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Thema: Stecke in einer Zwickmühle

  1. #1
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    Standard Stecke in einer Zwickmühle

    Hallo !

    Ich hatte schon vor etwas längerer Zeit einer ziemlich ausführlichen Post wegen einem Mädchen verfasst und auch sehr hilfreiche Antworten bekommen. Es ist mir wirklich gelungen, mich von dieser Person zu lösen, da zu dem damaligen Zeitpunkt eine Bindung wegen persönlicher Konflikte ausgeschloßen war.

    Aber das sieht nun etwas anders aus, ich habe im Laufe der letzten Monate mehr Selbstwertgefühl aufgebaut und innerliche Blockaden aufgelöst. Ich fühle mich wieder stark genug für eine mögliche Bziehung und sehne mich auch wieder danach.

    Zur Sache: Leider habe ich nicht allzu viele gute Freunde, vielleicht 1-2 wenn es hochkommt. Leider habe ich auch in meinem bisherigen Umfeld indem ich aufwuchs, nicht die Gelegenheit gehabt, die Kategorie von Leuten kennenzulernen, die ich mir gewünscht hätte.

    Es gibt da ein Mädchen an meiner Hochschule, die mir seit einiger Zeit den Kopf verdreht. Sie steckt zwar derzeit in einer Bindung (und das wohl schon seit einigen Jahren), sie sendet mir ständig Signale, dass ich sie ansprechen soll. Ihre Gefühle kann ich erwidern.

    Kurz gesagt: Ich bin mir ziemlch sicher, dass wir uns schnell einig werden würden. Ich gehe auch davon aus, dass sie sich von ihrem Freund trennt. Der Typ ist von seiner Äußerlichkeit eher dem Kaliber "Prollo" zuzuordnen, passt irgendwie nicht zu ihr und in meinen Augen keine ernstzunehmende "Konkurrenz". Er ist nicht der springende Punkt !

    Das andere was mich nun sehr begeistert, ist ihr Umfeld. Durch das Studivz konnte ich mir daüber ein sehr gutes Bild machen, sie stellt viele Fotos dort online. Es sind junge, unternehmungslustige, und vor allem gebildete junge Studenten, die gemeinsam viel Spaß haben, verreisen und sich immer treffen.

    Solche Freunde habe ich mir immer gewünscht, doch bisher nie finden können. Auch in meinem Studiengang bin ich mit meinen sozialen Konakten nicht wirklich glücklich geworden. Studiere Informatik und habe da eher so die Kategorie "World of Warcraft-Spieler" neben mir sitzen, furchtbar ehrlich !!

    Ok wenn man das nun alles zusammen betrachtet, dann sollte die Sache ziemlich klar sein: Sie einfach einmal "anmachen", lieben lernen und viel Zeit in einem neuen Umfeld erbringen, welches einen mit mehr Freude erfüllt

    Doch ich weiß auch, dass ich mich hier auf möglichen dünnen Eis bewege. Ich würde zwangsläufig einige meiner wenigen Kontakte wohl vernachlässigen und mich mehr auf ihren Bekanntenkreis fixieren. Und ich denke hier liegt genau das Problem.

    Abhängigkeit ! Und davor habe ich gewaltige Angst. Ich blicke einfach mal ganz rational und etwas pessimistisch in die Zukunft. Was ist wenn wir uns trennen sollten? Dann würde auch zwangsläufig der Kontakt zu dem möglichen neuen Freundeskreis einschlafen und u.U. würde ich mir so ein Vakuum schaffen, was wohl äußerst schwer zu kompensieren wäre. Ich würde alleine dastehen...

    Außerdem wäre ich wohl von Beginn an viel zu nett in einer möglichen Beziehung, sie würde merken, dass ich abhängig bin und schon nimmt der Teufelskreis seinen Lauf. Ich denke, dass so viel von einer möglichen Anziehung verloren geht. Wäre es auf Dauer für das Mädchen nciht auch eine Belastung und nervig, wenn ich so wenige soziale Kontakte habe. Ich weiß nicht, ob Frauen so etwas auf Dauer versthen könnten.

    Leute diese Sache beschäftigt mich seit ettlichen Wochen und macht mich irgendwie fertig und kaputt. Ich weiß nicht so recht weiter.

