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Thema: süchtig nach Oralsex / Entzugserscheinungen

  1. #1
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    Unglücklich süchtig nach Oralsex / Entzugserscheinungen

    Hallo,

    Ich bin 31 (m) und fühle mich "süchtig" nach Sex, insbesondere Blowjobs. Ich verliere gerade irgendwie den realistischen Bezug zu meiner Sexualität, daher habe ich mich dazu entschieden, mich an euch hier zu wenden. Ich fühle mich etwas alleine mit diesem "Problem", da ich auch nicht wirklich viel im Internet dazu gefunden habe.

    Meine letzte Ex-Freundin und ich haben ein sexuell sehr offenes Verhältnis geführt. Damit meine ich, dass wir keine Phantasien voreinander verheimlichen mussten. Das fühlte sich für mich sehr frei an. Sie war "verrückt" nach mir und ich auch nach ihr, oder um es plump auszudrücken: mein fleisch-gewordener Porno. Mein größte Vorliebe sind Blowjobs, und das schon seit meiner ersten Freundin. Mit zunehmender Zahl an Beziehungen wurde das aber zum Problem, da ich da ständig dran denken musste, es aber nicht auf Gegenseitigkeit beruhte. Bei meiner letzten, gerade erwähnten, Beziehung fühlte ich mich in der Hinsicht erlöst. Sie hatte teilweise öfters Lust darauf, als ich. Ich musste quasi manchmal meine Hose festhalten, um es mal mit etwas Humor zu sehen. Mit zunehmenden Streits ließ dieses Verlangen jedoch nach und kippte wieder auf meine Seite. Gegen Ende war es zwar nicht der Grund der Trennung, aber mein Verlangen nach Blowjobs war sicherlich ein Thema.

    Gleich dazu: Ich weiß nicht woher diese Vorliebe kommt. Ich bin absolut kein Macho, gebe lieber, als zu nehmen, brauche im normalen Leben und in meinen Beziehungen ein Miteinander auf Augenhöhe, und keine Machtspielchen.

    Nun zum eigentlich Problem: Nach der Trennung wurde mir erst bewusst, wie sehr mich dieser Trieb im Leben bestimmt hat. Und es auch immer noch tut. Dadurch, dass meine letzte Ex-Freundin die Messlatte sehr hochgelegt hat, fehlt mir plötzlich dieser Kick. Ich habe das Gefühl, als hätte ich mich mit der Zeit an diese "Dosis" gewöhnt, und jetzt habe ich Entzugserscheinungen. Und jetzt wird es problematisch: Jeder kleinste Gedanke, jede Millisekunde von der Vorstellung, wie meine Ex-Freundin mich verwöhnt, löst in mir ein Hormongewitter aus, welches mich komplett aus dem Takt bringt. Es fühlt sich an, als würde mir jemand in die Magenkuhle schlagen, während ich mir gleichzeitig irgendeine Art "Energie" in meine Blutbahn spritze und dabei 20 Espresso auf einmal trinke. Mein ganzer Körper und besonders mein Magen fängt an zu Kribbeln, und ich fühle mich wie "erregt", aber mal 100. Es bringt mich so dermaßen aus dem Konzept, dass ich mein normales Leben an manchen Tagen kaum in den Griff bekomme, weil ich so unkonzentriert bin. Ich höre meinen Mitmenschen nicht mehr zu und bin wie ausgeschaltet. Es fühlt an wie eine sehr extreme Sehnsucht, also in keinster Weise positiv. Auch wenn ich es nicht wörtlich meine: Ich würde in manchen Momenten dafür "töten", nochmal mit meiner Ex intim werden zu können. Als wären Sex/BJs die Droge, und sie die Dealerin. Ich bin nie in Kontakt zu harten Drogen gekommen, aber so stelle ich mir Entzugserscheinungen vor.

    Wenn ich das so lese, klingt es für mich nicht wirklich nach einem großen Problem. Aber ich hätte mich nicht hier angemeldet, wenn ich es nicht ernst meinen würde. Ich habe auch überlegt, das Thema bei meinem Therapeuten anzusprechen, aber da gibt es noch genug andere Themen und die Zeit ist mit 50min pro Sitzung immer sehr kurz.

