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Therapieformen

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Alt 18.09.2007, 07:35   Tanztherapie Beitrag #17 (permalink)
Verleger
 
Benutzerbild von Gabiannarele
 
Registriert seit: 29.07.2007
Ort: Hauptstadt des Nebelreichs a.d. Donau
Beiträge: 7.209
Standard

Zitat:
Zitat von sommerregen Beitrag anzeigen
aber wie dring ich, wenn ich nur so für mich schreibe beispielsweise, in neue bereiche ein und lass die alten, gewohnten hinter mir?
Hi Sommerregen,

tja, da finde ich eben Anregungen von aussen sehr hilfreich. Ich hab mich drum mal wieder für einen Workshop in kreativem Schreiben und Theaterarbeit angemeldet. Das sind andere Leute mit anderen Ideen und Aufgaben, auf die ich selber nicht kommen würde. Und so wird von aussen mal wieder meine kreativität mobilisiert.

Ich hatte aber auch interessante AHA-Erlebnisse durch mein Gekritzel daheim, wenn wir grad beim schreiben sind. Aber das ergibt sich meist, wenn man es eigentlich gar nicht erwartet. Am besten einfach der eigenen Freude und den eigenen Interessen nachgehen ;-)

kreativ zu sein mit der Erwartungshaltung, wichtige Erkenntnisse zu machen und Altes abzulegen, ist ungefähr so erfolgreich wie wenn ich zu Dir sage: "Denk NICHT an einen rosa Elefanten." An was denkst Du dann?!
Gabiannarele ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2007, 21:16   Tanztherapie Beitrag #18 (permalink)
Schreibkraft
 
Registriert seit: 26.01.2007
Ort: Österreich
Beiträge: 103
Standard

ich weiß! das kommt mir sehr bekannt vor! das mit dem rosa elefanten und dem erzwungenen kreativ sein oder erkenntnisse machen wollen! geb ich dir voll recht!

in letzter zeit komm ich leider nur mehr ganz wenig dazu. aber ich sollt mir wieder mehr zeit dazu nehmen. ich hab früher lange Brieffreundschaften gehabt, in die ich immer sehr vertraut habe. Ein gegenseitiges schreiben.. fast die beste methode manchmal denk ich, wenn man zum anderen genauso ehrlich sein kann wie zu sich selbst.?!

mach ich, danke dir! ich bleib dran!
dann mal danke für alles und alles gute!

wünsch dir einen schönen abend,
lg sommerregen
sommerregen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2008, 07:35   Tanztherapie Beitrag #19 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 21.02.2008
Beiträge: 14
Standard

Hi,

ich werde in ein paar Wochen (oder Monaten) in eine psychosomatische Klinik gehen. Dort werde ich auch mit der Tanztherapie konfrontiert werden. Das ist aber genau die Therapie, vor der ich am meisten Angst habe. Naja, Angst ist vielleicht nicht das richtige Wort... ich will es einfach nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mich überhaupt bewegen kann, wenn andere um mich herum sind und mir dabei zu sehen. Und dann soll ich auch noch Gefühle tanzen Oo das macht mir echt Sorgen... das ist mir viel zu peinlich, ehrlich. Ich werde wahrscheinlich ständig nur dumm grinsen müssen und mich völlig bescheuert fühlen, klar, dass ich das alles dann unmöglich ernst nehmen kann. Ich weiß echt nicht, wie ich das überhaupt anstellen soll. Gibt es häufiger Menschen, die sich anfangs dagegen weigern und dann doch mitmachen? Oder kann man das verweigern, auch wenn es vielleicht besser für einen wäre, doch mitzumachen? Das beschäftigt mich wirklich.

Gruß,

Viari.
Viari ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2008, 07:55   Tanztherapie Beitrag #20 (permalink)
Verleger
 
Benutzerbild von Gabiannarele
 
Registriert seit: 29.07.2007
Ort: Hauptstadt des Nebelreichs a.d. Donau
Beiträge: 7.209
Standard

hallo Viari,

das glaube ich, dass Dich das sehr beschäftigt. Während es für Menschen, die beispielsweise sowieso gerne tanzen u.ä. die Hemmschwelle wahrscheinlich eher niedriger ist, ist es für andere höher. Da ich nie im klinischen Bereich gearbeitet habe, hatte ich es immer nur mit Freiwilligen zu tun.

Es hängt natürlich immer auch von der Therapeutin ab, aber i.d.R. ist es so: zum einen gucken die anderen Dir nicht zu, denn sie machen ja mit, zum anderen wird nicht immer und sofort und vll auch gar nicht im herkömmlichen Sinne "getanzt", sondern sehr viel ruhige Sachen gemacht, wie Körperspürübungen, Atemsachen usw., oder spielerische Sachen. Wir haben auch sehr viel Spaß und Freude immer gehabt. Es gibt auch strukturierte Sachen, wie z.B. die Laban-Arbeit , bei der versch. Bewegungs- Zeit- und Raumqualitäten erkundet werden. Es gibt zig Gestaltungsmöglichkeiten.

Inwieweit Du die Therapie verweigern kannst, musst Du mit der Klinik klären. In der Therapie selbst ist es so, dass man sogar lernen soll und kann, für sich selbst zu sorgen, indem man z.B. Pausen macht, wie man sie braucht, oder eine Übung nicht so mitmacht, weil sie einem - warum auch immer - gegen den Strich geht.