    Ich freue mich auf euer Feedback zu meinem Anliegen.
    Schöne Grüße
    Mario

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    hallo Mario,

    dein Post erinnert mich an eine Werbung von ich-weiss-nicht-mehr was, wo der Typ ne Schöne am Tresen anbaggert, die auch erst nen erfreuten Eindruck macht,und dann geht bei dem der volle Film ab und er macht 3 Sätze später Schluß, bervor sie auch nur Piep sagen konnte

    Bervor Du jetzt schon Hochzeit und Scheidung planst, sprich sie doch einfach mal an und vll ist ja dann alles ganz anders, als Du denkst
    Eins nachm anderen.

    Und 1-2 Freunde finde ich prima. Wenn es RICHTIGE Freunde sind. So ein ganzer Haufen zum Party feiern ist eine sehr oberflächliche Sache. Unterhaltsam, nicht mehr, eher weniger.
    Und das Gerücht, dass Mädels sch... behandelt werden wollen, stimmt auch nicht grundsätzlich. Also sei Du selbst, also nett, das ist immer noch das überzeugendste Argument

    Hab grad in Deinem alten Thread gesehen, dass Du das Thema Abhängigkeit anscheinend grundätzlich mit Dir rumschleppst. Sieh es doch mal so: es gibt auch eine gesunde "Abhängigkeit", kann man auch Austausch nennen. d.h. für das, was Du bekommst, gibst Du ja auch was, und wenn es "nur" Deine reizende Gesellschaft ist... ;-)

    LG Gaby
    Geändert von Gast784 (06.11.2007 um 06:37 Uhr)

  3. #3
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    Also wie ich bereits erwähnte, habe ich nicht allzu viele gute Kontakte. Mir fällt zunehmend auf, dass wenn ich mit denen etwas unternehme, telefoniere, was auch immer mache, erlebe ich ein wahres Hochgefühl.

    Auch sämtliche Abhängigkeitsgefühle von der Frauenwelt sind wie "weggespült"

    "Ach wer brauch die denn schon, ich bin auch so glücklich genug" denke ich dann meistens.

    Herrscht aber mal etwas länger Funkstille mit den Leuten, so rutsche ich in ein richtiges Tief ab und habe das Gefühl, irgendwie nicht mehr akzeptiert zu sein und fange an, meine Person und meine bisherige Vergangenheit zu hinterfragen.

    "Oh *******, da hab ich wohl irgendwelche Fehler gemacht"

    Einer meiner Kontakte gab mir mal folgende Sätze mit auf den Weg: "Ach lieber Mario Freunde kommen und Freunde gehen, dass solltest Du akzeptieren" oder auch "Ach du ich bin mal gespannt wie lange dieser Kontakt so intensiv besteht".

    Sagt mal erwarte ich einfach zu viel von anderen Leuten? (Die Frauen lassen wir jetzt mal aus dem Spiel). Mache ich mein Glück und Wohlbefinden zu sehr von anderen Menschen abhängig? Kann denn nur ich mir alleine ein intensives und vor allem dauerhaftes Glücksgefühl zukommen lassen?? Sollte man auch Freundschaften als einen Bonus für ein bereits erfülltes Leben betrachten?

    Ich denke manchmal, das diese Probleme bei anderen Menschen gar nicht vorhanden sind und nur ich mit solchen Pille-Palle zu kämpfen habe.

  4. #4
    Gast784
    Gast

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    Zitat Zitat von Mario Beitrag anzeigen
    Also wie ich bereits erwähnte, habe ich nicht allzu viele gute Kontakte. Mir fällt zunehmend auf, dass wenn ich mit denen etwas unternehme, telefoniere, was auch immer mache, erlebe ich ein wahres Hochgefühl.

    Herrscht aber mal etwas länger Funkstille mit den Leuten, so rutsche ich in ein richtiges Tief ab und habe das Gefühl, irgendwie nicht mehr akzeptiert zu sein und fange an, meine Person und meine bisherige Vergangenheit zu hinterfragen.


    Sagt mal erwarte ich einfach zu viel von anderen Leuten? (Die Frauen lassen wir jetzt mal aus dem Spiel). Mache ich mein Glück und Wohlbefinden zu sehr von anderen Menschen abhängig? Kann denn nur ich mir alleine ein intensives und vor allem dauerhaftes Glücksgefühl zukommen lassen?? Sollte man auch Freundschaften als einen Bonus für ein bereits erfülltes Leben betrachten?