    Was ich bisher probiert habe:
    - Viel Sport und Spazierengehen, Freunde treffen, Hobbies, irgendwie Ablenken. Hilft auch oft, aber ich rutsche zu schnell wieder in die Phantasien.
    - Ich habe Pornos aus meinem Leben verbannt, damit ich nicht noch mehr angeregt werde. Ist das sinnvoll? Ich gehöre natürlich zu der Generation, die mit dem Internet und all seinen Möglichkeiten groß geworden ist. Vielleicht kommt daher auch meine Vorliebe - durch das Beobachten in einem Porno? Und natürlich das schräge Frauenbild, welches einem vermittelt wird. Ich bin auch im Internet auf das Thema "NoFap" gestoßen und habe mich in manchen Dingen darin wiedererkannt, allerdings sehe ich Masturbation auch als natürlich an. Nach Tag 7 bin ich aber regelrecht verrückt geworden, sodass ich mich irgendwann erlösen musste.

    Das trifft es sowieso gut: Ich habe das Gefühl, ich verliere langsam den Verstand. Als würde mich der Konflikt zwischen meinem triebgesteuerten Unterbewusstsein und meiner Vernunft förmlich zerreißen. Gleichzeitig habe ich die Angst, dass ich bei meiner nächsten Beziehung ein noch größeres Problem damit haben werde, da wie gesagt meine "Messlatte" durch meine Ex-Freundin sehr hoch ist. Auch bedingt durch die allgemeine Experimentierfreudigkeit und Gedankenfreiheit in unserer Beziehung. Ich kann gefühlt nicht mehr ohne. Wenn ich mir vorstelle, eine Frau kennenzulernen, die weniger Lust auf Sex hat oder sie sagen würde, dass sie nicht auf Oralsex steht, macht mich das jetzt schon fertig. Dabei möchte ich garnicht, dass das so eine Rolle spielt, da ich ohnehin viel mehr Wert auf eine sehr innige und mentale Beziehung auf einer Wellenlänge lege. Aber der Sexualtrieb ist halt da...

    Irgendeine Idee, wo ich ansetzen kann? Woher es kommt, ob es weggehen wird? Wie gesagt, ich mache eh schon erfolgreich Therapie, aber das Thema Sex hält mich eigentlich mit am stärksten von einer Weiterentwicklung ab.

    Danke fürs Lesen.

  2. #2
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    Hmm. . Du sagst einerseits,dass,wenn du deinem verfassten Text ließt,es nicht so ein großes Problem ist. Aber anderseits willst du davon nicht Pausenhof gesteuert werden. Bei 50min pro Sitzung ist die Zeit zum Besprechen von Dingen,wirklich kurz. Es ist ein aktuelles Problem bzw ein aktueller Zustand. Du machst dir sehr viele Gedanken darum. Ich würde erstmal diesen Zustand beim Therapeuten besprechen,bevor ich mit Dingen komme,die auch im Nachhinein noch besprochen werden können. Ich glaube nämlich,dass du eine Meinung dazu brauchst und ein Therapeut dir unter 4 Augen näher steht,als Jemand aus dem Internet. Du möchtest ja offensichtlich wissen,was es damit auf sich hat oder ob man was dagegen tun kann oder ob man es überhaupt muss. Du bist dir unsicher,bei dieser Entscheidung. Eine Beziehung beruht ja auf Gegenseitigkeit. Ansonsten bräuchte man ja keine führen. Du hast bereute Dinge probiert,um dich abzulenken. Aber ganz abschalten konntest du auch nicht. Es ist vielleicht befriedigend seine Vorliebe auszuleben. Aber,wenn du nur noch davon gesteuert wirst und dein Leben sp dermaßen beeinflusst wird,dann würde ich es als Einschränkung bezeichnen. Dein Therapeut hat da bestimmt bessere Lösungsansätze oder kann dir helfen,dass du dein Denken mehr beeinflussen kannst,aber deine Vorliebe nicht ganz aus den Augen verlieren musst. Und Süchte sind eigentlich gut. Diese bewahren uns vor Dingen,die wir unterbewusst verdrängen. Aber wenn nur noch die Sucht aus Einem spricht,dann sollte man Etwas tun. Lg

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Sternentaucherin für den sinnvollen Beitrag:

    Leonhart (30.12.2016)

  4. #3
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    Leonhart,

    in diesem Forum schreiben überwiegend Frauen, da wirst du auf deine Anfrage hin kaum Antworten bekommen, weil "eklig" und "iiih" und so weiter.

    Als Mann kann ich dir nur antworten: Große Sch ...

    Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht diesbezüglich.

