hallo Fanny,
diese Schwellenängste sind sehr weit verbreitet und Tanztherapie/Körpertherapie haben fließende Grenzen. Tanztherapie heisst nicht, dass man ständig tanzt. Im Grunde geht es darum, die (Selbst-)Wahrnehmung (wieder) zu schärfen, da diese einfach die Basis für alles ist. Wenn ich nicht spüre, wie es mir gerade geht, was ich brauche, was mir entgegen kommt etc, dann weiss ich auch nicht warum ich so reagiere, wie ich reagiere bzw. kann keine Entscheidung fällen für eine angemessene Reaktion, keine Sensibilität für meine Umwelt entwickeln usw. Tanztherapie ist ein Teil der Körpertherapie.
Dass diese Gefühle da hochkommen, ist sehr gut möglich, und sehr positiv. Denn wenn sie hochkommen, können sie auch wieder gehen. Sie werden dann nämlich nicht mehr festgehalten, sondern sind im Fluss. Es kann dann auch das seelische Material sichtbar und verarbeitet werden, das sich hinter diesen Gefühlen verbirgt (Bilder, Erinnerungen, tiefere Gefühle etc)
Ich habe es in der Körpertherapie nur so kennengelernt, dass der Umgang mit dem, was sich zeigt, durchgehend wertneutral ist. Das ist das, was ich an dieser Arbeit ganz besonders schätze. Denn diese Neutralität ist für mich die Vorraussetzung dafür, die Dinge anzunehmen. Und nur, was angenommen oder akzeptiert wird, kann sich auch wirklich verändern, weiter entwickeln, oder weiter ziehen.
Für welche Art von Körpertherapie, Körperarbeit oder z.B. auch kreativer Therapie Du Dich entscheidest, geh da nach dem, was Dich am meisten "anzieht". Da hast Du dann Deinen Einstieg, Dein Medium, Deine Antennen, oder wie immer Du das nennen magst. Wenn Du Dich freust, das zu machen (egal, ob es tanzen, Entspannungstechniken, malen, schreiben, sonstwas ist), mach es. Es ist dann Dein Weg