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Thema: Suizid in Extremsituation verhindern

  1. #1
    Neuling
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    Standard Suizid in Extremsituation verhindern

    Hallo.

    Ich überlege schon länger aus Langerweile, wie man in einer Extremsituation einen Suizid verhindern könnte. Die Person wäre emotional stark geladen, ist direkt in der Lage die Aktion auszuführen, so dass man sie physisch nicht mehr daran hindern kann, sondern nur noch durch Argumentation, sie ist absolut fremd, so dass man nichts über sie weiß und sich nur auf allgemeine psychologische Methoden verlassen kann, eventuell steht die Person unter Drogen/Alkoholeinfluss und eventuell kommuniziert man nur über ein Medium mit ihr, bei dem man keinen gänzlichen Sinneskontakt hat, z.B. über einen Chat oder Telefon. Weitere Problematiken können gerne mit eingeführt werden. Da bin ich gespannt drauf.

    Meine Ansätze:

    1. Versuchen starke, positive Emotionen in der Person zu erwecken. Z.B. sie an wichtige Personen erinnern, Erlebnisse, Prinzipien, Orte. Generell gesagt Dinge, die jeder Mensch hat.

    2. Möglichst wenige Argumente bringen, dafür möglichst starke. Die Person wird vermutlich nicht sher aufnahmefähig sein. Zu viele Argumente könnten Trotzverhalten auslösen und als Katalysator für den Suizid sorgen.

    3. Die Person motivieren die Tat zu tun. Reverse Psychology nennt sich dies glaube ich. Ich kann nur mutmaßen, wie es funktioniert. Aber es hatte mir in der Vergangenheit große Erfolge gebracht. Die Person wird dabei scheinbar auf die negativen Folgen aufmerksam, während die positiven sekundär werden.
    Ich habe hier zwei Varianten erkannt. Bei der einen verbündet man sich mit der Person und unterstützt sie, weil man das selbe Ziel hat wie sie. Man hofft dabei dadrauf, dass die Person von alleine dadrauf kommt, dass sie Fehler macht. Vielleicht daher, weil sie sich verstanden fühlt und angesichts dieser positiven Emotion ihren Willen zu einer grausamen Tat verliert.
    Oder aber, sie erkennt durch das Verhalten meines Ansatzes, sich selbst in der der anderen Person wieder und erkennt, wie krank es doch eigentlich ist und wird abgeschreckt.
    Die andere Variante ist die des Sadists. Man spielt die Rolle, dass man es gut findet, wenn die Person leidet und stirbt. Das könnte einen Überlebensinstinkt auslösen, weil man sich in einer Opferrolle befindet.
    In beiden Varianten jedoch wird die Person passiv. Wenn man sich ersteinmal in eine aktive Rolle gebracht hat, dann fällt es einem leichter aktiv zu bleiben. Erst der Schritt vom passiven zum aktiven besitzt die Hemmung. Diese Hemmung könnte man eventuell auch zu Nutze ziehen.

    4. Logisch argumentieren. Man überzeugt die Person davon, dass der Mensch Probleme lösen kann und dass es in seiner Natur liegt zu überleben. Allerdings ist diese Methode von mir stark angezweifelt, weil Logik gegen emotionale Ladung nur sehr schwer ankommt.

    5. Kompromiss. Man bietet einen Kompromiss an, welcher besagt dass die Person sich ersteinmal in Ruhe mit einem unterhält und sich beraten lässt und wenn sie dann immernoch der Meinung ist, sich umbringen zu wollen, dann sollte man es ihr gestatten. Je nach Rechtslage sollte man die Person allerdings natürlich zwangseinweisen lassen.

    MfG

  2. #2
    Gast2406
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Missgetod
    Meine Ansätze:
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  3. #3
    Verleger Avatar von Natz
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    Und nun?
    Ich würde mir vll. eher mal Gedanken machen, wieso ich mir diese Gedanken mache.
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  4. #4
    Painter
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    Zitat Zitat von Missgetod Beitrag anzeigen
    Hallo.

    3. Die Person motivieren die Tat zu tun. Reverse Psychology nennt sich dies glaube ich. Ich kann nur mutmaßen, wie es funktioniert. Aber es hatte mir in der Vergangenheit große Erfolge gebracht.
    MfG
    Versteh ich nicht, hattest du früher Beruflich damit zu tun und machst dir jetzt aus Langeweile Gedanken?

  5. #5
    Gast784
    Gast

    Standard

    wahrscheinlich kommts dann eh ganz anders, als man denkt. Und Du hast einen wichtigen Faktor vergessen: Deine eigene emotionale Betroffenheit, wenn es um einen nahestehenden Menschen geht, an dem Dir viel liegt!

    lg Gaby

  6. #6
    Neuling
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    >Versteh ich nicht, hattest du früher Beruflich damit zu tun und machst dir jetzt aus Langeweile
    > Gedanken?

    Langeweile ist der falsche Begriff. Interesse und Prävention trifft es besser.

    >Deine eigene emotionale Betroffenheit, wenn es um einen nahestehenden Menschen geht, an
    > dem Dir viel liegt!

    Die kann ich ganz gut deaktivieren, weil wenn mir wirklich etwas an der Person liegt, der einzig richtige Weg ist, einen klaren Kopf zu behalten.

  7. #7
    Painter
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Missgetod Beitrag anzeigen
    Langeweile ist der falsche Begriff. Interesse und Prävention trifft es besser.
    Aber wer kommt denn in eine solche Situation, doch nur die! oder du hast jemanden in deinem Umfeld der dich in diese Situation bringen könnte.
    Dann einen klaren kopf zu behalten ist nahezu unmöglich. Das geht eigentlich nur wenn man emotional nicht betroffen ist und die Situation von aussen betrachten kann.
    Letztens gibt es eh keinen generell richtigen Weg einen Suizid zu verhindern. In einer akuten Situation ist jedes Mittel recht. Präventiv gesehen muss man die Dinge berücksichtigen, die den Suizidgedanken auslösen.

  8. #8
    Nachwuchs Autor
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    Standard ...

    Ich finde diese Tipps zum Teil sehr problematisch und denke gar nicht, dass man so global darüber reden kann...

    (...) 1. Versuchen starke, positive Emotionen in der Person zu erwecken. Z.B. sie an wichtige Personen erinnern, Erlebnisse, Prinzipien, Orte. Generell gesagt Dinge, die jeder Mensch hat. (...)

    Wie willst du positive Emotionen in einem Menschen hervorrufen, der schwer depressiv ist? Denke, es ist zum Teil besser, lieber die Gefühle des anderen anzunehmen, womit ich nicht Mitleid meine, sondern Mitfühlen.

    (...) Die Person motivieren die Tat zu tun. Reverse Psychology nennt sich dies glaube ich (...)

    Das kann man niemals so global sagen. Was du meinst, ist die so genannte paradoxe Intervention, die (wenige!!) Psychoanalytiker anwenden. Ein Beispiel... ein Patient sagt, dass er so depressiv ist, dass er am liebsten aus dem Fenster springen würde. Der Therapeut öffnet daraufhin das Fenster und sagt: "Gut, tun Sie das!". Solche Maßnahmen sollten nur sehr erfahrene Therapeuten anwenden und nicht ein Laie, der jemandem helfen will, der suizidgefährdet ist.
    Ich denke, was man "global" nur sagen kann, ist es, dass man in solchen Fällen 1) ein Gespräch anbietet (vor allem einfaches Zuhören) und 2) sagt, dass man in der Psychiatrie anruft, wenn die Person es wirklich richtig ernst meint.

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