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Thema: Studienrichtung: Psychologie o.ä.

  1. #1
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    Standard Studienrichtung: Psychologie o.ä.

    Hallo zusammen, kurz zu meiner momentanen "Ausgangssituation":

    mein Mann und ich haben uns vor 8 Jahren beruflich selbständig gemacht und bis vor etwa einem Jahr malocht bis zur Erschöpfung. Mittlerweile läuft der Betrieb gut, seit der Zeit habe ich mich ziemlich ausklinken können, habe die letzten Monate zu so einer Art innerem "Kehraus" genutzt mit viel Nachdenken, Klärungen und "Standortbestimmung". Jetzt melden sich Tatendrang und neue Pläne (kriegt ihr hier grad ein bißchen ab - hab ein bißchen mehr Zeit als mir bekommt - keine Sorge, das legt sich bald wieder).

    Vor ein paar Wochen nun entschlossen: ab nächstem Jahr mache ich das Abi nach (wenn's mit dem Wunschkolleg klappt, ab Januar - ist noch nicht ganz klar, ob ich als Brandenburger Bürgerin auf ein Berliner Kolleg kann), dann mein spontanes Wunschstudium: Psychologie.

    So, das war die Vorab-Arie.

    Herausgefunden habe ich inzwischen, daß es heute in den Kollegs schon Psychologie, Kunst, mehrere Sprachen als Regelfächer gibt (hat mich überrascht und erfreut), hab mich hierüber mit einer Bekannten, die sich gut auskennt, schon unterhalten. Mein späteres Ziel ist nicht, je als Psychologin therapeutisch zu arbeiten, da wäre ich ganz ungeeignet für. Bis ich mit einem Studium durch bin, werde ich schon Mitte bis Ende 50 sein - ich möchte dann gerne publizistisch aktiv werden (hab schon ein paar Jahre journalistisch/redaktionell herumdilettiert). Mich interessieren psychologische Themen, mich interessieren Kommunikationsstrukturen, mich interessieren Zusammenhänge bzgl. Gruppendynamik bzw. überhaupt alle Bereiche, die mit dem menschlichen Zusammenleben (auch gesellschaftlich) zu tun haben.

    Im Gespräch mit der Bekannten kam mir der Gedanke, daß mein Wunsch nach Psychologie vielleicht etwas naiv oder ahnungslos ist. Deswegen jetzt meine Frage: was genau wird in dieser Studienrichtung gelehrt? Wäre eine andere Studienrichtung (Soziologie oder so) für meine Interessen geeigneter? Mir wurde auch gesagt, daß Psychologie im Nebenfach, Kommunikationswissenschaften im Hauptfach geschickter wäre - na, all sowas eben.

    Ich habe weder Zeitdruck noch später die Notwendigkeit, im gewählten Fach anschließend unbedingt "Karriere" machen zu müssen, obwohl es natürlich schon schön wäre, später auch damit arbeiten und verdienen zu können. Ich möchte mich nur allmählich bissl kundig machen, welche Möglichkeiten ich habe (und mir bis Mitte August schonmal das eine oder andere an Anregungen einsammeln, um meine Vorfreude zu steigern).

    Also falls ihr Tipps, Infos, Literaturhinweise, Hintergrundwissen usw. habt (und wenn's nur ein Schubs wäre, wo ich mehr zu einzelnen Studienrichtungen erfahren kann) - ich würde mich freuen!

  2. #2
    Gast9307
    Gast

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    Hallo Suppenhuhn,

    na das find ich ja Klasse. Spätstarter sind überhaupt die Besten. Ich habe übrigens mit 47 Jahren noch mein Fachabi nachgemacht. Hat zwar beruflich nichts gebracht aber ich war schon mächtig stolz(vielleicht nicht der richtige Ausdruck)
    Ich wünsch Dir für Dein Vorhaben alles erdenklich Gute, und...das Du das schafft, steht für mich außer Frage.

    LG

    C.

