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Thema: Ständig etwas neues beginnen

  1. #1
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    Standard Ständig etwas neues beginnen

    Was sagt es über die Psyche eines Menschen aus, wenn man ständig etwas
    neues beginnt, aber die anderen Sachen nicht zu Ende bringt?

  2. #2
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    hallo deku,

    wenn jemand immer wieder etwas neues beginnt, kann es meiner meinung nach verschiedene ursachen dafür geben.

    a) er ist ein typ, der eine gewisse unkonzentriertheit an den tag legt, dass heisst, dass er sich leicht von anderen dingen/gedanken von seiner eigentlichen aufgabe abbringen lässt. je nachdem wie gross die motivation ist weiter zu machen, wird er seine aufgabe beenden oder nicht.

    b) er ist ein typ mit einer gewissen lockerheit/unernsthaftigkeit, der wenn er zb. wichtige aufgaben vor sich hat, diesen ausweicht, indem er neue aufgaben anfängt, die ihm anfangs angenehmer erscheinen. später dann aber wieder nerven und ihm zum wechsel bringen.

    c)er ist ein typ, der keine leidenschaft/gefühle für tätigkeiten entwickelt und die aufgaben/dinge eher aus einem pflichtgefühl für die sache oder aus einer anfänglichen motivation heraus, die wieder verfliegt anfängt.

    d) er kann probleme im umgang mit seiner selbstüberzeugung haben, also nach dem motto "ich kann das alles nicht" so wird er vielleicht anfangen und nach einer zeit zu zweifeln beginnen, ob er diese aufgabe richtig macht oder er hat die ganze zeit ein eher unbewusstes gefühl, dass er die sachen die er tut vielleicht nicht richtig/gut macht.


    das waren nur ideen die mir grade eingefallen sind.
    wie gesagt auch auf diese ideen trifft der satz "alles kann, nichts muss"

    mfg
    Geändert von dieter25 (30.10.2010 um 13:30 Uhr)

  3. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei dieter25 für den sinnvollen Beitrag:

    Deku (02.11.2010),Fernsehturm (10.01.2012)

  4. #3
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    e.) er kann vom Typ Mensch her ziemlich hyperaktiv sein und versucht mit verschiedenen Projekten sein Gefühlsleben zu strukturieren, was aber oftmals nicht gelingt, weil es nur "von ein Chaos ins nächste stürzen" ist

  5. #4
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    Was ist, wenn bei mir Fall c) am ehesten zutrifft? Was kann ich dagegen tun?

  6. #5
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    hi deku,


    es ist schwierig zu sagen, was man da machen kann.
    es kommt drauf an, was genau dein problem sein könnte.

    denkst du, dass andere wollen, dass du dieses oder jenes möchtest oder fühlst du dich selbst verpflichtet bestimmte dinge anzufangen?

    oder: baust du keine emotion zu der sache die du anfängst auf? neigst du evtl. zu perfektionismus oder eher zu einer gewissen faulheit?

    mfg

  7. #6
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    Das Problem kann an mehreren Dingen liegen.

    Es ist - wie man am Datum sehen kann - schon einiges an Zeit vergangen und ich hab auch ein wenig mehr über mich herausgefunden.

    Nun:
    -ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal leidenschaftlich etwas gemacht habe
    -oft mache ich sachen nur aus einer Anfangsmotivation heraus z.B. Bücher kaufen und dann nur aus Pflichtgefühl weiterlesen
    -ich weiss nicht wirklich, was ich will oder wer ich bin
    -manchmal will ich gar nichts mehr und nur noch schlafen

    Ich scheine nur vor mich hinzuleben und mir einen Anschein geben zu wollen, mein Leben mit irgendetwas zu füllen.
    Aber in Wirklichkeit finde ich es eher mühsam, dass ich leben muss, weil mir gar nichts Spass macht und ich einen grossen Sozialmangel habe (=keine RICHTIGEN Freunde, Probleme, mich mit anderen zu unterhalten, Mutter interessiert sich nicht wirklich für mich, grosse Einsamkeit).

    Leben ist eher das, was ich halt habe und mit dem Tod hört es eben auf (keine Angst - ich habe keine Suizidvorhaben).
    Es macht mir nicht wirklich Spass und ich lebe einfach in einer Konstuktion namens Gesellschaft in der alles, das nicht hineinpasst, ausgemerzt wird oder zum Psychiater geschickt wird, um die Person "zu heilen".
    Aber ich verstehe es auch...


    Vielleicht weiss ich aber auch einfach nichts mit meinem Leben anzufangen...? ...

  8. #7
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    Das ist sehr nützlich, danke. Hast du das aus einem Buch oder so? Kannst du mehr darüber erzählen? Bei mir trifft nämlich alles zu...
    aufwachen, träumerle...!


  9. #8
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    Klingt für mich ziemlich menschlich.

    Von Natur aus haben Menschen immer Probleme sich wirklich auf eine Sache zu konzentrieren und diese bis zum Ende hin durchzuziehen.

    Vor allem bei kreativen Prozessen stoße ich immer wieder darauf. Man fängt an etwas zu erschaffen (Bild / Lied / Programm), am Anfang hat man total Lust darauf, doch je mehr man daran arbeiten, je geringer wird die Motivation. Deswegen gibt es Billionen von unbeendeten Projekten, deutlich mehr als es beendete Projekte gibt.

    Was man dagegen tun kann? Naja das ist eine schwierige Herausforderung. Aus meiner eigenen Erfahrung hilft eigentlich nur sich selbst zu zwingen etwas zu beenden, auch wenn man keine Lust mehr drauf an. Oder man braucht etwas, was einen richtig stark motiviert (z.B. man bekommt viel Geld, wenn man es beendet, das ist für die meisten Menschen dann doch sehr motivierend). Ein letzter Weg ist immer wieder an diese eine Sache denken. Es kann zu Motivation führen, wenn man etwas lange durchdenkt.

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