Hallo,
ich habe mich gerade hier angemeldet u möchte versuchen hier meine Gedanken zu sortieren, im realen Leben fällt mir das schwer da ich ständig in Tränen ausbreche. Reden und Heulen gleichzeitig funktioniert nur leider nicht.
Ich studiere ein naturwissenschaftliches Fach an einer Universität und bin durch einen Teil meiner Diplomprüfungen gefallen. Seit dem finde ich keine Ruhe mehr und kaum ein Tag vergeht ohne ein paar heimliche Tränen. So viel wie im letzten Jahr habe ich noch nie geweint. Ich musste die Prüfungen in einem bestimmten Zeitraum wiederholen, diese Frist ist nun abgelaufen. Ich habe mich einfach nicht getraut neue Prüfungstermine festzulegen. Ich habe versucht zu lernen, mit Karteikarten, Mind Mapping usw., aber ich konnte mich einfach nicht konzentrieren. Mir wird schon schlecht wenn ich mich nur vor meine Bücher setze. Es ist nicht einfach nur "kein Bock zu Lernen". Jedenfalls flattert nun wohl bald die Exmatrikulation ins Haus. So kurz vor dem Diplom ist mein Studium gescheitert. Den Kontakt zu meinen Kommilitonen habe ich abgebrochen, es tut einfach zu sehr weh.
Nächste Woche habe ich einen Termin beim Arbeitsamt. Trotz super Abi stehe ich mit mitte 20 ohne Ausbildung da. Ich weiß nicht was ich nun tun soll. Eine normale Ausbildung zur Laborantin? Kann ich damit glücklich werden? Ich habe Angst einen Studienabbruch für immer zu bereuen. Ich habe meinen Traumberuf verloren und daneben sieht alles fad aus.
Ein wichtiger Teil meiner Verzweiflung ist auch die Reaktion meines Umfeldes. Bisher habe ich nur mit meinem Freund darüber geredet. Er wünscht sich unser altes Leben zurück und unterstützt mich darin etwas neues zu beginnen. Er kann es einfach nicht mehr ertragen, dass ich immer nur unglücklich bin. Meine Eltern wissen von den verpatzten Prüfungen, sie gehen jedoch davon aus, dass ich die Prüfungen wiederhole. Wenn ich daran denke es ihnen zu sagen bricht mir das Herz. Sie werden so enttäuscht sein.


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