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast9307 für den sinnvollen Beitrag:

    Suppenhuhn (15.07.2011)

  4. #3
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    (...) mich interessieren Kommunikationsstrukturen, mich interessieren Zusammenhänge bzgl. Gruppendynamik bzw. überhaupt alle Bereiche, die mit dem menschlichen Zusammenleben (auch gesellschaftlich) zu tun haben. (...)

    Bei uns in der Uni gab es auch einige "Spätstarter" und in vielen Seminaren war das auch echt bereichernd, wenn es nicht nur auf Theorie, sondern auch auf Lebenserfahrung ankam...
    Die Themen, die du da aufzählst... passt das nicht vor allem zu einem Pädagogikstudium?
    In Psychologie gibt`s auch viel Methodenlehre, Statistik usw, Biologie, Chemie und nur wenig Soziologie (Es geht weniger um das gesellschaftliche Zusammenleben).
    Vielleicht wäre für dich ja eine Kombination aus Soziologie und Pädagogik etwas?

    Es gibt übrigens auch gute Studienberatungen...

    Alles Gute auf deinem Weg...

    LG
    SW

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei SirWiwor für den sinnvollen Beitrag:

    Suppenhuhn (15.07.2011)

  6. #4
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    Danke SirWiwor für den Hinweis.

    Ja, Studienberatungen gibt es sicher, ich hoffe, wenn ich auf dem Kolleg bin, dort auch Anlaufstellen genannt zu kriegen. Momentan stehe ich wie'n Gaul in der Startbox - alles ist zu (ferienbedingt) und ich hoffe, meine freie Zeit momentan schon für Hinweise nutzen zu können, die ich mir dann ergooglen kann. Hab ich z.T. auch schon gemacht - nur merke ich, daß ich mit "nur Trockeninfo" nicht so viel anfangen kann, Praxis ist ja nochmal was anderes.

    Beispielsweise wußte ich nicht, daß bei einem Linguistikstudium auch ein guter Teil Statistik mit dabei ist - sowas erfährt man dann von Bekannten, die das Fach studiert haben. Bloß: in meinem Umfeld sind überwiegend Informatiker und Leute aus dem kaufmännischen Bereich, Geisteswissenschaftler kenne ich hier in der Gegend keine.

  7. #5
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    Zitat Zitat von Suppenhuhn Beitrag anzeigen

    Herausgefunden habe ich inzwischen, daß es heute in den Kollegs schon Psychologie, Kunst, mehrere Sprachen als Regelfächer gibt (hat mich überrascht und erfreut), hab mich hierüber mit einer Bekannten, die sich gut auskennt, schon unterhalten. Mein späteres Ziel ist nicht, je als Psychologin therapeutisch zu arbeiten, da wäre ich ganz ungeeignet für. Bis ich mit einem Studium durch bin, werde ich schon Mitte bis Ende 50 sein - ich möchte dann gerne publizistisch aktiv werden (hab schon ein paar Jahre journalistisch/redaktionell herumdilettiert). Mich interessieren psychologische Themen, mich interessieren Kommunikationsstrukturen, mich interessieren Zusammenhänge bzgl. Gruppendynamik bzw. überhaupt alle Bereiche, die mit dem menschlichen Zusammenleben (auch gesellschaftlich) zu tun haben.

    Also falls ihr Tipps, Infos, Literaturhinweise, Hintergrundwissen usw. habt (und wenn's nur ein Schubs wäre, wo ich mehr zu einzelnen Studienrichtungen erfahren kann) - ich würde mich freuen!
    Hallo Suppenhuhn,
    deine Idee finde ich toll. Stell dir aber die Frage,was deine Erwartungen an ein Studium sind.
    Ob die Uni dir eine umfassendere Menschenkenntnis vermittelt,bleibt dahingestellt. Bei den Psychologen,die ich bisher kennengelernt habe,war ich immer etwas verwundert. Mir hat dann mal jemand gesagt,das an der Uni Wissenschaft gelehrt wird. Nun ja,was das auch immer heissen mag.
    Es könnte dir passieren,das du nach kurzer Zeit entäuscht bist.

