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Thema: Tagebuch führen ?

  1. #1
    Neuling
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    Frage Tagebuch führen ?

    Ich wusste jetzt nicht genau, wo genau ich dieses Thema hinschreiben soll. Unter "mein tagebuch" passt es wohl nicht so gut
    Es gibt viele die sagen Tagebuch führen sei gut. Aber meiner Meinung nach würde ich sagen so ein Tagebuch zu führen sei nicht sonderlich gut, da man eher schelchte sachen (die einen belasten) aufschreibt und sich so mehr damit beschäftigt.
    Stimmt das denn nun oder liege ich völlig falsch ?
    Führt ihr ein Tagebuch ?

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    hallo Kiera,

    es hängt davon ab, auf welche Weise man sich am liebsten ausdrückt und dies entlastend findet. Bei mir ist es schon u.a. das schreiben. Ich schreibe Tagebuch schon ewig lang (nicht täglich, sondern nach Bedarf). Wenn ich belastendes aufschreibe, dann kann ich es besser los lassen. Gerade vor dem Schlafengehen, wenn man schlecht abschalten kann, ist das eine gute Methode, um das Belastende "neben das Bett" zu packen, indem man es aufschreibt und das Buch zuklappt

    Ausserdem hilft schreiben mir beim Sortieren meiner Gedanken. Difuses kann so besser Gestalt annehmen und benannt werden. Und in Folge kann ich damit besser umgehen.

  3. #3
    Schreibkraft Avatar von Anubis
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    Hallo Kiera,

    ich führe kein Tagebuch, hab aber immer mal wieder in der Vergangenheit damit angefangen, und wieder aufgehört. Da fehlt mir leider das Durchhaltevermögen

    Aber meiner Meinung nach würde ich sagen so ein Tagebuch zu führen sei nicht sonderlich gut, da man eher schelchte sachen (die einen belasten) aufschreibt und sich so mehr damit beschäftigt.
    Man sagt ja nicht umsonst "man schreibt sich etwas von der Seele". Wenn man also negative Gedanken und Erlebnisse aufschreibt, dann beschäftigt man sich zwar mit ihnen, aber das ist ja nicht verkehrt. Man soll negative Dinge ja nicht verdrängen, sondern schon in einem gewissen Mass für sich selbst analysieren. Und das ist manchmal in Schriftform wesentlich effektiver, als wenn die Gedanken nur frei im Hirn rumschwirren.

    Danach klappt man das Tagebuch zu und die negativen Gedanken und Erlebnisse können "beiseite gelegt" werden. (Im Idealfall )

    Aber natürlich kann man sich auch beim Tagebuchführen in ein Thema noch mehr reinsteigern, indem man es immer und immer wieder durchkaut und analysiert. Dann fände ich das ganze auch eher negativ.
    Es kommt also drauf an, wie man das ganze angeht.

    Letztens erst habe ich irgendwo gelesen, dass man doch auch mal ein postives Tagebuch schreiben sollte. Also nach dem Motto: Was am heutigen Tag hat mir Freude gemacht, was hat mir gefallen, in welchen Situationen ging es mir gut... Und da geht es nicht nur um die großen Erlebnisse, sondern auch um die vielen schönen Kleinigkeiten, die man sonst - leider - gar nicht mehr wahr nimmt
    Also z.B. die Bäume die gerade anfangen zu blühen, das Lob von einer Freundin ("Der Pulli steht dir aber gut"), etc.

    Das könnte dann z.B. so aussehen:
    "Heute begann der Tag mit einem wolkenlosen Himmel und in der Sonne war es schon richtig warm. Ich hab im Moment Urlaub und konnte deswegen ganz langsam und entspnnt mit einem leckeren Müsli den Tag beginnen. Ich hab meinen Schreibtisch aufgeräumt, der sieht jetzt wieder richtig gut aus. Im Bus habe ich einen lustigen Roman gelesen und musste zwei mal halblaut lachen. Ich glaube es hat keiner mitgekriegt
    In der Stadt hab ich zwei gute Bücher im Sonderangebot erstanden und ich war beim Chinesen essen. Die gebackene Banane mit Honig war traumhaft.
    etc. etc. etc."

    Da fällt einem erst mal auf, dass da auch schöne Sachen an diesem Tag dabei waren. Dass man morgens schon Rückenschmerzen hatte oder Mittags die Mülltüte gerissen ist, das ist dann erst mal zweitrangig. Man ist einfach nur dankbar für die schönen Dinge, die einem widerfahren sind. Egal wie klein síe auch sind.
    Und das kann einen glaub ich ganz schön aufbauen... (mir hat das reflektieren über die positiven Anteile meines Tages zumindest grad gut getan )
    Und wenn man das dann auch noch regelmäßig in seinem Tagebuch macht, dann achtet man vielleicht auch tagsüber mehr auf die schönen kleinen Dinge des Lebens...

    Gruß
    Anubis

  4. #4
    Gast784
    Gast

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    stimmt Anubis, das mit dem positiven hingucken kann man tatsächlich schön üben in Schriftform . Manchmal hab ich das sogar ausführlich geübt, wenns mal allzu düster war - ganz bewusst die schönen Momente aufgeschrieben - Vogelgezwitscher, ein Sonnenaufgang, eine flüchtige Begegnung usw. Hilft schon, den Blick wieder etwas weiter zu kriegen.

  5. #5
    Painter
    Gast

    Standard

    Mir geht es auch so, dass ich etwas loswerden kann - zB Dinge die ich (nicht oder noch nicht) jemandem anvertrauen kann/ möchte. Da macht es sich gut sich etwas von der Seele zu schreiben.
    Im Endeffekt muss das jeder für sich probieren... Schad ja nix

  6. #6
    Schreiberling Avatar von Finja
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    Hallo Kiera,
    ich schreibe auch ab und zu mal Tagebuch und sehe es wie Gaby und Anubis.
    Schwere Dinge von der Seele schreiben + den positiven Blick schärfen.

    Wenn die negativen Erlebnisse und Gedanken erst einmal niedergeschriebenen sind, würde ich nicht unbedingt empfehlen sich diese in ein paar Wochen noch einmal durchzulesen, da so das Risiko besteht sich gedanklich in dieser Situation wiederzufinden.
    Wenn man allerdings das Gefühl hat, dass man etwas noch nicht verabreitet hat, ist das Lesen ein guter Weg um sich später mit Abstand besser darauf einlassen zu können.

    Mein Tegebuch habe ich so eingeteilt, dass es einen separaten Teil für die positiven und einen für die gefühlt negativen Dinge gibt.

    Besonders wenn ich denke, es geht bald gar nicht mehr (vor allem bei der Arbeit), dann picke ich mir genau aus diesen blöden Situation die positiven Lichtblicke heraus und fühle mich beim Schreiben dann wieder richtig gut.
    Manchmal muss man zwar suchen, aber fast alles hat sein Gutes.
    Ohne das Schreiben wäre mir das vielleicht nie so deutlich bewusst geworden.

    LG, Finja

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