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Thema: Sprachproblem - Ich habe Probleme mich richtig auszudrücken

  1. #1
    Neuling
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    Ausrufezeichen Sprachproblem - Ich habe Probleme mich richtig auszudrücken

    Ich habe ein ähnliches Thema hier schon gefunden, aber meins ist doch zu anders.

    Ich abin 25 Jahre alt, meine Muttersprache ist bayrisch. Mein Problem ist, dass ich mich schlecht ausdrücken kann. Ich kann keine normalen Unterhaltungen führen bzw. was erfragen, weil einfache Dinge auch oft ganz anders verstehe als sie gemeint sind.

    Eine Unterhaltung mit mir ist fast nicht möglich, auch Frauen kennen lernen ist fast unmöglich (außer siehe letzter Satz PS2). Ich kann damit einigermaßen leben, was aber wirklich schlimm ist, ich habe noch niemals einen Job bekommen, bei dem ich in ein Bewerbungsgespräch musste, obwohl ich schon bei hunderten eingeladen war. Meine Arbeitsstellen habe ich durch Probearbeiten und Praktikas bekommen. Es ist auch sehr schade, durch dieses schwere verstehen versteht man lustige Bemerkungen oder Witze oft nicht und antwortet dann ernsthaft drauf, obwohl es nur als kleine Scherz gedacht war, sehr peinlich.

    Wenn man einen normalen Menschen nach Hilfe fragt, dann kommt eine Antwort, dass kannst du nur durch üben lernen, geh unter Menschen, unterhalten dich mit möglichst vielen. Aber genau das habe ich mein (kurzes) Leben lang gemacht 14 Jahre in der Schule und die letzten vie Jahre sogar in einem Geschäft, wo man den ganzen Tag nur mit verschiedenen Leuten spricht. Ich hatte dort auch täglich längere und schwierigere Beratungen, aber man sagt ja praktisch immer dasselbe (als ob man ein Gedicht auswendig lernt)

    Es ist keine eigene Einbildung, denn wenn ich mich mit Menschen, die mir fremd sind oder mit denen ich nur selten rede, unterhalte bzw. einen Satz sage oder frage, dann steht demjenigen einfach nur ein dickes Fragezeichen im Gesicht.... Ich sage und frage fast alles zweimal, da es beim ersten mal einfach unverständlich oder unlogisch ist.

    Noch ein Punkt ich verstehe oft Menschen nicht richtig, obwohl sie klar und deutlich sprechen dauert es viel zu lange, bis ich dann endlich verstehe was gemeint war (wenn jemand bei mir ist, dann antwortet derjenige schon längst drauf und Momente später begreife ich erst, was überhaupt die Frage war)

    Ansonsten habe ich keine mir bekannten psychischen Probleme, bis auf ein fast nicht mehr vorhandenes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein, dass wahrscheinlich die Folge von meinem beschriebenes Problem ist.


    Damit bin ich sehr unglücklich. Hat jemand eine Idee, was in meinem Gehirn für eine Blockade oder Defekt sein könnte, oder wie ich daran arbeiten könnte?

    Vielen Dank für das Durchlesen des langen Textes und über eine oder mehrere Antworten würde ich mich wirklich sehr freuen.



    PS: Wenn mir jemand bei einem Gespräch zuhört, ist es noch viel schlimmer, dann habe ich innerhalb von Minuten Schweiß auf der Stirn.

    PS2: Das wird zwar unrelevant sein, aber wenn ich Alkohol getrunken habe oder ein Benzodiazepam genommen habe, dann ist das Problem weit weniger Schlimm vorhanden.

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    hallo Flugzeug,

    Das wird zwar unrelevant sein, aber wenn ich Alkohol getrunken habe oder ein Benzodiazepam genommen habe, dann ist das Problem weit weniger Schlimm vorhanden.
    ja klar, weils dann auch entweder keinen interessiert, Du weggebeamt bist und nicht mehr viel zu sagen hast, oder alle gleichermaßen lallen. Nicht gut, die Lösung.

    ich verstehe jetzt nicht ganz, woran es genau liegt, dass Du so schlecht verstanden wirst: an Deinem Dialekt? Du kannst hochdeutsch schreiben, also nehme ich doch an, dass Du entschärftes Bayrisch reden kannst, oder nicht?

