Da ich zu faul bin mir eine gebundenes Tagebuch zu kaufen und in gewisser Weise auch wissen will, dass Leute meine Einträge lesen habe ich mich entschieden, hier zu schreiben.
Es ist gut möglich, dass meine Beiträge menschenfeindlich, frauenfeindlich und ausländerfeindlich sein werden. Aber einer verkorksten Seele sollte man eine verkorkste Meinung lassen, findet ihr nicht ?
Daher zu meinem ersten Beitrag:
Ich bin ein junger Mann aus Deutschland, beende gerade meine Schule und habe keine Ahnung was ich später machen soll.
Naja Mann ist übertrieben; körperlich bin ich vielleicht ein Mann, geistig und bildungstechnisch in vielleicht manchen Bereichen.
Aber in meiner Wahrnehmung und für mich viel wichtiger, in der Wahrnehmung anderer bin ich das sicherlich nicht. In meinem Kopf bin ich noch immer ein verunsichertes Kind, bin ich immer noch am Anfang meines Lebens und es kommt mir vor, als trabe ich schon Jahre auf der gleichen Stelle, als wäre ich gerade in den Kindergarten gekommen.
Wenn ich aber mal wieder in meinem Zimmer sitze, vor dem Computer, der mich nicht mehr loslässt, dann komme ich mir schrecklich alt vor, als wäre mein geistiges Leben schon zu Ende und als würde meinen Geist und meine Seele nur ein junger Körper am Leben halten.
Nun gut, ich spreche von Seele, aber eigentlich glaube ich nicht an Seelen.
Ich glaube daran, dass Menschen nichts mehr sind als manipulierte Endorphinjunkies, Fick und Fresssüchtige Vieher, die nichts anderes kennen als den Selbsterhaltungs und Sexualtrieb.
Ich sehe mich selbst auch so, sogar als eines der schlimmsten Exemplare von diesem wilden Gewürm.
Je weniger Erfolg ich bei Frauen habe, wobei sich gleich 0 wohl kaum senken lässt, desto eher bin ich auf Frauen fixiert, desto eher habe ich das Bedürfnis nach Sex und Beziehung.
Nunja, mein Wunsch geliebt zu werden wird wohl auch mit in diesen Wunsch spielen, aber der Sexualtrieb spielt auch eine Rolle.
Aber was wohl noch schlimmer ist, ist mein ausgeprägter Selbsterhaltungstrieb, der sich in schierer Feigheit zeigt.
Ich war schon immer ängstlich, hatte vor so vielen Dingen Angst, bin Hypochonder, wage nie etwas.
Dieser Selbsterhaltungstrieb zeigt sich wohl auch in einem sehr ausgeprägten Narzissmus, der allerdings kaum als solcher beschrieben werden kann, sondern eher als egoisitsche Hassliebe.
Auf der einen Seite sehe ich mich als Hochintelligent an, auf der anderen Seite bin ich in der Schule nur unterer Durchschnitt.
Wiederrum bin ich auf der einen Seite auf meine Erfolge im körperlichen Aufbau durch Bodybuilding stolz und finde mich selbst attraktiv, auf der anderen Seite könnte ich, wenn ich nicht die Courage hatte zu trainieren kotzen, wenn ich den Hungerhaken vor mir im Spiegel sehe, der keine Frauen abbekommt.
In Sachen sozialer Kompetenz kann man mich eigentlich nur als geistigen Krüppel sehen.
Ich bin so voller Selbstscham, dass ich den Menschen nicht einmal in die Augen schauen kann.
Ich bin so voller Selbstzweifel, dass ich nicht einmal Menschen mit meiner echten Stimme grüßen kann, sondern wie ein schüchternes Kindergartenkind piepse oder murmle.
Wiederrum bin ich, wenn ich Menschen kenne der Clown, der seine Selbstunsicherheit verbirgt.
Diese Seite hasse ich noch lange nicht so wie die schüchterne.
Wenn ich Angst habe, dass ich Menschen unhöflich vorkomme, wo doch das Verschloßene um ein Gros unhöflicher ist als ein freundliches, vielleicht sogar keckes Verhalten.
Wenn Menschen mir frech kommen, mir keinen Grundrespekt zeigen, so bin ich ob meiner oftmals vorhandenen Überlegenheit in geistiger und körperlicher Hinsicht nicht in der Lage passend zu reagieren, bzw so zu reagieren, dass ich keine Demütigung hinnehmen muss und meine Schlagfertigkeit pennen geht, bis die Situation zuende ist.
Demütigung und Stolz, das sind zwei weiter Geißeln, die mir Lebensqualität stehlen.
Ich bin unglaublich stolz, kann nicht einstecken obwohl ich aus Verunsicherung oft austeile.
Ich bin unglaublich eifersüchtig und oft neidisch.
Besonders im Bezug auf Frauen ist diese Stolzgeschichte schon fast krankhaft.
Einmal hat ein Mädchen einen anderen Jungen mir vorgezogen, ist schon Jahre her. Selbst als die Gefühle verflogen sind hat diese Niederlage noch unglaublich an mir genagt und noch heute würde ich alles geben um sie nur einmal zu haben um mir zu beweisen, dass ich etwas wert bin.
Jetzt hat sie einen Freund, der nicht gerade der hellste Stern am Firmament ist und, sagen wir sehr rustikal veranlagt ist in seinem Benehmen. Das steigert mein Selbstwertgefühl enorm, dass so einer vorgezogen wird ...
Falls jemand die Frage stellen will ob ich an Selbstmord gedacht habe bzw denke: Ja, tue ich oft, würde es mich aber nie trauen, da mein Bewusstsein das Einzige ist, woran ich mich erfreuen kann.
Wäre ich mir sicher, dass es ein schönes Leben nach dem Tod gibt, hätte ich es schon längst getan, so aber werde ich es nie tun, da mein Selbsterhaltungstrieb enorm ist. So weiter leben will ich nicht, aber vor dem Sterben habe ich immer noch die größte Angst.


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