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Thema: starkes Kommunikationsproblem, Selbstbewusstsein, eigene Meinung...

  1. #1
    Neuling
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    Standard starkes Kommunikationsproblem, Selbstbewusstsein, eigene Meinung...

    Hallo,


    ich weiß nicht genau in welchem Überthema ich meine derzeitigen Probleme einordnen soll. Ich bin 19 Jahre alt, mache jetzt im Frühjahr mein Abitur und komme aus dem Großraum Bayern.
    Weiß gar nicht wo ich anfangen soll - glaube alles hängt i.wie zusammen.
    Fang vll mal so an: Ich habe ein Kommunikationsproblem, ich kann mich mit den meisten, ja fast allen Leute, nicht vernünftig unterhalten. Bin ich einer Gruppe von mehrern Leuten ist das überhaupt kein Problem aber sobald ich mit jmd. länger als 10min alleine bin - bin ich total überfordert. Das ist sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen so - wobei es bei Jungen etwas besser geht!
    Es geht sogar schon soweit, dass ich mir im vorraus überlege wie ich den oder die jenige jetzt begrüße oder was ich am besten sage und was nicht. Klar - ich weiß, gut zu hören, aufmerksam sein - Fragen stellen. Das funktioniert vll 10 min gut. Manchmal vll auch eine halbe Stunde aber dann hört es auf. Es entsteht meistens eine peinliche Stille.
    Ich bin immer davon ausgegangen das ich ein starker, selbstbewusster Mann bin - daran zweifel ich allerdings immer mehr...der ganze Stress mit dem Abitur wird mir ziemlich zu viel. Dann das Kommunikationsproblem, mit dem ich jeden Tag aufs Neue konfrontiert werde ... nicht gut! Meine Freunde, Eltern etc. bekommen davon nichts mit, bzw. merken es nicht.
    Hab mir auch schon mal überlegt ob ich mir das nur einbilde... aber ist nicht so, weil die peinliche Stille jedes mal aufs Neue passiert. Kann mir das nicht erklären!?
    Desweitern bin ich ziemlich unsicher geworden...lass mir zwar von außen nichts an merkern, aber mache mir viel zu viel Gedanken.
    ICh denke immer , was könnten andere von mir denken, welches Handeln wird von mir erwartet.
    Desweitern denk ich bei fast jeder Entscheidung, was mein Onkel in dem Fall machen würde. Weiß nicht er ist in gewisser maßen ein Vorbild von mir ... (ich will das aber eiglt gar nicht! ich will für selber entscheiden, eine eigene meinung haben...aber das gelingt mir nicht wirklich!) Es heißt ja immer in der Jugend ist man in der Persönlichkeitsentwicklung ... bin jetzt schon 19 und i.wie sehe ich davon noch nicht wirklich viel!? Wie komme ich da raus?
    Im einen Moment denke ich, ich kann alles schaffen und ****** auf die anderen. Am Morgen dann wieder in der Schule bin ich total zerstört ... alle möglichen Gedanken kommen dann - kann mich nur schwer konzentrieren.
    Ich hoffe das alles hängt mit der Schule zusammen und ist nach dem Abi weg... geh dann erstmal ür 6 Monate ins Ausland - mach mir starke Hoffnungen, dass es dann besser wird!?

    Vielen Dank, dass ihr das alles durchgelesen - bzw. überflogen habt. Könnt ihr mir helfen? Vielleicht mach ich mir einfach selber zu viel Druck und bin eiglt ganz normal ... keine Ahnung - ich weiß es selbst nicht, deswegen bin ich hier!

    vielen Dank schon jetzt!

    liebe Grüße Jakob

  2. #2
    Schreibkraft Avatar von Pearl
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    Hallo Jakob,

    ich frage mich, warum dich diese "peinliche Stille" so sehr beschäftigt. Für mich ist sie eher etwas ganz Normales und ich denke, dass jeder das schon einmal erlebt hat.
    Du machst dir wahrscheinlich so viele Gedanken darüber, dass du bei jedem Gespräch Angst hast, dass diese "peinliche Stille" eintritt. Aber wenn dies passieren sollte, ist das nicht dein Fehler, denn du hast nicht die Aufgabe, das Gespräch zu führen. Genausogut könnte der Andere den Gesprächsfaden wieder aufnehmen, du solltest dir da nicht so viele Gedanken machen. Wenn dir nichts mehr einfällt, was du sagen kannst, dann ist das nicht schlimm und du musst dich dafür nicht schämen. Ich sitze in der Schule oft mit Leuten zusammen ohne lange Gespräche mit ihnen zu führen und finde das völlig normal.

