Hallo!
Ich hab die "Angewohnheit" mir ständig um alles mögliche Sorgen und Gedanken zu machen. Meist sind es unrealistische Dinge, Dinge die ich ohnehin nicht beeinflussen könnte oder Dinge, die noch soweit in der Zukunft liegen, dass ich sie von meinem Standort im "Jetzt" auch noch nicht lenken könnte. Trotzdem kann ich irgendwie nicht aufhören nachzudenken und mir Sorgen zu machen.
Sobald irgendetwas in meinem Leben nicht so verläuft, wie ich es mir in dem Moment wünschen würde, sobald sich jemand Wichtiges in meinem Leben nicht so verhält wie ich es für "richtig" halte, sobald ich merke, dass ich etwas nicht planen kann, mach ich mir Sorgen, die sich immer weiter hochschaukeln und unrealistischer werden, bis sie mit dem, was sie "ausgelöst" hat, kaum mehr was gemeinsam haben.
Für mich ist das aber dann real, ich werd panisch, mal den Teufel an die Wand und kann mitunter Tage brauchen, bis ich die Dinge wieder "vom Boden" aus betrachten kann. Dann seh ich auch ein, dass ich mir total unnötiger Weise Sorgen gemacht habe.
Wieso tu ich das? Warum brauch ich soviel Sicherheit/Kontrolle über alles was in meinem Leben passiert, wieso kann ich die Dinge nicht einfach auf mich zu kommen lassen?
Und vorallem, was kann ich tun, um mir diese "Angewohnheit" abzugewöhnen, lockerer zu sein, mehr zu vertrauen?
LG
GreenDream
Nachtrag:
Wenn ich in diesem Sorgenkreis" gefangen" bin, kommt es oft vor, dass mir bewusst wird, was ich da grad mache, aber durchbrechen kann ichs dann nicht. Diese Machtlosigkeit macht mich dann sauer, sauer auf mich selbst. Das zusammen mit der Tatsache, dass die Dinge über die ich mir Sorgen mache mir irgendwie auch wehtun, bewirkt dass ich leicht reizbar/aggressiv werde und wenn dann jemand mit mir spricht werde ich pampig, beleidigend und hab das Bedürfnis ihn mit meiner Wortwahl zu verletzen, wenn ich kann. Damit er sich vielleicht auch so schlecht fühlt wie ich.
Das trifft besonders oft meinen Freund, um den (und um die Beziehung und überhaupt) sich auch immer wieder ein Großteil meiner Sorgen dreht, der auch am häufigsten mitbekommt, wenn ich in dieser Gedankenmühle feststecke und nicht rauskomme.
Er weiß, wie es mir dann geht und dass auf das was ich in solchen Momenten sage und tue nicht zu 100% Verlass ist und dass man mir da auch nicht zu 100% glauben sollte, aber er weiß nicht so recht, wie er damit umgehn soll und verstehen tut ers schon mal gar nicht. Ich ja auch nicht.


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