    Sprichst Du dazu noch undeutlich oder schnell?

    Erstmal könnte es Sinn machen, bei nem HNO-Arzt die entsprechenden Organe abzuklären. Da Du sagst, dass Du Andere auch oft nicht verstehst. Vll hast Du ein Hörproblem, so was wirkt sich auch aufs Sprechen aus. Genauso Probleme mit der Nase. Ich hab selber grad eine OP hinter mir und empfinde meine Stimme verändert, spüre die Resonanz anders und höre mich selbst auch anders.

    Ein Gespräch mit einem Logopäden kann vll auch neue Erkenntnisse bringen. Mit Sprach-und Atemübungen kann sehr viel erreicht werden. Vll würde das in Deinem Fall sogar die Kasse übernehmen, da kenne ich mich nicht aus. Da kannst Du ja den HNO- oder Hausarzt fragen.

    Professionelle Gesangslehrer sind auch eine gute Anlaufstelle, vor allem, wenn Du einen Draht zur Musik hättest. Die Atemtechnik, Artikulation, Körperhaltung, all das führt allmählich auch zu einer Verbesserung der Alltagsstimme.

    Du kannst sicher bei all diesen Profis erstmal ein Infogespräch vereinbaren, wie sie die Lage einschätzen und wie sie mit Dir arbeiten würden. Und dann wird sich auch ein Weg für etwaige Kosten finden.
    Geändert von Gast784 (27.07.2011 um 18:31 Uhr) Grund: falsches Zitat

  3. Die folgenden 4 Benutzer bedankten sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Brandon (06.08.2011),Darkstar (28.07.2011),Kaja (28.07.2011),Quo Vadis? (27.07.2011)

  4. #3
    Neuling
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    Zitat Zitat von Gabiannarele Beitrag anzeigen
    hallo Flugzeug,
    ja klar, weils dann auch entweder keinen interessiert, Du weggebeamt bist und nicht mehr viel zu sagen hast, oder alle gleichermaßen lallen. Nicht gut, die Lösung.

    ich verstehe jetzt nicht ganz, woran es genau liegt, dass Du so schlecht verstanden wirst: an Deinem Dialekt? Du kannst hochdeutsch schreiben, also nehme ich doch an, dass Du entschärftes Bayrisch reden kannst, oder nicht?

    Sprichst Du dazu noch undeutlich oder schnell?

    Erstmal könnte es Sinn machen, bei nem HNO-Arzt die entsprechenden Organe abzuklären. Da Du sagst, dass Du Andere auch oft nicht verstehst. Vll hast Du ein Hörproblem, so was wirkt sich auch aufs Sprechen aus. Genauso Probleme mit der Nase. Ich hab selber grad eine OP hinter mir und empfinde meine Stimme verändert, spüre die Resonanz anders und höre mich selbst auch anders.

    Ein Gespräch mit einem Logopäden kann vll auch neue Erkenntnisse bringen. Mit Sprach-und Atemübungen kann sehr viel erreicht werden. Vll würde das in Deinem Fall sogar die Kasse übernehmen, da kenne ich mich nicht aus. Da kannst Du ja den HNO- oder Hausarzt fragen.

    Professionelle Gesangslehrer sind auch eine gute Anlaufstelle, vor allem, wenn Du einen Draht zur Musik hättest. Die Atemtechnik, Artikulation, Körperhaltung, all das führt allmählich auch zu einer Verbesserung der Alltagsstimme.

    Du kannst sicher bei all diesen Profis erstmal ein Infogespräch vereinbaren, wie sie die Lage einschätzen und wie sie mit Dir arbeiten würden. Und dann wird sich auch ein Weg für etwaige Kosten finden.

    Hi tolle Antwort, aber ich mich mal wieder falsch ausgedrückt.