    Einen wirklichen Rat habe ich leider nicht für dich. Vielleicht helfen dir meine Zeilen ein bisschen weiter und ansonsten wünsche ich dir viele hilfreiche Antworten.

    Liebe Grüße
    love it. change it. or leave it.

  3. #3
    Neuling
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    Hallo,


    vielen Dank für die schnelle Antwort.
    Ja, das Problem tritt wie gesagt verstärkt auf - wenn ich mich mit Frauen/Mädchen treffen. Ich sitz im Zimmer und mir fällt einfach nichts mehr ein, dann fällt das thema schnell wieder auf Schule ... was wiederum sehr langweilig ist.
    Wenn sich meine Freunde mit anderne unterhalten - entsteht auch keine solche Stille.
    Habt ihr ne idee wie ich den Gedanken loswerde immer dran zu denken was mein Onkel jetzt in dieser Situatuon tun würde? Ich will einfach selber entscheiden, ich selbst- meine Entscheidung + Meinung haben!?

    danke

  4. #4
    Schreibkraft Avatar von Pearl
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    Hast du denn eine Idee, wie es dazu kommt, dass du dich immer fragst, was dein Onkel in deiner Situation tun würde?

    Liebe Grüße
    love it. change it. or leave it.

  5. #5
    Neuling
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    Hallo,

    nicht wirklich, such schon die ganze Zeit nach antworten.
    Ja vll. weil ich ihn in seinen sichtweisen sehr männlich finde...
    mein größeres Problem ist das Sprachproblem...kennt das denn niemand?
    also ich mein jetzt nicht die typische stille Pause, sondern bei mir taucht das immer wieder auf!

  6. #6
    Neuling
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    Hey Jakob, ich weiß ganz genau was du meinst, mir geht es genau so. Ich bin 25 und früher in der Schule sehr of verarscht worden. Alles was ich gesagt habe, wurde in den Dreck gezogen, und wenn ich gelacht habe wurde ich nachgeäfft. Ich glaube von da an habe ich mir selbst eingelernt, dass sprechen nur Verletzt werden zur Folge hat. Auch das Lachen habe ich "verlernt". Vor diesen Ereignissen war ich ein fröhliches Kind, das ganze Gruppen unterhalten hat, aber seit daher fällt mir sprechen einfach schwer. Es ist richtig mit Anstrengung verbunden zu reden (also nicht der physische Akt des Redens, sondern etwas zum Reden zu finden). Es ist als hätte sich ein Scanner dazwischengeschalten, der einen freien Redefluss vom Gehirn zum Mund unterbindet und alles was ich sagen möchte schlecht findet. Es ist genau diese extreme Art von Selbskontrolle, die meiner Meinung nach daran Schuld ist. Und je mehr dir bewusst ist, dass dir sowas wieder passieren kann, desto betrübter wirst du und desto mehr sind deine Gedanken mit diesem Thema beschäftigt und dann fällt dir erst recht nichts ein. Diesen Teufelkreis müsste man unterbinden, ich hab nur keine Ahnung wie!

    Sorry, ich weiß das ist jetzt keine Lösung, aber du siehst du bist nicht allein. Und geteiltes Leid ist ja schließlich halbes Leid
    Cheers
    Seeker

  7. #7
    Neuling
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    Okay... ja das kann gut sein. War zwar nicht so extrem, allerdings kam es immer wieder vor! Habe aber mit keinen darüber gesprochen ...

    Ich weiß gar nicht, wie die anderen reagiern - wenn ich sie auf mein Problem ansprechen würde ... vll bild ich mir das einfach auch nur immer ein?
    Wie kommt man denn da raus....?

  8. #8
    Neuling
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    Bedankte sich ein mal in einem Post.

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    Hi Jakob,

    ICh denke immer , was könnten andere von mir denken, welches Handeln wird von mir erwartet.
    Dein Problem kenne ich auch nur zu gut! In der Regel ist man von Natur aus eher der introvertierte Mensch, was man auch im Idealfall anerkennen sollte. Keiner verlangt von dir, dass du jetzt den großen Pausenclown spielst oder gar alle Leute ständig unterhälst. Für jeden Typ von Mensch, gibt es auch die passenden Gesprächspartner, Freunde, Bekannte, die dich eben so nehmen wie du bist. Allerdings sind die nicht immer so leicht zu finden wie man denkt. In erster Linie muss man sich darüber bewusst werden, dass man eben nicht zu der extrovertierten "Sorte" gehört und dementsprechend natürlich auch ruhiger auf andere Menschen wirkt. Aber das ist nicht etwa eine Störung in deiner Entwicklungsphase, sondern schlicht und ergreifend eine ganz normale Eigenschaft, die deinen Charakter unterstreicht.