    Wenn du das aber aus anderen Gründen machen willst, kannst du auch andere Richtungen ins Auge fassen.
    Meine 5cent.

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei amonda für den sinnvollen Beitrag:

    Suppenhuhn (15.07.2011)

  9. #6
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    Hallo amonda, danke für deinen Hinweis

    Was die Erwartungshaltung angeht: da hast du unbedingt Recht, sehe ich auch so. Allerdings bin ich mir schon bewußt, daß in so einem Studium weniger das einfühlsame Verständnis für andere Menschen im Vordergrund stünde, mehr die Wissenschaft. Genau das reizt und interessiert mich sehr.

    Stimmt übrigens, was du anmerkst: es gibt schon viele Psychologen, die nicht gerade durch Menschenkenntis glänzen, ne?

  10. #7
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    Hallo Suppenhuhn,

    also ich finde Dein Vorhaben auch super und bin mir sicher, dass Du das auch schaffen wirst.

    Als kleinen Tip wg. Studienberatung: Es gibt auch viele Fernuni's. Die machen keine "Ferien" und daher sind die Studienberater dort ständig erreichbar. Schau Dich doch parallel mal auf diesem Markt um und nimm Kontakt auf.

    Vielleicht nutzt Du aber auch die Zeit und suchst jetzt das Gespräch mit Studienberatern aus anderen Bundesländern. Bayern und Baden-Württemberg haben noch keine Ferien, da wirst Du auch noch Ansprechpartner telefonisch erreichen können...

    Vielleicht solltest Du Dir auch einen Termin bei der Agentur für Arbeit geben lassen. Ich weiß, so richtiges 100% Vertrauen habe ich in deren Beratungskompetenz nicht - aber so rein grundsätzlich kann so ein Gespräch sicher auch nicht schaden.

    Wenn Dir der Kontakt zu den Geisteswissenschaftlern fehlt, was hälst Du davon, Dich auf der Business-Internetplattform Xing zu registrieren? Dort gibt es zahlreiche Gruppen und Foren, die sich u.a. auch mit Karriereplanung beschäftigen. Dir geht es zwar nicht um die Karriere, aber um die Wahl des richtigen Studiengangs und auf Xing findest Du mit Sicherheit Menschen, die bereits Erfahrungen mit den jeweiligen Studiengängen gemacht haben...

    Wichtig ist ja, dass Du Dir jetzt im Vorfeld möglichst viele Meinungen holst und dann für Dich die beste Entscheidung triffst.

    Viel Glück.

    LG,
    Q.V.

  11. #8
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    Zitat Zitat von Suppenhuhn Beitrag anzeigen
    Stimmt übrigens, was du anmerkst: es gibt schon viele Psychologen, die nicht gerade durch Menschenkenntis glänzen, ne?
    Ist vielleicht auch nicht immer unbedingt notwendig. Die Wissenschaftlichen Methoden berücksichtigen das ja ansich.
    Wenn ich dann aber lese,das eine Psychologiestudentin in einem Versuch nicht mal den Versuchsleitereffekt berücksichtigt, wundere ich mich doch. Der Studentin kann ich das ja noch nachsehen,aber ihr Professor sollte entlassen werden.
    Meiner Ansicht nach müssten die Zugangvoraussetzungen andere sein. In so einem Fach sollte es eine Eignungsprüfung geben,anstatt nach Zeugnisnoten zu gehen. Das ist doch die Inkarnation des Schwachsinns,das die Psychologischen Fakultäten darauf verzichten.
    Nun noch ein Beispiel aus dem wirklichen Leben:
    In meiner Verwandschaft gabs eine Psychologiestudentin die in ihren Tobsuchtsanfällen das Mobiliar von anderen Leuten zertrümmerte.
    Ihr Diplom hat sie aber trotzdem bekommen.
    Gruss amonda

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