Kannst Du die Fachkraft vorher schon mal kennenlernen, die das macht? Dann erzähl ihr von Deinen Bedenken. Glaube mir, Du bist sicher nicht die erste und die einzige. Sie kann Dir dann sagen, wie sie damit umgeht.

Es wäre schade, wenn Du Dir aus Angst und wegen falscher Vorstellungen die Möglichkeit nehmen würdest.

Hoffe, Du erzählst mir dann, wie es war, vll per PN

LG Gaby
Gabiannarele ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2008, 08:46   Tanztherapie Beitrag #21 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 21.02.2008
Beiträge: 14
Standard

Ich glaube nicht, dass ich die Person, die das Leitet, voher kennen lernen werde. Ich habe zwar einen Termin, bei dem ich mir die Klinik ansehen kann, aber für sowas haben die sicher keine Zeit.

Eigentlich tanze ich gerne, so ist es ja nicht, aber eben nicht... gezwungen. Und vorallem nicht, wenn ich meine Gefühle tanzen soll, das erscheint mir so merkwürdig.

Ich werd dir bescheid geben, wenn ich das hinter mir hab ^^ aber wie gesagt, ich werde da erst in ein paar Wochen oder sogar Monaten (weil ich im Moment nicht stabil genug bin) hin verfrachtet und wie lange ich dann dort bleiben muss, ist mir auch noch nicht klar - könnte also etwas dauern
Viari ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2008, 08:57   Tanztherapie Beitrag #22 (permalink)
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Registriert seit: 29.07.2007
Ort: Hauptstadt des Nebelreichs a.d. Donau
Beiträge: 7.209
Standard

woher hast Du das eigentlich mit dem "Gefühle-Tanzen?" Das ist eine Möglichkeit unter 1000den, kann ich mir aber nicht vorstellen, dass man so was in einer Klinik gleich macht, wenn überhaupt. Ich weiss von einer Kollegin, die ganz einfache Körperübungen und Wahrnehmungsübungen macht. Sonst nichts.

Und ich würde bei dem Besuch der Klinik wirklich ALLE Fragen stellen, die Dir unter den Nägeln brennen. Die werden Dir sicher was dazu sagen können, auch wenn sie selbst das nicht leiten. Eine Klinik hat ja bestimmte Grundsätze, wie sie therapeutisch vorgeht, das wird sich auch auf die Tanztherapie erstrecken. Und sie können Dir etwas zu der Qualifikation dieser Person sagen, das kann auch schon beruhigen.

Jede Therapie lebt von der Freiwilligkeit der Leute und von der Flexibilität, sich auf denjenigen, der begleitet werden soll, einzustellen. Warum soll das bei der Tanztherapie anders sein?

LG Gaby
Gabiannarele ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2008, 09:05   Tanztherapie Beitrag #23 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 21.02.2008
Beiträge: 14
Standard

Hm... dieses "Gefühle Tanzen" kommt immer wieder vor, wenn man etwas über Tanztherapie ließt. Wäre ja schon einmal eine riesen Beruhigung, wenn das gar nicht zwangsläufig so sein muss :P das halte ich nämlich wirklich für schlimm.

Danke dir für deine Worte, das baut mich wirklich auf und lässt mich glauben, dass ich das doch irgendwie überstehen werde ^^ ehrlich.
Werde deinen Rat annehmen und alle Fragen stellen, die mir nur in den Sinn kommen.

Danke
Viari ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2008, 09:15   Tanztherapie Beitrag #24 (permalink)
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Registriert seit: 29.07.2007
Ort: Hauptstadt des Nebelreichs a.d. Donau
Beiträge: 7.209
Standard

Zwanghaft und Therapie sind meines Wissens nach Begriffe, die nicht zusammen gehen und nicht zusammengehören. Also Zwanghaft ist gar nix da.
Ich weiss nicht, was Du gelesen hast, aber vll wirkt dieses "Gefühle tanzen" auf Dich nur so dominant, weil Du das am meisten befürchtest.

Ich habe hier im Thread zwar auch geschrieben, aber das als Anregung für Sommerregen gemeint, weil es da um das Thema Körperausdruck speziell ging.

Ich habe das mit den Gefühlen zwar schon mit Schulkindern gemacht, aber hübsch verpackt als "Maskentanz" und eingebettet in einem passenden Thema. Die sind da natürlich unvoreingenommener, jodeln und stampfen rum, wenn sie schon endlich mal dürfen

Gefühle tanzen, das kann auch ein innerer Tanz sein. Ich kann mich da ruhig hinlegen und die Resonanz in mir spüren z.B. wie atme ich bei diesem und jenem Gefühl, was hab ich für Bilder, Impulse dabei usw. Die Audrucks- und Erfahrungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Also es wird sicher nicht so sein, dass die jetzt sagt: so stellt euch hin und tanzt euren Ärger Du siehst ja hier, dass damit schon Menschen ohne Krankheitsbild Hemmschwellen und Probleme hätten, warum sollen sie das dann in einer Klinik machen. Sich so aus dem Stand raus öffnen zu müssen, das wird keinem zugemutet. Wäre totaler Quatsch.
Gabiannarele ist offline   Mit Zitat antworten
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