    Die Schlechte: Wenn du einmal mit einer Frau zusammen warst, die "porno" war, dann bist du erledigt. So etwas findest du vermutlich nie mehr wieder. Kein Scherz.

    Die Gute: Es geht auch anders. Dazu unbedingt: Lass die Pornos weg. Das verstärkt nur die Sehnsucht, schaufelt dich bis oben hin zu mit Adrenalin, und du bist "voll drauf" (s. Droge)
    Masturbieren, ja, auch gerne ständig, aber ohne "Bilder".

    Wenn du diesen "kalten Entzug" einen Monat durchgehalten hast, bis du langsam in der Lage auch wieder anders auf Frauen zu zu gehen, mit ihnen zu reden, und vielleicht findest du dann auch eine andere Ebene.

    Liebe zum Beispiel wird deine Sehnsucht ausfüllen.

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei tractatus für den sinnvollen Beitrag:

    Leonhart (30.12.2016)

  6. #4
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    @Sternentaucherin:
    Danke für deine Antwort. Ich werde es wohl mal ansprechen müssen. Mich interessiert tatsächlich was hinter der Lust steht, weil ich so nicht leben möchte. Wie genau meinst du das, Süchte wären gut und bewahren uns vor Dingen?

    @tractatus
    Dass hier überwiegend Frauen schreiben wusste ich nicht. Ich habe einfach "Sexualität Psychologie Forum" bei google eingegeben und so bin ich hier gelandet. Ich wollte keinen Ekel erwecken, ich fühle mich auch in keinster Weise pervers oder ekelig, falls das der einen oder anderen hilft. Wie gesagt, ich bin niemand, der auf komische Machtspielchen steht, sondern eher jemand, der sein Leben gerne mal für die eine oder andere Frau komplett umkrempelt.

    Die schlechte Nachricht trifft mich natürlich, aber danke für deine Ehrlichkeit. Aber da kann ich ja eh nur abwarten und Tee trinken. Der Typ für Sexbeziehungen oder One-Night-Stands bin ich nämlich definitiv auch nicht, da ich für Sex dringend eine vorhergehende geistige Nähe brauche.

    Eine Beziehung, wo ich von Liebe sprechen konnte, hatte ich auch schon. Das wäre dann Teil 2 meiner Sehnsuchtsproblematik...

  7. #5
    Roman Verfasser Avatar von Cailynn
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    Hey Leonhart,

    herzlich Willkommen hier bei uns im Forum.

    Ich bin jetzt grade irritiert. Das hier überwiegend Frauen schreiben wäre mir neu^^ Soweit ich weiss hält sich das relativ in der Waage, lass dich da nicht verunsichern. Und die weiblichen User hier reagieren auch nicht bei jedem Thema, in dem es um sexuelle Praktiken wie die von dir angesprochene geht mit Ekel. Schon gar nicht mit "Ih wie eklig". Wir sind doch hier (fast) alle erwachsen und du darfst das Thema ansprechen ohne zu befürchten, dass alle Frauen hier mit dem Knüppel kommen^^
    Ich weiss nicht wie tractatus darauf kommt, hat hier vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht, keine Ahnung. Ich kann den Eindruck jedenfalls nicht bestätigen und dir, was das angeht, nur raten weniger auf die Meinung anderer zu hören und dir ganz einfach selbst ein Bild von diesem Forum, den Usern und den Reaktionen zu machen. Als selbstständig denkender Mensch bekommst du das hin

    Woher deine extreme Vorliebe kommt kann ich dir leider nicht beantworten. Bin keine Fachfrau. Aber du bist nicht der einzige Mann dem das so gut gefällt. Es ist ja auch verständlich, es fühlt sich ja auch einfach sehr schön an. Okay, ich kann nur sagen wie es für mich als Frau ist, wenn das jemand bei mir tut, aber ich mag es auch sehr gerne und ich denke, für Männer wird es nicht viel anders sein. Das kann schon süchtig machen^^ Da kommt einfach auch so viel zusammen: die Lust, das schöne Gefühl, das Vertrauen, sich einem anderen so öffnen.
    Ich finde eigentlich, dass du dich sehr sympathisch anhörst. Was ich persönlich nicht mag ist, wenn Menschen ihre Partner herabwürdigen (egal ob das ein Mann oder eine Frau tut) und als "Mittel zum Zweck" benutzt.
    Das tust du nicht, im Gegenteil, du schreibst davon das dir eine Partnerschaft auf Augenhöhe wichtig ist, dass dir Vertrauen und Liebe wichtig ist. Klingt doch, als ob du ein toller Mensch bist.
    Wenn dich nun das Verlangen nach Oralsex so einnimmt das du es als belastend empfindest würde ich dir auch raten, es bei deinem Psychotherapeuten anzusprechen. Nicht weil ich denke dass das Verlangen danach krank wäre, sondern weil du dich davon belastet fühlst. Er/Sie kann dir dann dabei helfen hinter den Vorhang zu schauen und den Ursprung heraus zu finden, wenn es einen gibt. Vielleicht ist es aber auch einfach eine Art Fetisch der dir gefällt...
    Du möchtest an dir arbeiten und das finde ich gut. Du hast ja kompetente Unterstützung durch deine Therapie.

