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Ssv
ich könnte mich ohrfeigen. . . jetzt habe ich seit meinem klinikaufenthalt nicht mehr an mir rumgeritzt und nun ist es wieder passiert. bestimmt 4 wochen ist das letzte mal her und darauf war ich stolz. doch eine kleine kritisierung an mir genügte, um mich wieder daran zu erinnern. ich hasse es, wie schnell menschen mir ein schlechtes gewissen einreden können, wie schnell sie mich beeinflussen, wie schnell sie mich in ein loch ziehen können. ich will endlich ein eigener mensch sein, nicht beeinflussbar, will meine ziele und wege befolgen, ohne ständig daran gehindert zu werden, ohne wieder zurückzufallen. ich will endlich aufhören in meine arme zu schneiden, doch der impuls ist immer wieder da. . .
sorry musste das einfach mal loswerden. . .
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Schreiberling
hör erst einmal auf, dich zu kritisieren. nimm es dir ganz fest vor und beobachte dich selbst. sobald du anfängst, was schlechtes über dich zu denken, sag ganz deutlich "stop, mit mir nicht mehr!!", lächle und wende dich neuen, anderen gedanken zu. und selbst wenn du dich mal kritisierst, weil du dich kritisierst, tu das gleiche "mit mir nicht mehr!!" und lächeln und an was anderes denken. mit der zeit wird es weniger werden und irgendwann verschwindet es ganz.
ich hab die tage irgendwo gelesen, dass man mit ganz kleinen veränderungen beginnen soll und erst weitermachen, wenn man die letzte länger als dreissig tage durchgezogen hat, also nimm dir nichts anderes vor, nur, dich nicht mehr zu kritisieren...
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danke chrissi,
aber es geht um andere menschen, die mich kritisieren. hab z. b. noch eine zweitkatze geholt und jeder der familie hat negativ reagiert als wäre es der größte fehler. hab mich danach so wahnsinnig schlecht gefühlt. die tiere sind es einfach, die mir große freude im leben bereiten. und ich will mich um sie kümmern. aber es wird einfach nur missverstanden...
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Hallo CoMpLeXiTy,
vielleicht passt ja eine Zweitkatze nicht in das Leben Deiner Kritisierer, doch aber in Deines!
Das hast Du doch ganz allein zu entscheiden!
Außerdem mögen Tiere die Gesellschaft ihres Gleichen doch besonders gern.
Und wenn Dir der Umgang mit den schnurrenden Pelzknäulen Freude macht, dann genügt das als Antwort den Kritisierern gegenüber, finde ich.
Du musst Dich doch nicht rechtfertigen.
Ganz im Gegenteil:
Du hast allen Grund stolz auf Deine eigene unabhängige Entscheidung zu sein, die Dein Leben womöglich bereichert und Dich ein Stückchen glücklicher werden lässt. Auf die Kraft sich dieser Kritisierer entgegen gestellt und gehandelt zu haben kannst Du ja auch ebenso stolz sein.
LG, Finja
Geändert von Finja (30.07.2010 um 16:26 Uhr)
Es gibt immer eine Blickrichtung aus der man etwas noch nicht betrachtet hat.
Warum also nicht einfach die Richtung ändern und das Positive sehen? 
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Schreiberling
wenn du mit dir selbst einig wärst, wäre es dir sch...egal, was die anderen dazu sagen, also liegt der schwarze peter wieder mal bei dir...ich weiss, dass das hart ist, immer alles bei sich selbst zu sehen, andererseits liegt da die grosse chance drin, dass man irgendwann mal, wenn man sich selbst geklärt hat, glücklich sein kann, ohne andere menschen dazu zu brauchen und es einen nicht mehr interessiert, was die dazu sagen. und wenn dich die katzen glücklich machen, dann dürfte es dir ziemlich egal sein und sie werden dich für die kurzen blöden kommentare deiner verwandten mehr als entschädigen...
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das stimmt wohl. sie entschädigen all die blöden kommentare. doch anscheinend bewahren sie mich nicht vor der selbstverletzung. irgendwie hab ich geglaubt dadurch stärker zu sein und dass es nicht mehr passiert. zu früh gefreut.
natürlich bin ich mit mir nicht einig, das war ich noch nie. bis es soweit sein wird, wird wohl ein sehr sehr langer weg. wer weiß- vielleicht schaff ich das auch gar nicht.
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Schreiberling
genau das ist es, was ich meine. hör damit auf!! ich weiss, dass es schwer ist, sich selbst gegenüber freundlich zu sein, wenn man sein leben lang nur negatives über sich gehört und auch selbst gedacht hat, aber der weg in ein neues leben besteht darin, damit aufzuhören. du musst dich nicht gleich selbst lieben, aber aufhören, dich zu kritisieren. das ist der wichtigste schritt, den du gehen kannst. es heisst "wenn du nichts gutes über jemanden sagen kannst, dann sag lieber gar nichts". tu doch das gleiche für dich, was du anderen zugestehst. und die tiere können dir dabei helfen, weil sie ohne wertung lieben, aber der hauptschritt liegt bei dir...
vielleicht sollte ich es mal bildhaft erklären: jedes mal, wenn du dich selbst schlecht machst, entsteht eine kleine wunde, die dann vernarbt. bei dir ist das sogar wortwörtlich zu sehen. deine schnitte ist das, was dir zeigt, was du dir selbst damit antust. irgendwann in einigen jahren werden es viele schnitte sein, viele narben, die du seelisch und körperlich haben wirst... tu dir selbst einen gefallen und schneide jedes mal, wenn du schlecht von dir denkst, einen schnitt irgendwohin, wo nicht dein körper ist. in irgendein möbelstück oder eine wachstuchtischdecke oder sonst wohin und du wirst ganz schnell sehen, wie oft du dir selbst antust, was du anderen nie antun würdest. jeder schnitt ist ein bild deiner selbstverletzung im inneren und äusseren...
ach und eins noch: was würdest du von einem menschen denken, der jeden tag etliche male auf einen anderen einschimpft? würdest du den nicht für schrecklich halten? aber tust du nicht das gleiche, nur dass du selbst derjenige bist, auf den du schimpfst?
Geändert von chrissi21366 (30.07.2010 um 16:59 Uhr)
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Deine pessimistisch klingende Einstellung zu Dir selbst und Deiner eigenen Stärke lässt dem Erfolg dabei nicht viel Raum.
Stell Dir immer ganz fest das Licht am Ende des Tunnels vor.
Mal Dir in Gedanken ein Bild von Dir wie Du sein möchtest und stell es Dir immer wieder vor, bis Du es verinnerlicht hast.
Vielleicht lässt Dich das die Schritte entlang des Weges leichter gehen.
Es gibt immer eine Blickrichtung aus der man etwas noch nicht betrachtet hat.
Warum also nicht einfach die Richtung ändern und das Positive sehen? 
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