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Thema: Tagebuch - Meinungen ausdrücklich erwünscht

  1. #1
    Neuling Avatar von Vol Agni
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    Standard Tagebuch - Meinungen ausdrücklich erwünscht

    Da ich mich schon lange mit dem Gedanken rumschlage mal das ganze Zeug was mir nachts im Kopf rumschwirrt aufzuschreiben, nutze ich mal die Gelegenheit und beginne ein "Tagebuch".
    Wie die Überschrift schon sagt wünsche ich mir auch ein paar Meinungen zu hören, ausdiskutieren kann man das ganze ja dann, falls nötig, anderswo.

    Es gäbe soviele Themen mit denen ich beginnen könnte, da fällt der Anfang recht schwer.

    Ich beginne mal mit etwas das mich beinahe täglich aufregt: Die Gedankenlosigkeit/Rücksichtslosigkeit vieler Menschen im Alltag.
    Gruppen, die nebeneinander in engen Bahnhofsgängen im Schneckentempo dahinlatschen wenn andere es eilig haben.
    Menschen die einen Raum betreten und direkt hinter dem Eingang stehen bleiben.
    Alte Leute die mitten auf der Straße anhalten und sich mit jemandem unterhalten.
    Familien mit Kind, die schon seit 15 min vor dir in der McDonalds schlange stehen und in dem Moment in dem sie drankommen endlich mal das Kind fragen was es denn will, das dann wiederum ewig braucht und sich mit den Eltern um das richtige Spielzeug im Happy Meal streitet.
    Mütter, denen es egal ist das ihr Kind im Bus wie am Spieß schreit und allen Mitmenschen auf die nerven geht.

    Mütter sind sowieso ein Thema für sich auf das ich später wohl zurückkommen werde.
    Neulich erst sah ich eine Mutter mit Kind an der Hand die 5m von der Fußgängerampel entfernt über die Straße gerannt ist. Aber gut, sowas fällt mich für unter natürliche selektion. Wer seinen Nachwuchs verkorkst fliegt früher oder später aus dem Genpool, soweit ist das eine gute Sache.

    Aber zurück zum Thema:Sind diese Menschen rücksichtslos? Egoistisch? Fällt ihnen nicht auf das es außer ihnen noch andere Leute gibt? Merken sie es und es ist ihnen egal? Oder gehen sie einfach mit gesenktem Kopf und scheuklappen durch die Welt, merken überhaupt wenn sie anderen auf die nerven gehen und sind von den aktuellen 5 min ihres Lebens, von denen man oft meinen könnte sie stellt die maximale Zeitspanne dar, die gewisse Menschen in die Zukunft planen, so vollkommen gefordert das sie sich nur um sich selbst kümmern können?

    Ich weiß es nicht aber die Antwort würde mich brennend interessieren.

    In diesem Sinne: Ende des ersten Eintrags.

  2. #2
    Neuling Avatar von Vol Agni
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    Der User Ste hat mich zum nachdenken Gebracht.
    Was bringt einen dazu den Großteil anderer Menschen als zu Dumm zum leben anzusehen?

    Sitze ich wirklich auf so hohem Ross wie er sagt? Möglich.

