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Thema: sucht nach LIEBE

  1. #9
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    Hallo Gaby,

    hast das sehr treffend und prima beschrieben. Danke. Unterstreiche jeden Satz von Dir.
    Ja, süchtig nach Liebe......oder mit anderen Worten, von wem auch immer ich das bekomme, was ich will.....ich werde es mir nehmen ohne Rücksicht auf andere, da es mir nur um die Befriedigung meiner Sucht, meines Egos geht.
    Uns Süchtige gehen bekanntlich über Leichen, wie es so schön heißt.

    Dann haben sie für sich immer die feine Ausrede: ich bin halt süchtig.......
    Tja, so einfach machen es sich viele. Heißt ja auch nichts anderes, ich bin gerne süchtig nach was auch immer. Wäre es anders, würden die betreffenden Personen ja was ändern.

    LG
    Thessa

    PS: Und ein "ich kann mich nicht festlegen" heißt für mich auch immer ein "ich will mich nicht festlegen". Ich bin der Meinung, dass wenn man etwas wirklich will, dann kann man das auch bzw. wird alles dafür tun, um es zu können. Wen dem nicht so ist, ist es doch sowas wie ein "nicht wollen", oder nicht?
    Geändert von Thessa (15.09.2011 um 18:46 Uhr)

  2. #10
    Gast784
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    Ich bin der Meinung, dass wenn man etwas wirklich will, dann kann man das auch bzw. wird alles dafür tun, um es zu können
    Das gleiche gilt aber auch für die, die es mitmachen, und damit Denjenigen auf diese Weise bestätigen, Thessa

    Nicht alles geht mit Willen. Viele Menschen sind schon zu tief drin in ihren Störungen und haben diese Handlungsfreiheit nicht mehr. Nur dann kann man sich professionell dabei helfen lassen, um wieder mehr Handlungsfreiheit zu bekommen und dabei, sein Leben so einzurichten, damit "der Schaden begrenzt bleibt".

    Aber das sehe ich hier nicht. Solche Sprüche sind doch absolut üblich und auch, auf solche Sprüche reinzufallen. Muss jede(r) selber entscheiden, wie weit er/sie sich das schönreden will
    Geändert von Gast784 (15.09.2011 um 18:55 Uhr)

  3. #11
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    Hallo Gaby,

    auch hier muß ich Dir uneingeschrenkt zustimmen. Ich sehe das genau so.

    Nur auf Worte zu hören ist sehr gefährlich. Wenn die Handlungen nicht stimmen, nutzen doch all die schönen Worte nichts. Tja und wer sich Worte schönredet, wird über kurz oder lang eh mit der Realität konfrontiert und damit nicht klarkommen. Heißt früher od. später wird er gezwungen sein, sich mit der Sache auseinanderzusetzen. Glaube kaum, dass es so viele Menschen gibt, die sowas ewig aushalten und mitmachen. Früher od. später hält das kein Mensch aus.

    LG
    Thessa

  4. #12
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    Hallo zusammen,

    Schönreden ist wohl nicht richtig ausgedrückt. Ich habe mit dem Psychologen darüber gesprochen, und der meinte, daß er mit wenig Taten seine "Mühe und seinen Willen" vermittelt hat, was mich bei der Stange hielt. Er war ja stets bemüht, sagte er immer. Und das wäre wirklich unglaubwürdig gewesen, wenn nun gar nichts von ihm gekommen wäre. Er meint, daß er es sehr geschickt gemacht hat, indem er immer wieder mit kleinen Schritten sein "ich taue auf" bestätigen konnte, was mich zum weitermachen animierte. Seine Ausfälle trafen mich zwar sehr, aber dann kam wieder einer dieser Schritte, und ich verzieh ihm.

    Co Abhängigkeit, da ist er sich nicht sicher. Denn ich habe ihm seine Probleme nicht abgenommen und ihn auch nirgendwo verteidigt. Er war meine Bezugsperson, weil ich sonst keinen hatte. Meine Freunde und Bekannten habe ich abgeschossen, weil sie nicht gut für mich waren. Er wollte mich für sich allein, und die Möglichkeit, daß jemand sagt "er ist nicht gut für dich" aus dem Weg schaffen. So hatte er die Sicherheit für sich, daß ihm keiner gefährlich werden kann.

    Der Psychologe erklärte weiter, daß die Sucht nach Liebe nichts mit Liebe zu tun hat, weil er wohl gar nicht weiss was das ist. Er sucht sie, und zwar überall. Von wem er sie bekommt, wie diese Person aussieht, ist auch egal. Erfährt er sowas wie Liebe, langweilt es ihn schnell, weil das Ziel erreicht ist, und er begiebt sich wieder auf die Suche ..... Denn da geht bestimmt noch mehr, das kann ja nicht alles gewesen sein.

    Er ist aber der Meinung, dass er das alles nicht bewusst tat, sondern von seinen Ängsten und Störungen so gesteuert ist; daß er es nicht anders kann. Ihm ist bewusst, daß er ein Problem hat, er versucht es allein in den Griff zu kriegen, scheitert aber immer wieder daran und fällt dann zurück und der ganze Mist verfestigt sich noch mehr.

    Helfen tut mir das zwar nicht wirklich, aber interessant ist es auf jeden Fall.

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