    Deine vielleicht zukünftigen Freundinnen würde ich aber nicht versuchen an deiner Exfreundin zu messen. Jeder Mensch ist einzigartig, niemand kann einen anderen ersetzen. Aber das weisst du ja auch selbst. Aber ich finde es jetzt auch nicht schlimm wenn du Sb betreibst und dabei Fanatsien hast... das macht doch jeder

    LG Cailynn
    fairytales don´t always have a happy ending, do they?

  8. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Cailynn für den sinnvollen Beitrag:

    Ibwh1968 (31.12.2016),Leonhart (31.12.2016)

  9. #6
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    Leonhart

    Ich zitiere :

    “Sucht ist auch gut?“

    Frau Dr. Groten :
    “Ja,das soll es heißen. Es muss nicht,kann aber ein sinnvoller Weg der Psyche sein,mit nicht auszuhaltenden Situationen erst einmal klarzukommen. Das Problem ist,dass Sucht selbst irgendwann zu einem Problem ja sogar zu einem lebensbedrohenden Problem werden kann. “

    - Buch “gegessen,“ von Sonja Vukovic. (Wer schön sein will muss leiden,sagte der Schmerz... )

    Das Buch behandelt zwar ein anderes Gebiet,aber vielleicht kannst du durch den Satz tiefer in dich blicken. Alles Gute.

  10. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Sternentaucherin für den sinnvollen Beitrag:

    Leonhart (31.12.2016)

  11. #7
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    @Cailynn
    Danke für deine Antwort, Cailynn. Sie hat mich wirklich aufgemuntert.
    Du hast es irgendwie gut auf den Punkt gebracht. Eigentlich geht es nur um das Verwöhnen und verwöhnt werden. Ich glaube, dass die meisten Männer nicht ansprechen würden, wie gerne sie Oralsex wirklich mögen. Geilen sich aber in Pornos dann immer am Finale auf. Und Frauen sind in der Hinsicht auch etwas schräg, meiner Erfahrung nach. Ich hatte mal eine Freundin, die hat sich irgendwann merkwürdig verhalten. So als gäbe es etwas, was sie sich nicht traut, zu sagen. Dann kam heraus, dass sie unbedingt wollte, dass ich zwischen ihren Beinen verschwinde, weil sie es so gerne mag - aber sie hatte sich dafür geschämt, es so direkt zu fordern. Man war ich erleichtert! Ich fühlte mich das erste Mal in der Hinsicht verstanden. Ich habe ihr dann erklärt, dass sie nur Bescheid sagen braucht, weil ich das mehr als gerne mache und niemals wollen würde, dass meine Freundin sich nicht traut, das zu sagen und einzufordern. In der Beziehung gab es leider ein Problem mit den Wellenlängen. In einer anderen Beziehung konnte ich mir soviel Mühe geben, wie ich will, es war einfach nicht erwünscht. Fand ich auch komisch, aber da weiß ich jetzt im Nachhinein, dass sie ihren Körper nicht so mochte. Obwohl sie aussah, wie ein Topmodel... Wollte sie aber nicht glauben, egal wieviele Menschen ihr das gesagt haben.