    Zum Problem wird es nur, wenn man diese Tatsache einfach nicht akzeptieren möchte und sich ständig selber unter Druck setzt, jetzt endlich mal frei vor JEDEM zu sprechen. Das ist quasi unvereinbar. Ich denke mir auch ständig "Man jetzt wissen alle, dass du total schüchtern bist oder sonst was", "Bestimmt wirke ich total langweilig. Die denken sicher ich kann mich überhaupt nicht durchsetzen", "Was sag ich denn jetzt bloß? Hoffentlich ist das gleich Alles vorbei". Meistens führt man eher die inneren Monologe, als sich dem Gesprächspartner tatsächlich mitzuteilen. Das kann auf Dauer zu einer wahren Tortur werden, die natürlich Depressionen mit sich bringt. Dass dein Onkel als so wichtiges Vorbild für dich fungiert, halte ich für äußerst störend. Du darfst dich nicht von irgendwas "abhängig" machen und erst recht nicht einen Weg einschlagen wollen, mit dem vielleicht dein Onkel super klar kommt, aber du eher weniger.

    Ich bin 19 Jahre alt, mache jetzt im Frühjahr mein Abitur und komme aus dem Großraum Bayern.
    Bei mir fing das Ganze auch während der Abiturzeit an, wobei ich auch in den Jahren zuvor schon Probleme dieser Art gezeigt habe. Ich habe mir auch immer fest vorgenommen 1 Jahr in die USA "abzuhauen". Frei nach dem Motto "Dort kennt mich keiner, anderes Land, andere Leute, andere Sitten". Ich bin sogar auf mehreren Treffen gewesen, habe Anträge ausgefüllt, um letztendlich diese Pläne doch wieder zu verwerfen. Prinzipiell sehe ich das als sehr förderlich an, zu reisen und neue Leute kennen zu lernen. Ich habe mich allerdings dem Studium gewidmet und dadurch viele meiner Hemmungen verloren, aber noch lange nicht alle. Dann habe ich meinen jetzigen Freund kennengerlernt und ich brauchte gar nicht viel tun, um das gut funktionieren zu lassen. Es kam einfach. Ich passe zu diesem Menschen, genau wie ich zu meinen Eltern und zu meinem Bruder passe. Ich habe eine sehr gute Freundin mit der ich super klar komme. Smalltalk mit fremden Menschen halte ich nach wie vor nicht gerne und deswegen mache ich auch eine Therapie ( gerade weil ich spätestens im Beruf mit fremden Leuten klar kommen muss ).

    Was ich damit eigentlich sagen möchte ist, dass du nicht jedem Menschen gefallen musst. Ich habe auch über Jahre hinweg nach den "richtigen" Leuten gesucht und bin immer wieder auf die Falschen gestoßen. Seine Erfahrungen muss man machen. Diese lästigen Gedanken schaltest du automatisch ab, wenn du merkst, dass dein Gegenüber ja genauso ist wie du. Hast du diesen Jemanden ersteinmal gefunden, fällt dir alles halb so schwer. Jemand stärkt dir den Rücken, unterstützt dich im Idealfall und gibt dir das Gefühl, völlig normal zu sein.

    Ich hoffe das alles hängt mit der Schule zusammen und ist nach dem Abi weg...
    Leider hing es bei mir nicht unmittelbar mit der Schule zusammen. Sodass ich mich jetzt, nach 2 Jahren seitdem ich mein Abitur absolviert habe, doch in Therapie begebe. Doch auch hier rät die Psychologin mir: Gehen Sie raus, zwingen sie sich. Übung macht den Meister. Aber um das schaffen zu können, bedarf es einer großen Hilfe, die auch ruhig professionell sein kann.

    Desweitern bin ich ziemlich unsicher geworden...
    Die Sicherheit bekommst du durch Menschen die dich so nehmen wie du bist.

    LG die Summerbreeze
    Ruhig sein - dem Strom der Zeit die Richtung geben.

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