Hallo,
ich hab eine lange Therapie (eigentliche ja mehrere) hinter mir. ERst wegen Ess-Störungen, dann wegen Angst+Depression. Die Therapien haben mir sehr gut geholfen, was allerdings immer blieb: ich rauche! Hab schon ein paar mal probiert aufzuhören (bin grad wieder dabei) und merke momentan (mehr als bei den anderen Versuchen) es fällt mir schwer, weil ich grad die letzten Jahre überwiegend geraucht hab um nicht stattdessen zu essen. Mein Essverhalten ist schlecht (auch wenn ich keine ES mehr habe), d.h. ich esse oft den ganzen Tag lang nichts, obwohl ich hunger hab, weil ich lieber einmal am Tag in Ruhe esse und dann auch lieber eine schöne Portion. Ich tu mir verdammt schwer mit so Fitzelchenportionen 5-6x am Tag. Da hab ich ständig das Gefühl zu hungern. So bin ich wenigsten 1x am Tag schön wohlig satt (nicht überessen).
Mir ist schon klar, ein Arzt/Therapeut würde eine massive Essstörung bei mir nach wie vor diagnostizieren. Ich widersprech da auch nicht wirklich, denk mir nur, so schlimm wie es bei mir war, da ist die jetzige Situation echt super. Ich kotz nicht, ich ess mit Freunden, ich ess was mir schmeckt (wenn ich esse), ich bin nicht leidig/unleidig nur weil ich grad nicht das bekomme was ich will, ich kann spontan mit anderen Essen gehen,...usw.
In meinen Therapien wurde immer wieder darüber geredet, dass es Suchtpersönlichkeiten gibt. Ich definier das für mich: dass es Menschen gibt, die mehr suchen als andere UND mehr finden wollen, als andere. Und deshalb ist das Leben und alles was damit verbunden ist schwerer zu ertragen.
Dabei muss ich sagen, mir gehts gut wie noch nie vorher. Deshalb will ich ja auch mit Rauchen aufhören, denk ich brauch´s nicht mehr....hm.....hoffe ich....aber wie gesagt, da kommen eben so Gedanken und Gefühle
Weiß nicht, ob mir da jemand was zu sagen kann, oder ähnliche Erfahrungen macht???
Jetzt ist es erstmal raus....
gruss
zwieferl


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