    Naja jetzt hole ich etwas zu weit aus. Vielleicht bin ich auch gar nicht so unnormal, sondern habe nur sehr klare Vorstellungen, was mir gefällt. Eben eine Art Fetisch, wie du es so schön genannt hast. Was ich irgendwie in den Griff bekommen muss, ist das Körperliche. Es gab zu oft Situationen, in denen mich unpassenderweise die Lust überkam und ich dadurch an nichts anderes mehr denken konnte. Ich schalte gefühlt in so einen Trieb-Modus, und stell mich dann auch extra so an, dass es irgendwie am Ende zu meinen Gunsten verläuft - oder eben in Streit endet. Schade nur, dass ich das in Momenten wie jetzt so deutlich sehe, aber in der Situation wie ferngesteuert bin. Ich weiß nicht, was das für Stoffe sind, die das Gehirn in solchen Momenten aussendet, aber die Wirkung ist echt ordentlich. Nur deshalb habe ich das Wort "Sucht" benutzt. Ob ich süchtig bin, weiß ich eigentlich nicht, aber ich weiß, dass ich "ohne" fast den Verstand verliere.

    Und Freundinnen miteinander zu vergleichen ist quatsch, das ist mir bewusst. Ich habe einfach nur Angst, dass durch meine "letzte" jetzt eine Vorstellung in meinem Kopf entstanden ist, die ich so nicht mehr bedienen kann. Irgendwie hat sie mir das auch so antrainiert, wenn ich so recht drüber nachdenke... Und jetzt muss ich mit den ganzen Erinnerungen im Kopf klar kommen, die mich jedes Mal wieder zum Neandertaler machen


    @Sternentaucherin:
    Danke dir. Da werde ich auf jeden Fall mal versuchen, einen Schritt weiter zu denken.

  12. #8
    Roman Verfasser Avatar von Cailynn
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    Hallöle,

    Zitat Zitat von Leonhart Beitrag anzeigen
    Du hast es irgendwie gut auf den Punkt gebracht. Eigentlich geht es nur um das Verwöhnen und verwöhnt werden.
    Ist doch okay. Wer lässt sich denn nicht gerne was Gutes tun?^^

    Ich glaube, dass die meisten Männer nicht ansprechen würden, wie gerne sie Oralsex wirklich mögen. Geilen sich aber in Pornos dann immer am Finale auf. Und Frauen sind in der Hinsicht auch etwas schräg, meiner Erfahrung nach. Ich hatte mal eine Freundin, die hat sich irgendwann merkwürdig verhalten. So als gäbe es etwas, was sie sich nicht traut, zu sagen. Dann kam heraus, dass sie unbedingt wollte, dass ich zwischen ihren Beinen verschwinde, weil sie es so gerne mag - aber sie hatte sich dafür geschämt, es so direkt zu fordern. Man war ich erleichtert! Ich fühlte mich das erste Mal in der Hinsicht verstanden.
    Ich bin ehrlich.. ich bin nicht gerade Beziehungserfahren und habe bisher auch nur zwei Mal gewolltes Sex gehabt. Ich selbst musste auch erst lernen, meinen Körper anzunehmen, mir meine Bedürfnisse und meine Lust einzugestehen ohne mich dafür zu schämen und sie meinem Gegenüber offen auszusprechen, bzw. einzufordern. Es fällt mir auch heute nicht immer leicht aber ich arbeite an mir. Was ich aber gelernt habe ist, dass es so wichtig ist offen zu kommunizieren. Was man mag, was man sich wünscht und was eher nicht (und warum). Ich glaube viele tragen Wünsche in sich, die sie sich nicht trauen auszusprechen. Vielleicht weil ihnen beigebracht wurde, dass es unanständig ist oder weil es um Tabuthemen geht. Aber ich kenne keinen Mann dem Oralsex nicht gefällt und in meinem Umfeld auch keine Frau, die es nicht mag. Ich beschäftige mich gerade viel mit dem Thema Sexualität und unterhalte mich auch gerne mit anderen darüber. Wenn ich mit meinen Freunden darüber rede (ja, ab und zu reden auch wir Mädels darüber^^), dann merke ich sehr schnell das die Vorlieben zwar variieren, aber die, die sie offen ansprechen, eine harmonische Beziehung führen. Noch eher als die, die mit ihrem Freund/Freundin nicht reden und es immer nach Schema F abläuft...

    Ich habe ihr dann erklärt, dass sie nur Bescheid sagen braucht, weil ich das mehr als gerne mache und niemals wollen würde, dass meine Freundin sich nicht traut, das zu sagen und einzufordern. In der Beziehung gab es leider ein Problem mit den Wellenlängen. In einer anderen Beziehung konnte ich mir soviel Mühe geben, wie ich will, es war einfach nicht erwünscht. Fand ich auch komisch, aber da weiß ich jetzt im Nachhinein, dass sie ihren Körper nicht so mochte. Obwohl sie aussah, wie ein Topmodel... Wollte sie aber nicht glauben, egal wieviele Menschen ihr das gesagt haben.
    Ist doch toll von dir Und ja.. wenn man sich selbst, seinen Körper nicht annehmen kann ist es auch schwer zu akzeptieren, dass andere einen begehren und mögen.

