziehen, doch ich möchte auch eine Lösung für meine restliche Familie, denn so kann es nicht weitergehen...
Um Rat wäre ich dankbar
Mystery


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