    Nur kurz zum bayrisch: Ich kann entschärftes Bayrisch reden, dann tu ich mich aber noch schwerer, aber es geht jetzt eigentlich nur um die Sprache die ich immer spreche also bayrisch. Ich habe als kleines Kind hochdeutsch gesprochen, mit 5 oder 6 Jahren dann bayrisch und spreche seit dem bayrisch und es geht um die Sprache, wenn ich versuche hochdeutsch zu sprechen, brauche ich noch länger und es ist noch viel schwieriger.

    Es ist kein Problem in der Aussprache, es hat nichts mit zu schnellem reden, nuscheln, Athmung oder meinem Gehör zu tun sondern ich kann teilweise keine richtigen Sätze formulieren bzw. fange mit einem Teil des Satzes an, der eigentlich erst ganz am Schluss kommt und so andere Leute verwirrt, ich merke das selbst erst danach, was ich jetzt eigentlich für einen Mist von mir gegeben habe.
    Genauso kann ich manchmal auf einfache Fragen nicht logisch antworten, sondern gib eine komplizierte oder unpassende Antwort.
    Wenn ich etwas längeres erzähle (egal ob Erlebnis, Witz oder sonstiges) dann merke ich oft gleich am Anfang, dass ich was vergessen habe, ich baue dies dann passend (meiner Meinung nach) ein, aber bringe damit Zuhörer total durcheinander (ich denke mir dann wiederrum, wie kann man das nicht verstehen)

    Das mit dem Hören ist meiner Meinung was psychisches ich habe gute Ohren (meine Musterung mit Gehörtest ist nicht mal ein Jahr her) als Leihe würde ich sagen, die Frage kommt durch meine Ohren in mein Gehirn und muss dann erst erkannt umgewandelt werden und dann verstehe ich es um darauf dann zu reagieren ist es durch den Prozess schon viel zu spät.

  5. #4
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    Zitat Zitat von Flugzeug Beitrag anzeigen

    PS2: Das wird zwar unrelevant sein, aber wenn ich Alkohol getrunken habe oder ein Benzodiazepam genommen habe, dann ist das Problem weit weniger Schlimm vorhanden.
    Wofür nimmst du denn Benzodiazepan? Und von wem kriegst du das, vom Arzt?

    Dein Problem erinnert mich ein bißchen an die Zeit, als ich Carbamazepin nehmen mußte (Epilepsie), in der Zeit kam alles irgendwie "zeitverzögert" in meinem Gehirn an und beim Sprechen brachte ich manche Sätze verdreht oder mit falschen Worten raus.

    Hattest du das Problem schon immer?

  6. #5
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    Standard Dein Prozessor läuft zu langsam!

    Hallo, lieber F.,
    ich habe ähnliches schon des öfteren bei verschiedenen Leuten beobachtet, die aus einem sehr ländlich, bäuerisch geprägten Millieu kamen und bei mittelschnellem, logischem aber differenziertem Sprechen sehr schnell überfordert waren und erst einmal lange nichts sagten, bis ich merkte, daß diesen sowohl das Thema, die Wortwahl, die Sprechweise und auch meine hochdeutsche Assprache ungeläufig, um nicht zu sagen fremd war und sich kaum etwas verstanden!

    Ich habe dann heraus gefunden, daß in manchen Familien nur ein ganz begrenzter Themenkreis, mit einem sehr begrenzten Voakulbar abgehandelt wird und entprechend das Denken auch in sehr festgefügten Bahnen abläuft.

    Alles was sich auserhalb dieser gewohnten, geistigen Bahnen bewegt, wird dann oft gar nicht, oder nur ansatzweisei, nach langem nachdenken verstanden.

    Deshalb meine Frage, aus welchem sozialen und familiären Umfeld kommst Du?