    Ich denke manchmal, das diese Probleme bei anderen Menschen gar nicht vorhanden sind und nur ich mit solchen Pille-Palle zu kämpfen habe.
    Also irgendwie hab ich schon den Eindruck, dass Du Deinen Wert allzu sehr nach der Anzahl Deiner Kontakte mißst. Dass Du so ein berauschendes Hochgefühl hast, wenn sie da sind, und Dich so hinterfrägst, wenn sie nicht da sind, das tut ja schon beim lesen weh! Ist das so, weil Du glaubst, bisher etwas versäumt zu haben, weil Du Dich auf andere Dinge konzentriert hast, als auf einen großen "Freundeskreis?"

    Freundschaften betrachte ich als Geschenk. Und mit Geschenken ist es so: man hat keinen Anspruch drauf, und die Schönsten und Stimmigsten kommen selten - und dann immer nur, wenn man sie am wenigsten erwartet. Es gibt diejenigen, die so richtig von Herzen kommen und gern gegeben werden und es gibt die Verlegenheits-Socken zu Weihnachten . Aber Verlegenheitssocken hast Du schon genug, und von denen läßt Du Dich in ein Hochgefühl versetzen, wenn die angesockt kommen. Dass das nicht wirklich gehaltvoll ist, merkst Du ja selber.

    Wenn Du mal mehr in dem Forum stöberst, siehst Du, dass unglaublich viele Menschen diese "Pille-palle"- Probleme haben. Die Welt ist voll von einsamen Menschen und von Menschen, die eigentlich tiefere Schichten in sich wahrnehmen, aber sich darin nicht erkannt fühlen und entsprechend frustriert sind, weil sie glauben, einem oberflächlichen Mainstream entsprechen zu müssen, um "Freunde" zu haben. Dazu kommt noch, dass Freundschaften schwer geworden sind, weil einerseits diese oberflächliche Freundschaftspanik vor lauter "laß-mich-auch-noch-mit" herrscht, und andererseits sich die Leute nicht mehr finden, weil so viele sich in ihrem Selbstmitleid daheim in ihrer Höhle vor dem PC geparkt haben. Der PC jedoch bleibt eckig und kalt,auch wenn da viele schöne Worte aufm Bildschirm stehen.
    Die Sehnsucht ist überall immens groß vorhanden. Nach Freunden und nach Partnern.

    Was tun?
    Keine Panik fahren
    Dir selbst treu bleiben,
    kreativ im Alltag sein, d.h. immer wieder mal was ungewöhnliches machen (Horizonterweiterung und Erweiterung des "Jagdreviers")
    und dreh im Kopf ruhig ab und zu mal den Spieß um und denke Dir: "wenn die sich nicht von mir mit mir beschenken lassen wollen, dann sind sie selber schuld. Schwäbisches Sprichwort: wer net will, hat schon gehabt.

    Manchmal entstehen Freundschaften so langsam und beiläufig, dass man lange gar nicht merkt, dass man da eine wunderbare Freundschaft hat. Es gibt da ein Sprichwort, so sinngemäß: der wahre Schatz liegt oft direkt vor den Füßen... Also: Augen offen halten

    LG Gaby
    Geändert von Gast784 (08.11.2007 um 17:38 Uhr)

  5. #5
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    Zitat Zitat von Gabiannarele Beitrag anzeigen
    Ist das so, weil Du glaubst, bisher etwas versäumt zu haben, weil Du Dich auf andere Dinge konzentriert hast, als auf einen großen "Freundeskreis?"
    Ja Du hast es erfasst, ich habe in meiner Vergangenheit viel negative Dinge ertragen müssen, bspw. Mobbing in meiner Berufsausbildung und auch Mobbing in meinem damaligen, ich nenne es jetzt einmal "Pseudofreundeskreis". Das hat mir sehr lange zu schaffen gemacht und mich letztendlich auf den Stuhl eines Psychotherapeuten gebracht. Ich bin leider von Natur aus nicht so die "harte" und "abgeklärte" Person, wie es vielleicht manch anderer in meinem damaligen Alter gewesen ist...

    Deswegen habe ich mir versucht andersweitig meine notwendige Anerkenung und vielleicht auch meine nötige "Selbstliebe" zu erkämpfen.

    Ich habe mch mehr auf mein Fachabi und mein Studium fixiert und verspüre endlich wieder den Erfolg, den ich so dringend gebraucht habe. Endlich bin ich wieder wer ! Diese Selbsterkenntnis konnte ich nie aus meiner Person ableiten, eigentlich traurig aber leider bittere Realität.

