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Thema: Therapie bei Angst vor Ablehnung?

  1. #1
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    Standard Therapie bei Angst vor Ablehnung?

    Ich probiers mal aus hier reinzuschreiben, ich würde mich sehr über den ein oder anderen guten Tip freuen, vielleicht kann mir ja jemand helfen...

    Ich fasse mal meine psychischen Probleme mit dem Begriff "Angst vor Ablehnung" zusammen. Ich weiß natürlich nicht, ob das so stimmt..., aber die Sache äußert sich so:

    Ich muss beruflich ausschließlich allein arbeiten und habe kaum Kontakt zu Menschen. Ich kann mich überhaupt nicht mehr konzentrieren und bekomme nichts mehr hin. Ich habe das Gefühl, andere Menschen zu brauchen, um etwas wert zu sein, der Gedanke, allein zu sein macht mich wahnsinnig... Es ist aber keine Lösung, möglichst viel mit anderen zu unternehmen, ich vernachlässige dann meine Arbeit undsoweiter.
    Ich bin nicht kontaktscheu, im Gegenteil! Ich kann gut auf andere zugehen. Das Problem ist eher, dass ich das nicht ständig will, da ich doch arbeiten muss, aber ich habe wie eine Panik, nicht alleine sein zu können und mich auf meine Pflichten zu konzentrieren. Der Kontakt mit anderen ist auch ständig mit diesem Ding in Verbindung, dass ich mich abgelehnt oder bestätigt fühle --- ich kann das jetzt nicht so gut beschreiben, aber irgendwie haben andere Menschen gleich einen unglaublichen Einfluss auf meine Gemütslage.

    Das ganze hängt zusammen mit meiner Geschichte: ich war früher sehr schüchtern was das andere Geschlecht angeht. Als ich dann endlich mal eine Freundin hatte hatte ich Panik sie zu verlieren, abgelehnt zu werden und habe gerade dadurch genau das erreicht. Das ist mir dann noch zweimal so passiert. Und jetzt steh ich da wo ich stehe....
    Das Problem: es ist keine Lösung dass ich mich in mich zurückziehe. Aber: ich darf andere Menschen nicht brauchen um meinen Wert zu definieren, um etwas wert zu sein, und da tendiere ich immer ganz schnell dazu. Das gibt denen natürlich eine unglaubliche MAcht über mich und ich bin sehr verletztlich. Ich habe vorgestern eine Email bekommen, in der ich total abgelehnt wurde als Person, sie sagte sie will mit mir nichts mehr zu tun haben wegen einem ******, total gemein (von jemandem der mir gar nciht wichtig ist), und das macht mich fertig, mein Selbstwert ist gleich total im Keller. Dabei dürfte mir das überhaupt nichts ausmachen, von der erst recht nicht, sie kennt mich kaum!
    Desweiteren will ich ja meine Arbeit gut machen und dafür muss ich mal die anderen Menschen vergessen und aus mir selbst heraus mich wertvoll fühlen. Mein Leben ohne andere Menschen wertschätzen. Das gelingt mir irgendwie sehr sehr schlecht!!! Als ich noch so schüchtern war konnte ich das besser....

    Was ich versuche sind so Acceptance und Commitment-Therapie-Methoden. Aber ich frage mich, ob es auch etwas "Inneres" gibt wo man ansetzen kann, also beim Problem selbst???
    Ist es wohl sinnvoll etwas zu probieren, das irgendeine alte Wunde aufspüren hilft? Oder eine Verhaltensterapie, dass ich lerne mit "Ablehnung" umzugehen?

    Ich bin genervt, ich bin relativ lebensunfähig geworden. Und ich darf mich nicht isolieren - aber es kann doch auch nicht die Lösung sein, dass ich unbedingt andere Menschen brauche um mich irgendwie wertvoll zu fühlen. Da bin ich ja dann wieder total in der Angst vor Ablehnung drin: ich suche ständig nach der BEstätigung dass ich doch was wert bin und kriege aufgrund dessen immer wieder die Bestätigung, dass ich nichts wert bin.
    Irgendeiner ne Idee???
    Ich danke im Voraus!

  2. #2
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    Standard

    Hallo gegenwart,

    magst Du vielleicht noch ein paar weitere Angaben zu Dir machen? Wie alt bist Du denn und wie ist Deine aktuelle private Situation?- Du schreibst nur von Deiner Jobsituation... Wo wohnst Du denn? Hast Du einen Freundeskreis?

    Arbeitest Du in einer Firma, aber dort isoliert, habe ich das richtig verstanden?

    Was macht Dir bei einer eventuellen Ablehnung so große Angst? Ich denke dann z.B. "Okay, ich weiß, woran ich bin! Der/die nächste bitte!"
    Ich kenne eine Frau, die fast platzt, weil sie jedem gefallen möchte und niemandem ihr wahres Gesicht zeigt - sie lästert dann hintenrum. Das finde ich viel, viel schlimmer, als jemanden der offen sagt, dass er mich nicht mag. Mir persönlich macht nicht Ablehnung Angst, sondern eher der Gedanke, dass Menschen mir freundlich gegenübertreten, ich sie vielleicht sogar als Vertraute ansehe, die sich in Wahrheit aber verbiegen und einfach bei jedem Harmonie vortäuschen, weil ihnen der Mut fehlt, zu sagen, dass sie jemanden nicht leiden mögen.

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