  7. #6
    Neuling Avatar von Koyuki
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    oh das erinnert mich an meine erste zeit in bayern, ich hab praktisch nix verstanden und stand auch da mit fragezeichen im gesicht. aber die leute haben mein hochdeutsch geausowenig verstanden
    was auch schon irgendwie komisch war, wenn 2 leute sich unterhalten und nix verstehen
    meine kollegen haben mir dann wirklich ein wörterbuch gekauft Bayerisch-lilliputaner xD danach hab ich mehr verstanden und der rest hat sich nach einigen Monaten ergeben
    auf jedenfall hab ich dann bayerisch in der "schlimmsten" form verstanden aber mein hochdeutsch nie abgelegt

    es ist natürlich immer schwer für menschen mit dialekt einen Job im komunikativen bereich zu finden
    hmm würd an deiner stelle wohl zumlogopäden gehen und auch nen hochdeutsch-kurs machen (da es bayerischkurse gibt wird es sowas bestimmt auch geben)

  8. #7
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Hallo Flugzeug,

    darf ich mal einen kleinen Umweg gehen?
    Wenn Du die denkbaren organischen Ursachen, die da eine Rolle spielen könnten, ausgeschlossen hast, dann würde sich vielleicht mal ein Blick auf das lohnen, was alles an psychischen Prozessen in Frage kommen könnte.
    Das muss ja nicht gleich etwas "schlimmes" sein, das Dich in den Augen anderer "abwerten" könnte - manchmal reichen einige Kleinigkeiten aus, wenn sie im falschen Moment zusammenkommen, und sich dann gegenseitig immer mehr hochschaukeln.

    Mir ist da Deine Reaktion auf Gabys Post ins Auge gefallen:
    ... aber ich mich mal wieder falsch ausgedrückt ...
    So, wie Du es schreibst, habe ich fast den Eindruck, als ob da etwas passiert wäre, für das Du Dich jetzt "entschuldigen" müsstest - als ob Du da einen "dummen" Fehler gemacht hättest.

    Vergiss das jetzt einfach mal, okay?!
    Sowas passiert staändig und auch jedem, wenn Menschen miteinander reden, die sich nicht wirklich gut genug kennen.
    Jeder hat seine eigenen Erfahrungen in seinem Leben gehabt, die sich von denen aller anderen unterscheiden. Und das macht sich dann auch darin bemerkbar, wie man etwas mit welchen Worten zu beschreiben versucht.

    Wenn ich etwas beschreiben will (also jemandem meine Gedanken "erklären" will), dann mache ich das mit den Worten, von denen ich für mich glaube, dass sie es wirklich deutlich machen. Welche Worte (oder "Sprache") ich dafür benutze? Na ja: meine eigene eben - für mich ist die eindeutig und nicht falsch zu verstehen. Und was sie bedeuten hängt von dem ab, was ich mit ihnen bisher an eigenen Erfahrungen und eigenem "Wissen" verbinden kann.
    Ich gehe dann davon aus, dass auch jeder andere dies dann genau so verstehen wird, wie ich es gemeint habe.
    Und weil das jeder macht, kommt es dann zwangsläufig auch dazu, dass man aneinander vorbei redet oder etwas ganz anders versteht, als der andere es gemeint hat.

    ... aber ich mich mal wieder falsch ausgedrückt ...
    Nein, hast Du nicht
    Du hast Dich so ausgedrückt, wie es für Dich richtig und verstehbar war. Wenn hier dann jemand etwas anderes herausgelesen hat, dann können wir uns ja darüber verständigen und versuchen herauszufinden, was da jetzt wirklich gesagt werden sollte - das hat nichts mit "richtig" oder "falsch" zu tun
    Ist ungefähr so, als ob einer deutsch und der andere englisch redet - jeder redet über die gleiche Sache, aber mit ganz anderen Worten und einer ganz anderen Sprache.
    Da würdest Du ja auch nicht sagen, dass der, der Englisch spricht, jetzt etwas "falsch" ausgedrückt hat, oder?

    Miteinander reden und sich gegenseitig verstehen - das ist ein Vorgang, der viel komplizierter ist, als viele es sehen können.

    Mal ne Frage: kann es vielleicht sein, dass Du inzwischen schon so viel "Angst" davor bekommen hast, dass Dich jemand nicht verstehen könnte oder dass Du ihn nicht verstehen wirst, dass Du gerade deswegen ständig daran zweifelst?
    Vielleicht hast Du ihn ja verstanden, glaubst aber, dass es so ist wie "immer" - und wirst Dir daurch immer unsicherer?

