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Thema: Süchtig und nicht davon loskommen

  1. #17
    Neuling Avatar von tiborhenrik
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    Standard Ist schon in Ordnung

    Gut, ich erzähle meine Version:
    Man hat körperlich Hunger und Durst, das wäre die Antwort "weswegen ich auf der Welt bin".
    Aber ich esse, weil es schmeckt, ich trinke, weil es schmeckt. Ich esse nicht immer, wenn ich Hunger habe, aber bei Gelegenheit, wenn ich gar nicht hungrig bin.
    Wir erleben das Dasein durch Appetit, nicht durch Anspruch des Körpers - das sei angeblich der Unterschied zwischen Menschen und andere Lebewesen.
    Ist man verliebt, hat etwas dringend spannendes zu tun, fällt in Panik, isst man nicht, obwohl der Arzt behauptet, man brauchte Kalorien. Gehe ich mit einer Dame aus, esse ich was meine Kenntnisse begehren. Und es gibt endlos viele Beispiele, die Sie selbst können aufzählen.
    Übrigens ich sehe nicht die unbedingte Notwendigkeit von einer Abhängigkeit loszuwerden, es sei denn selbst die/der Betroffene das will. Ich protestiere dagegen, dass Menschen mit Süchten angeschuldigt und abgesondert werden. Ich habe ja auch wenig Zeit übrig einem Betrunkenen zuzuhören, nicht wegen des Rausches, sondern die Dummheit reizt meine Nerven.
    Geändert von tiborhenrik (01.07.2010 um 07:03 Uhr)
    T.H. Sebesta

  2. #18
    Neuling Avatar von nicole69
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    Standard @tiborhenrik

    jetzt hat der Rausch so mein Leben eingenommen, dass ich mir eine eigene Wohnung suchen muss. Einerseits bin ich froh, endlich allein zu sein, andererseits bin ich auch unendlich traurig und verloren.
    Ich stehe an einem Punkt von meinem Leben, an dem ich dank diesem Rausch und der daraus entstehenden Weigerung, mich zu ändern und so zu werden, wie ich wirklich bin, nicht mehr weiter weiß.

    Keine Ahnung, wie das noch weitergehen sollen.

    Vielen Dank nochmals für Ihre offenen Worte.

    Liebe Grüße
    Nicole

  3. #19
    Verleger Avatar von Natz
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    Hallo Nicole,
    wäre es jetzt nicht doch Zeit, Hilfe zu suchen? Was ist denn das Rauschmittel? Es ist schwer, Dir da Tips zu geben, wenn man nicht weis, ob es Drogen, Alkohol oder was Unstoffliches ist. Hast Du denn mit Deinem Partner zusammengelebt?
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  4. #20
    Neuling Avatar von nicole69
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    Standard schwerz zu beschreiben

    Hallo Natz,

    dieser Rausch ist glaube ich schon unstofflich. Schwerz zu beschreiben. Es ist ein Nichtgefühl, dass ich mir selbst immer wieder hole. Es lässt überhaupt keine Gefühle zu.

    Gestern habe ich nochmal mit meinem Mann gesprochen und habe die Hoffnung, dass ich den Dreh noch bekomme.

    Liebe Grüße
    Nicole

  5. #21
    Verleger Avatar von Natz
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    Standard

    Nimm die Chance wahr, Nicole. Wäre schade drum-ich drücke Dir die Daumen-Du hast nur was zu gewinnen, nichts zu verlieren
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  6. #22
    Neuling Avatar von tiborhenrik
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    Standard Willen

    Ich bekam vom Forum ein Zeichen, dass diese Diskussion weiterging. Ich bin ein typischer "ADHD-Mann", trotzdem versuche mich jetzt nicht zu wiederholen. Ich pflege es immer wieder festzustellen, ich bin merkbar nicht nüchterner geworden, obwohl seit vier Jahren überhaupt kein psychedelisches Stoff im Körper habe. Etwas wesentliches ist dennoch passiert: Ich empfinde einen Abscheu von der Schwäche des Selbstmitleids und eine Überschätzung meines Daseins hat sich erübrigt. Das nenne ich Freiheit, ich bin weder in der Gesellschaft mehr zwangsmäßig integriert, noch einem Menschen wegen seiner Duldung angewiesen. Als ich Alkoholabhängig war, erlebte meine Tage als eine Scenario der unendlichen und hemmungslosen Gewalt. Jetzt bin ich ein freier Mensch, Herr des Lebens.
    Dass eine solche Möglichkeit Sie nicht inspiriert, kann ich einfach nicht in Kauf nehmen obwohl ich weiß, die Mehrheit der Abhängigen fiel nicht aus geistigen sondern aus physischen Gründen in die Falle. Tibor
    Geändert von tiborhenrik (11.08.2010 um 07:20 Uhr)
    T.H. Sebesta

  7. #23
    Neuling Avatar von nicole69
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    Standard ich wiederhole mich auch ständig.....

    @ Tiborhenrik,
    Selbstmitleid und Selbstüberschätzung. Damit habe ich in diesem Rausch ständig zu kämpfen. Ihre Abscheu vor dem Selbstmitleid regt mich zum Denken an.
    Ich verstehe Sie so, dass sie jetzt viel freier leben, sich von der Gewalt lösen konnten nachdem sie den Rausch hinter sich gelassen haben.

    Ich bin ohne den Rausch viel selbstsicherer und ohne Angst. Und begreife selber immer noch nicht, warum ich diesen "schlechten" Zustand vorziehe.

    Ich glaube, der Kopf nützt da nichts, das muss ich fühlen, wo ich hin will/muss.

    Liebe Grüße
    Nicole

  8. #24
    Neuling Avatar von nicole69
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    Standard

    vielen Dank für Deine Worte.
    Ich kann wirklich nur gewinnen, im Rausch verliere ich permanent.
    Ich hoffe mit allem was ich habe, dass ich noch eine Chance habe.

    Nicole

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