Hallo Ihr Lieben,
mich interessiert, wie Ihr dazu gekommen seid, Eure Sucht aufzugeben?
Ich schaffe es nicht, da ich nicht spüre, was für Konsequenzen ich daraus schon seit 40 Jahren habe.
Vielen Dank für Eure Kommentare
Liebe Grüsse
Nicole
Hallo Ihr Lieben,
mich interessiert, wie Ihr dazu gekommen seid, Eure Sucht aufzugeben?
Ich schaffe es nicht, da ich nicht spüre, was für Konsequenzen ich daraus schon seit 40 Jahren habe.
Vielen Dank für Eure Kommentare
Liebe Grüsse
Nicole
Bei mir war es bei der Cannabissucht der reine Trotz. Ich wollte eigentlich am 15. aufhören, aber vorher haben mir meine Eltern schon den Geldhahn abgedreht, jetzt gabs nur noch Konto überziehen oder aufhören, und weil Konto überziehen genau das war, was sie erwartet haben, habe ich aufgehört. Und siehe da: Es ging ganz einfach, obwohl ich mir vorher Ewigkeiten eingeredet hatte, es wäre so wahnsinnig schwierig.
Von den Kippen bin ich anders losgekommen: ich bin in Kontakt zu mir selbst getreten. Dabei hat mir das Buch 'Aussöhnung mit dem inneren Kind' ganz gut geholfen. Nun, dieses innere selbst wollte alles, nur keine Zigaretten mehr rauchen. Dementsprechend war es denkbar einfach, es sein zu lassen.
Nach was bist Du denn süchtig?
'Demütigung beschleicht die Stolzen oft.' - Goethe
nicole69 (21.05.2010)
Hallo,
leider hatte ich nicht so starke Eltern. Die haben meine Sucht eher ausgenutzt. Ich bin süchtig nach einem Rauschgefühl, dass alle anderen Gefühle überdeckt. Durch dieses Gefühl bin ich aber nicht mehr in der Lage, meine Umwelt bewußt wahrzunehmen. Es gehen nur routinierte Tätigkeiten.
Ich habe in der Kindheit damit angefangen und kann es nicht lassen, da ich dadurch die Konsequenzen daraus nicht spüre.
Ich habe das Buch mit dem Innerne Kind jetzt auch angefangen zu lesen. Vieles trifft zu, aber der Rausch ist trotzdem stärker. Auch wenn ich damit total den Bach runtgehe (finanziell, seelisch).
Mein inneres Kind sieht diesen Rausch klarer wie ich.
Aber ich höre nicht auf es.
Ich sehe keine Notwendigkeit es zu lassen, da ich ja nichts fühle.
Ist eine ganz schön verkorkste Sache. Kurz habe ich den Ausstieg immer wieder geschafft, bin aber immer wieder rückfällig geworden.
Leo Navis (21.05.2010)
Kannst Du konkret werden? Welches Rauschgefühl genau?
Ich häng übrigens auch schon wieder an den Zigaretten. Mein Kind hasst mich dafür, aber ich kann's einfach nicht ändern. Werde wohl ne Psychotherapie machen, um mir über einiges bewusster zu werden.
Liebe Grüße an Dich,
Leo
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'Demütigung beschleicht die Stolzen oft.' - Goethe

Ich hörte auf nach 35 Jahren Alkohol zu trinken. Ich liess der Gesellschaft nicht mehr zu all die Ungerechtigkeiten, die sie mir, dem ewig einsamen gerne und leicht antat, damit zu bestätigen, dass ich ein Alkoholiker war. Seit vier Jahren bin ich 100 % sauber - liess eine Kapsel implantieren, die jährlich ausgetauscht wird - nicht auf Versicherungskarte. Ich bin kein Bisschen mehr integriert oder akzeptiert. Es ist nicht merkbar, weil ich ausser dem Cyberspace nicht kommuniziere. Ich verurteile keine/n die/der einer Sucht unterworfen ist und will niemand unter der Bedingung unterstützen oder mögen, dass sie/er sich ändert oder mir einen anderen Menschen vorspielt.
Das schlimmste ist beim Aufhören, man muss hinnehmen, dass die letzte Freiheit aufgegeben wird ohne eine Garantie auf Gegenleistung. Tibor
Geändert von tiborhenrik (23.06.2010 um 08:29 Uhr)
T.H. Sebesta
Deine Worte sind für mich etwas verwirrend.
Du schreibst, Du warst vorher schon einsam und wurdest ungerecht behandelt von der Gesellschaft, weil Du Alkoholiker bist - hoffe, ich habe das so richtig verstanden.
Nun hast Du aufgehört und bist immer noch isoliert. Fühlst Du Dich aber besser ohne die Sucht/den Alkohll?
Warst Du mit dem Alkohol nicht eher gefangen, als frei?
Ich möchte Dir keinesfalls zu nahe treten und hoffe, Du verstehst meine Fragen richtig.
Ich bin in meiner Sucht eingeschränkt und gefangen, bin aber der Meinung, dass es die absolute Lösung ist. Die Konsequenzen daraus sind genau das Gegenteil, aber diese spüre ich nicht. Also sind sie auch nicht da???!
Niemand sollte den anderen Menschen etwas vorspielen. Vor allen Dingen
sich selbst zu ignorieren und etwas zu tun, was man im Inneren überhaupt nicht will, ist, glaube ich, das Schlimmste, was man sich antun kann.
Liebe Grüße
Nicole

Ich habe 2x versucht zu antworten, immer wieder hinaus und offline gesprungen. Vielleicht später
T.H. Sebesta

Vielleicht jetzt geht es.
Erst war Ungerechtigkeit (ADHS Kind), dann Alkohol. ich hörte nicht auf weil ich mich physisch, seelisch oder sozial schlecht fühlte, es war einfach am Tag vorbei als ich erkannte, ich habe gut 30 jahre für Dinge verschwändet, die ich nie brauchte. Damals war die einzig wahre Freude an der Kaufkraft, damit ich mir Alkohol kaufen konnte. Ich fühle mich nicht besser, bin nicht "nüchtern" geworden, aber zitiert "Wer, wer bringt die Liebe zwischen den Zähnen an das angere Ufer über?" will ich mit der restlichen Lebenszeit etwas machen. Alkohol ist eine schlechte Zahlung für die Zeit und Tatenlosigkeit.
T.H. Sebesta
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