Hallo!
Ich habe folgendes Problem, und vielleicht bekomm ich ja hier ein paar gute Ratschläge dazu:
Seitdem ich ca. 17 bin habe ich die Angewohnheit, auf meinem Computer Bilder von Personen anzuschaun
und mich in Gedanken mit diesen Personen zu unterhalten. (Wobei Unterhaltung ist eher falsch, es ist mehr eine Art Monolog und diese Person hört dabei zu / bekommt es zufällig mit)
Dabei geht es meistens um mein Leben, meine Probleme & Wünsche etc.
Diese Personen sind meistens Frauen (ich bin ein Mann, 26 Jahre alt, hab einen normalen Beruf, wohne mittlerweile auch allein, also rein äußerlich bin ich sogar recht erfolgreich) die ich attraktiv finde, und zu denen ich auch schon Kontakt im echten Leben hatte (wobei Kontakt beschränkt sich hier darauf die Person mal gesehen zu haben), aber manchmal sind es auch Freunde oder Familienmitglieder. Es sind also keine fiktiven Personen.
Gründe dafür dich ich mir selber vorstellen kann:
- Wenn ich allein zu Hause bin, entsteht halt dieses Gefühl der Einsamkeit, und so suche ich mir quasi eine virtuelle Person als Zuhörer (obwohl es wirklich nicht so ist, dass es mir an Freunden/Familie mangeln würde). In den Zeiten wo ich eine Freundin hatte (bin momentan single) ist das natürlich weniger gewesen, aber selbst da hab ich es zeitweise gemacht.
- Ich habe scheinbar ein großes Problem damit, mit realen Personen (ich mein jetzt real im Sinne von die Person ist wirklich anwesend, den die Personen auf den Bildern sind ja auch real) über meine Gefühle zu sprechen / meine wahren Gedanken zu äußern, ich war immer schon mehr der verschlossene Mensch. Und die "virutellen" Zuhöhrer sind in dieser Hinsicht halt anders, weil sie einen perfekt verstehen..
- In diesen Szenarios bin ich selber quasi "Die idealversion" von mir, die ich mir zu dem Zeitpunkt vorstelle, weiß nicht wie sehr das unter normales tagträumen fällt / krankhaft ist.
Lösungen die ich mir selber vorstellen kann:
- Mehr kontakt zu "realen" Personen, versuchen mehr über meine Gefühle etc. zu sprechen
- Weniger Zeit allein zu Hause verbringen, mehr unter Leute gehen (ich versuche eh zumindest am Wochenende Freitag Samstag unterwegs zu sein, die Einsamkeit ist mehr unter der Woche)
- Wieder eine Freundin finden (das scheint schon irgendwie zentral damit zu tun zu haben). Hier ist das Problem garnicht das ich keine Möglichkeiten hätte, sondern ich bin auch recht wählerisch, und ich weiß nicht wie sehr dieses Problem mit meinem "fantasieren" zu tun hat. (damit meine ich, die reale Person kann ja mit dem fiktiven Idealbild meistens nur schlecht mithalten).
Ich habe auch schon überlegt, in Psychotherapie zu gehen deswegen, den es verfolgt mich jetzt schon ziemlich lange und macht mich schon irgendwie unglücklich, weil ich in einer Art Traumwelt lebe und im richtigen leben eher verschlossen und zurückhaltend bin.
Allerdings fürchte ich das ich da nur selber rauskommen kann, der Therapeut kann ja schwer kontrollieren was ich mache wenn ich allein zu hause bin.
So das wars mal fürs Erste![]()


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