    Ich komme aus einer Akademikerfamilie, beide Eltern Lehrer. Mein Vater zieht bei jeder Gelegenheit über alles mögliche her, Frauen (vorallem beim Autofahren), Katzenbesitzer, kurzischtige und unverantwortliche Menschen, Raucher, Politiker. Regt sich über viele Kleinigkeiten auf, sieht die Schuld für etwas nie bei sich selbst.
    Ich rede mir oft ein das ich vollkommen anders bin aber das stimmt natürlich nicht. Manchen Dingen kann man sich einfach nicht entziehen, so sehr man es auch möchte.
    Er ist oft der Meinung er weiß alles hat man das Gefühl. Ja ich muss zugeben er weiß wirklich eine Menge und ich bin dankbar dafür das ich jemanden habe der mir bisher so gut wie immer weiterhelfen konnte wenn es um Naturwissenschaftliche Dinge ging. Aber im zwischenmenschlichen Bereich versagt er. Ich habe meinen Vater noch nie eine Entschuldigung aussprechen hören, schon garnicht wenn er im Unrecht wahr. Eine andere Meinung als seine wurde nie zugelassen.
    In der 5ten Klasse Gymnasium drohte er mich von der Schule zu nehmen weil ich eine 4 in Mathe nach Hause brachte. In der 6ten hies es ich sei einfach zu dumm. Weil ich seine Anforderungen nicht erfüllen konnte musste ich einen Tag vorher meine eigene Geburtstagsparty absagen. Irgendwann bin ich zu einem Psychologen geschickt worden weil ich doch nicht normal sein könne. Der fragte ständig nach den Farben der Gefühle. Ich hab ihm nur gesagt ich kann damit nichts anfangen.
    Gut möglich das man anfängt seine Umgebung als dumm zu betrachten wenn einem das selbst ständig vorgeworfen wird. Vorallem wenn einem selbst dann bestätigt wird das man im Gegenteil nicht dumm ist sondern an der Schwelle zur Hochbegabung steht.
    Aber Intelligenz hat ja bekannterweise wenig Sozialer Kompetenz zu tun.

    Ich arbeite bewusst daran mich nicht so zu verhalten aber irgendwo hat man wohl keine Chance auf die Einflüsse der Eltern und des Unterbewusstseins. Oder zumindest ich nicht. Jedes Kind denkt wohl mal ich werde nie so wie meine Eltern aber gänzlich lässt sich das wohl kaum vermeiden.

  3. #3
    User11825
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    Hi,

    schade, dass du nicht mehr weiterschreibst. Ich finde deine Gedanken sehr interessant und ausbaufähig.

  4. #4
    Schreibkraft Avatar von bonusheft
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    hallo vol agni,

    Ich arbeite bewusst daran mich nicht so zu verhalten aber irgendwo hat man wohl keine Chance auf die Einflüsse der Eltern und des Unterbewusstseins. Oder zumindest ich nicht. Jedes Kind denkt wohl mal ich werde nie so wie meine Eltern aber gänzlich lässt sich das wohl kaum vermeiden.

    ganz wirst du es nicht vermeiden können.
    aber du kannst, wie du es ja auch tust, hinterfragen.
    ich kenne das von meinen eltern auch nur zu gut.

    bis ich irgendwann verstanden habe, dass ich den fokus verändern kann.
    wenn ich ungerechtigkeit, unsoziale menschen sehen will, sehe ich sie.
    wenn ich freundliche, kompetente menschen sehen möchte, sehe ich auch diese!
    es gibt beides!
    es gibt hässliches und schönes... um mal in dieser wertigkeit zu bleiben.

    es kommt auf dich drauf an, wo du den fokus hinlenkst.
    womit du beschäftigt bist, erzeugt resonanz im aussen.

    als ich in einer suchtklinik (alkohol) gearbeitet habe, sind mir nur menschen mit alkoholproblemen aufgefallen.
    in einer schwangerenberatung hauptsächlich schwangere....

    wenn du nur das "negative" siehst, wirst du auch negativ.
    also ich zumindest, komm dann ganz übel drauf!

    ich rede nicht von dem ganzen "think positiv" geschwurbel.
    aber in die richtiung geht es schon.

    hey user.. sehe grad, du hast das thema wieder "aktualisiert".
    Wenn das einzige Werkzeug, das du hast, ein Hammer ist, dann neigst du dazu, jedes Problem für einen Nagel zu halten.
    (Abraham Maslow, amerikanischer Psychologe [1908 – 1970])

  5. #5
    Nachwuchs Autor
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    Vol Agni, Du musst aufpassen, dass Du nicht in die Falle läufst, indem Du nämlich, da Dein Vater für Dich zu übermächtig erscheint, Ersatzkämpfe mit anderen austrägst.

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