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Thema: Suchtpersönlichkeit?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Suchtpersönlichkeit?

    Hallo,

    also denn hier mal eine weitere Kurzvorstellung von mir...

    Also, ich würde mich selbst als eine Art "Suchtpersönlichkeit" beschreiben. Ich weiß nicht, ob ich jetzt im einzelnen da ran komme, wie es dazu kam, oder ob es schon immer so war, und interlektuell kann ich das meiste wohl nachvollziehen.

    Also - irgendwie fing es "harmlos" an, in dem ich alles, was mit unangenehme Gefühle bereitete verschob und verdrängte - auf morgen, auf übermorgen, auf nachher - nur noch einen Kaffee, dieses Posting lesen oder schreiben, oder sich mit irgend welchen Rechtsextremisten in Foren virtuell herumzuschlagen, denen man unbedingt noch verbal einen auf die Glocke geben muß, wegen ihrer menschenverachtenden Einstellungen.

    In Wirklichkeit dienen all diese Aktivitäten nur, mich nicht den Problemen zu stellen, die da vielleicht im Briefkasten oder sonst wo auf mich lauern. Hauptsache erst noch mal einen Kaffee....oder Tee oder was auch immer.

    Ich beobachtet dann sogar ganz neue, völlig "abstruse" Eigenschaften an mir, dass ich Dinge lernte, für die ich eigentlich gar keine Zeit hatte, weil ich eigentlich wichtigeres zu tun hätte. Ich weiche aus. Ich weiche allem aus, was mich psychisch auf die Palme bringt, und fülle meinen Tag mit den abstrusesten Tätigkeiten, die eigentlich schon Suchtcharkter haben. Dabei verwende ich nicht mal irgendwelche stofflichen Drogen, wohl auch in dem Bewußtsein, dass dann auch noch meine restliche Steuerungsmöglichkeit verloren geht, sofern ich davon überhaupt noch reden kann. Ich fürchte, ich habe jede Kontrolle verloren.

    Danke fürs Zuhören und für eure Gedanken.

    Robert.

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    Hallo Robert,

    was hat jetzt das mit Sucht zu tun?

    Verdrängung und Vermeidung sind erstmal ein stinknormaler weitverbreiteter menschlicher Mechanismus. Es kommt halt immer auf den Grad drauf an. Viele Menschen ticken so wie Du. Bevor unangenehme Aufgaben erledigt werden, ist alles andere plötzlich wichtiger. Ich gehöre zum Glück zu denen, die das unangenehme als erstes wegarbeiten müssen, damit der Tag gerettet ist. Das ganze ist aber eine Frage der Selbstorganisation und Disziplin.

    "Krankhaft" wird das ganze, wenn man so sehr verdrängt, dass man sich in seiner Lebensführung blockiert. Das kann passieren, wenn man z.B. bis zum Hals im Dreck steckt und der Briefkasteninhalt einen so dermaßen überfordert, dass man praktisch alles ignoriert. Dann braucht man natürlich Hilfe zur Aufarbeitung und Änderung der Situation, sonst läuft man - je nach Problem - schnurstracks in die Pleite oder Obdachlosigkeit usw.

    Aber so dramatisch hört sich das bei Dir jetzt nicht an. Es gibt ganz gute Bücher, wie man sich strukturieren kann. Vll nimmste Dir so was mal zur Brust. Vll ist es bei Dir ja so, dass Du jemanden im Hintergrund hast, der/die dir alle wichtigen Dinge abnimmt und so das abhängen erst möglich macht. Dann wird sich das schon ändern, wenn Du mal auf Dich allein gestellt bist

    lg Gaby
    Geändert von Gast784 (27.08.2008 um 08:53 Uhr)

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Robert123 (05.08.2010)

  4. #3
    Neuling
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    Zumindest weißt du ja schon, wo dein Problem liegt
    siehs doch mal so.... vielleicht wird vieles nur unangenehm, weil du es vor dir her schiebst.....je schneller man unangenehme Dinge erledigt, desto weniger besteht die Gefahr, dass sie schlimmer werden*g*

  5. #4
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    Zitat Zitat von Robert123 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    also denn hier mal eine weitere Kurzvorstellung von mir...

    Also, ich würde mich selbst als eine Art "Suchtpersönlichkeit" beschreiben. Ich weiß nicht, ob ich jetzt im einzelnen da ran komme, wie es dazu kam, oder ob es schon immer so war, und interlektuell kann ich das meiste wohl nachvollziehen.

    Also - irgendwie fing es "harmlos" an, in dem ich alles, was mit unangenehme Gefühle bereitete verschob und verdrängte - auf morgen, auf übermorgen, auf nachher - nur noch einen Kaffee, dieses Posting lesen oder schreiben, oder sich mit irgend welchen Rechtsextremisten in Foren virtuell herumzuschlagen, denen man unbedingt noch verbal einen auf die Glocke geben muß, wegen ihrer menschenverachtenden Einstellungen.

    In Wirklichkeit dienen all diese Aktivitäten nur, mich nicht den Problemen zu stellen, die da vielleicht im Briefkasten oder sonst wo auf mich lauern. Hauptsache erst noch mal einen Kaffee....oder Tee oder was auch immer.

    Ich beobachtet dann sogar ganz neue, völlig "abstruse" Eigenschaften an mir, dass ich Dinge lernte, für die ich eigentlich gar keine Zeit hatte, weil ich eigentlich wichtigeres zu tun hätte. Ich weiche aus. Ich weiche allem aus, was mich psychisch auf die Palme bringt, und fülle meinen Tag mit den abstrusesten Tätigkeiten, die eigentlich schon Suchtcharkter haben. Dabei verwende ich nicht mal irgendwelche stofflichen Drogen, wohl auch in dem Bewußtsein, dass dann auch noch meine restliche Steuerungsmöglichkeit verloren geht, sofern ich davon überhaupt noch reden kann. Ich fürchte, ich habe jede Kontrolle verloren.

    Danke fürs Zuhören und für eure Gedanken.

    Robert.
    Hallo Robert,

    ich kenn das auch - ich helfe mir, indem ich mit mir selber ganz geduldig bin und mindestens so viel Nachsicht aufbringe wie mit den anderen Menschen -
    dann schreib ich mir die 3 wirklich wichtigen Dinge auf, die ich angehen möchte -
    damit ich es jeden Tag sehe, wenn ich aus dem Haus gehe oder am Schreibtisch sitze -
    und wirklich, dann und wann mache ich wirklich das WICHTIGE, das für mich WICHTIGE.
    Ich bin sicher, bei Dir klappt das auch einmal.

    vertauensvoll

    Mirandola

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