    Naja jetzt hole ich etwas zu weit aus. Vielleicht bin ich auch gar nicht so unnormal, sondern habe nur sehr klare Vorstellungen, was mir gefällt. Eben eine Art Fetisch, wie du es so schön genannt hast. Was ich irgendwie in den Griff bekommen muss, ist das Körperliche. Es gab zu oft Situationen, in denen mich unpassenderweise die Lust überkam und ich dadurch an nichts anderes mehr denken konnte. Ich schalte gefühlt in so einen Trieb-Modus, und stell mich dann auch extra so an, dass es irgendwie am Ende zu meinen Gunsten verläuft - oder eben in Streit endet. Schade nur, dass ich das in Momenten wie jetzt so deutlich sehe, aber in der Situation wie ferngesteuert bin. Ich weiß nicht, was das für Stoffe sind, die das Gehirn in solchen Momenten aussendet, aber die Wirkung ist echt ordentlich. Nur deshalb habe ich das Wort "Sucht" benutzt. Ob ich süchtig bin, weiß ich eigentlich nicht, aber ich weiß, dass ich "ohne" fast den Verstand verliere.
    Ich finde eigentlich gut wenn Menschen wissen was sie wollen, was ihnen gefällt. Wenn es aber für dich so problematisch wird, du es als negativen Kontrollverlust empfindest dann solltest du einen Weg finden wie du damit umgehst. Ich weiss jetzt nicht wie alt du bist? Ich glaube Jungs sind im jüngeren Alter auch einfach sehr hormonbelastet (Mädels auch...stelle ich immer wieder fest^^) und ich höre es auch nicht zum ersten Mal dass sie dann versuchen, den anderen "ins Bett zu kriegen". Ich glaube nicht mal dass du da unnormal bist..
    Welche Stoffe das Gehirn dabei ausschüttet kann ich dir leider nicht sagen, bin wie gesagt auch nur ein Laie. Aber das können dir vielleicht andere User beantworten.
    Spreche einfach mal mit deinem Therapeuten darüber. Vielleicht steckt da auch ein anderes Bedürfnis dahinter und du kompensierst es auf die Art. Ich kenne es von mir, wenn ich viel Stress im Alltag habe und sich negative Gefühle in mir breit machen, bekomme ich manchmal sexuelle Gelüste und lebe sie aus, weil es mich entspannt und ausgleicht. Trotzdem muss ich den eigentlichen Grund auch bearbeiten.

    Und Freundinnen miteinander zu vergleichen ist quatsch, das ist mir bewusst. Ich habe einfach nur Angst, dass durch meine "letzte" jetzt eine Vorstellung in meinem Kopf entstanden ist, die ich so nicht mehr bedienen kann. Irgendwie hat sie mir das auch so antrainiert, wenn ich so recht drüber nachdenke... Und jetzt muss ich mit den ganzen Erinnerungen im Kopf klar kommen, die mich jedes Mal wieder zum Neandertaler machen
    Mach dir einfach mal klar, dass du selbst bestimmst welche Vorstellungen du hast. Du bist ja nicht durch deine Exfreundin fremdgesteuert. Dein Kopf, deine Gedanken gehören dir, du steuerst sie, nicht ein anderer. Es liegt ja an dir, dich auf neue Menschen einzulassen, andere Erfahrungen zu machen oder dein Wertesystem/deine Einstellung zu verändern. Du bist schließlich keine Marionette, sondern ein selbstständig denkender Mensch^^ Ich kann mich da nur wiederholen. Und deine Exfreundin mag als Mensch ein Unikat sein, aber da draußen laufen noch ganz viele andere "Unikate" herum, mit vielen anderen Vorzügen und Qualitäten. Du kannst dich natürlich jetzt an deiner Exfreundin festbeissen und dadurch blind für die Qualitäten anderer werden oder du hakst deine Exfreundin als positives Beispiel ab und erweiterst deine Erfahrungen mit weiteren Menschen, mit denen du harmonierst. Steh dir nicht selbst im Weg :P (das kann ich übrigens auch sehr gut^^).


    Bye
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    Leonhart (31.12.2016)

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