    Zitat Zitat von Gabiannarele Beitrag anzeigen
    Freundschaften betrachte ich als Geschenk. Und mit Geschenken ist es so: man hat keinen Anspruch drauf, und die Schönsten und Stimmigsten kommen selten - und dann immer nur, wenn man sie am wenigsten erwartet. Es gibt diejenigen, die so richtig von Herzen kommen und gern gegeben werden und es gibt die Verlegenheits-Socken zu Weihnachten . Aber Verlegenheitssocken hast Du schon genug, und von denen läßt Du Dich in ein Hochgefühl versetzen, wenn die angesockt kommen. Dass das nicht wirklich gehaltvoll ist, merkst Du ja selber.
    Es tut unheimlich gut solche Worte zu lesen, vielen Dank für Deine Zeilen !

  6. #6
    Gast784
    Gast

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    Lieber Mario,

    Du hast Dich doch selbst sehr gut aus der Patsche geholfen. Du hast Dich über Deine Leistung aufgebaut, darauf kannst Du stolz sein. Du kannst Dir daher selbst trauen, dir selbst sicher sein, dass Du viel Kraft und Stärke in Dir hast. d.h. Du hast schon Selbst-vertrauen und Selbst-Sicherheit.

    Natürlich willst Du Dich selbst nicht nur über Leistung definieren und Dir fehlt die Herzenswärme von anderen Menschen. Du solltest es Dir aber wert sein, auf Qualität zu achten, anstatt auf Quantität. Dumme wirst Du genug finden. Aber Du hast Dich schon als weit stärker gezeigt, als diese Leute, indem Du Dich durchgebissen hast. Gemobbt werden übrigens weniger die Mitläufer, sondern die mit Gerechtigkeitssinn und Authentizität. Jetzt willst Du doch nicht auf das geistig arme Niveau zurückwollen, nur weil sich da mehr tummeln bzw. die sich nur rudelweise bewegen und daher sichtbarer sind? Bist Du darauf neidisch?

    Bist Du schon mal neben einem langjährigen "Freundeskreis" am Nachbartisch gesessen und hast deren Gespräche gelauscht und beobachtet, wie die sich geben? Weißt Du Mario, ich bin hin und wieder auch neidisch auf solche Gesellschaften, weil meine Biografie es auch nicht mit sich brachte, jahrzehntelange Freunde aus Schulzeit usw. zu haben. Aber immer wenn ich solche Cliquen neben mir habe, bin ich froh und dankbar, dass mir das erspart geblieben ist. Diese Oberflächlichkeiten, das banale Leben, wo es um Putzmittel und Einrichtungsgegenstände geht usw. Ich schnacke zwar auch gern mal über so Profanes wie Klamotten, einfach nur, um nicht immer tiefsinnig sein zu müssen. Aber für solche Leute, die ach-so-viele Freunde haben, IST das schon der Tiefsinn! Willst Du da hin?

    Mario, Du empfindest Dich vll als Außenseiter. Aber Du kannst diese vermeintliche Schwäche auch als Stärke sehen. Das, was Du Dir aneignest, BIST Du!. Du bist durch diese Stärke unabhängig genug, um selbständig denken zu können, zu Deinen Gefühlen stehen zu können, und damit wirst Du ein paar wenige Leute anziehen, die ebenso sind. Sie können Dir überall begegnen: bei der Arbeit, in der Straßenbahn, beim Sport usw. Wenn Du stolz auf Dich bist, weil Du Dich auf Dich selbst verlassen kannst, dann wirst Du den Blick weg von diesen Rudeltieren wenden und Deine vereinzelten "Artgenossen" finden.

    Es ist möglich, dass Du dann auch nicht mehr so auf Mädels guckst, die mit irgendwelchen Prolls abhängen. Die Auswahl ist in Deinem Alter vll nicht so berauschend an ebenbürtigen Mädels. Aber die wird zunehmen, denn ein paar von denen schnallen das mit den Jahren schon noch, worauf es wirklich ankommt. Und da Du ja jetzt weißt, dass Du innere Stärke hast und Dich auf Dich verlassen kannst, kannst Du auch riskieren, ein Mädel anzusprechen, ohne Antworten auf die Fragen zu haben, wie Abhängigkeit, gemeinsame Freunde, gemeinsame Zukunft usw. Sprich sie an, einfach nur, weil sDu sie gut findest. Und entweder sie findet Dich auch gut, so wie Du bist, oder es war nix. Aber dann könntest Du es auch nicht ändern, wenn Du eine Show abziehen würdest.

    Viel Glück
    LG Gaby
    Geändert von Gast784 (12.11.2007 um 19:24 Uhr)

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