Hallo allerseits,
ich (27) bin seit einigen Wochen in meiner ersten Verhaltenstherapie wegen sozialer Hemmungen, schwachem Selbstwertgefühl und innerer Unruhe.
Zuletzt war meine bisher missglückte Berufsfindung das Hauptthema der Stunde.
Mein Therapeut (ein Psychologe mittleren Alters, dem ich eigentlich gute Kenntnisse zutraue) geht davon aus, dass der "Beruf" der Mutter und Hausfrau das Richtige für mich ist. Er hält das für die beste Lösung, da mir keine Alternative einfällt und ich seiner Meinung nach mit meinem sensiblen Wesen vermutlich weiterhin in der Arbeitswelt scheitern würde.
Immerhin hätte ich ja schonmal einen Partner (der selbst gerade arbeitslos ist und mit dem Status nicht an Familiengründung denken mag...).
Meine Bedenken von wegen "passt nicht mehr in die heutige Zeit" habe ich ihm mitgeteilt, aber er entgegnete, es ginge ja um mich und mein Wohlbefinden. Ich habe aber keine Ahnung davon, wie es ist, sich um ein Kind zu kümmern, vom Gehalt des Mannes zu leben und ich bin nichtmal gut in Sachen Haushalt!
Um die Zeit bis zu Familiengründung zu überbrücken, empfiehlt er mir, es weiterhin mit 1-Euro-Jobs zu versuchen.
Na meine Fallmanagerin wird sich sicher über diesen Vorschlag freuen...
Kann ich die Ratschläge dieses Therapeuten ernst nehmen??
Ich bin seit dem letzten Termin sehr verunsichert....
P.S.: ich bitte um konstruktive Antworten!!


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