    Dann würdest Du Dich auch unbewusst immer mehr darauf konzentrieren, es ja nicht wieder "falsch" zu verstehen (oder, wenn Du selbst sprichst: es nicht wieder "falsch" auszudrücken), dass Dir gar nicht die Zeit bleibt, Dir das Gesagte vorzustellen (denn nichts anderes ist ja "verstehen") - Du wärst dann viel zu sehr von allem abgelenkt

    ... bis auf ein fast nicht mehr vorhandenes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein ...
    Da könnte z.B. so ein Grund dafür liegen, warum es sich für Dich immer schlimmer anfühlt.
    Jedesmal, wenn Du glaubst, etwas nicht richtig verstanden oder Dich falsch ausgedrückt zu haben, bekommt Deine Selbstwertgefühl einen neuen Knacks - und je geringer es dann wird, umso mehr Angst hast Du, dass es beim nächsten mal wieder passieren könnte.
    Und diese Angst sorgt dann dafür, dass Du beim Reden oder Zuhören so unsicher wirst, dass es dann auch passieren muss.
    Das schaukelt sich dann nach und nach immer mehr hoch.

    Warum glaubst Du, "nichts" oder nur "wenig wert" zu sein? Kannst Du sagen: "ich mag mich, so wie ich bin", oder "ich bin ein wertvoller Mensch"?

    Redest Du Dir etwa ein, "zu dumm" zu sein, um andere verstehen oder selbst verstanden werden zu können?
    Lass Dir das von niemandem einreden - und, viel wichtiger noch: rede Dir das auch nicht selbst ein!



    [To whom it may concern / Not completely OT:
    Die individuellen sozio-ökonomischen Hintergründe als einzige und zwingende Determinanten einer irreversiblen Prädisposition zur dauerhaft sub-optimalen intellektuellen Grundausstattung machen zu wollen ...
    Das Sein mag zwar den Raum für die Entfaltungsmöglichkeiten vorhandener Potenziale negativ einschränken - legt diese selbst aber nicht unabänderlich fest ...

    Anders ausgedrückt: Das zukünftige intellektuelle Potenzial meiner zukünftigen Kinder und Enkel reduziert sich ja nicht dadurch automatisch, dass ich jetzt aufs Land ziehe und Bauer werde, oder? Ebenso wenig wie sie dadurch potenziell intelligenter und bildungsfähiger das Licht der Welt erblicken werden, dass ich vom Land in die Stadt ziehe
    ]


    "Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
    (mongolisch)
    -----------------------------
    Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
    (Immanuel Kant, 1724 - 1804)

  9. #8
    Neuling
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    Also erstmal eine Ergänzung zu Darkside:

    In der Literaturwissenschaft heißt das: Horizontverschmelzung. Man kann nicht wissen was der Autor mit seinem Text sagen will, weil sich eigene Erfahrungen und Gedanken mit den Worten des Autors mischen. Die beliebte Schulfrage nach dem Standpunkt des Verfassers ist damit obsolet.
    Der eine denkt bei dir an organische Probleme, der nächste an das soziale Milieu und wieder andere denken, dass dein Problem psychisch ist. Das hängt immer vom Standpunkt und Erfahrungshorizont des Lesers ab.
    Dein Problem kann man eben nur durch eine Ausschlussdiagnostik richtig bestimmen. Dafür ist Kommunikation wichtig und du hast dich überhaupt nicht falsch ausgedrückt. Gar nicht!!!

    Ich glaube auch, dass das bei dir psychisch ist. Eine Art Tick - je nervöser du wirst desto schlechter sprichst du. Ich hab zum Beispiel manchmal das Gefühl, dass beim Sprechen meine Zunge anschwillt. Ganz unangenehm.
    Du solltest dir dringend professionelle Hilfe suchen!
    Du kannst lernen mit der Angst umzugehen!

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