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Thema: Therapie bei Narzismus

  1. #1
    Neuling
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    Frage Therapie bei Narzismus

    Hallo,

    mich beschäftigt seit einiger Zeit, dass ich bei meinem Mann narzistische Züge erkenne. Vorab ist dazu zu sagen, dass er mich wiederholt angelogen hat und es immer noch tut und seit einigen Monaten eine Beziehung zu einer Arbeitskollegin begonnen hat

    er redet nur von sich und dem was er will und nicht von mir bekommt
    ich gebe er nimmt
    gebe ich nichts mehr wird er unleidig und versteht die welt nicht mehr
    er versteht nicht, wenn ich sage, er hat mich verletzt
    und sieht auch nicht, dass ich ihm deshalb grad nichts geben kann
    also Empathie = null
    in der ARbeit, sagt er, sei er der King und zuhause nicht (mehr)
    er braucht aber ständig die Bestätigung, dass er toll ist, alles toll macht,..."my master, i love you"
    wenn es dann gar nicht anders geht, nörgelt er so lang an mir rum, bis er sich wieder "besser" fühlt

    natürlich haben wir dadurch erhebliche Problem in der Beziehung und ein normales Gespräch ist gar nicht mehr möglich. Hab das Gefühl, er hat sich total in seine Gefühlswelt zurückgezogen. Er hört, was er hören will und dreht sich alles so, dass er auf keinen Fall irgendwie Verantwortung hat für das was grad passiert....

    jetzt möchte ich mich von ihm trennen, befürchte aber dass er total abstürzt...kann mir jemand dazu einen rat geben?? oder sonstwas dazu sagen?

    danke
    zwieferl
    Geändert von zwieferl (06.06.2011 um 09:41 Uhr) Grund: text zuviel

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    jetzt möchte ich mich von ihm trennen, befürchte aber dass er total abstürzt..
    hallo Zwieferl,

    wenn Du damit erpressbar bist, dann wird sich nie was ändern. Er wird sich nicht ändern, weil er es nicht muss. Du hast ihn sogar geheiratet und damit ja auch bestätigt, dass man mit Dir so umgehen kann. Eine Trennung, wenn Du das nicht willst, wäre somit konsequent. Denn seine Art ist ja vermutlich nicht vor kurzem aus dem Nichts aufgetaucht, oder?

  3. #3
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    Hallo Zwieferl,

    Mensch, das hört sich ja ziemlich anstrengend an, was Du da durchmachst!

    Auf der anderen Seite, fiel mir auch nur der Weg der Trenung ein, und es ist natürlich eine Riesen-Entscheidung, das zu tun.
    Dass Du Dir um Ihn Sorgen machst, ist natürlich lieb von Dir, ansererseits kann man niemanden therapieren, der das nicht selber will.
    Ich denke, allenfalls der "Leidensdruck" einer Trennung könnte ihn dazu bewegen, aber das sollte nicht Deine Sorge sein.
    Eher, dass Du Dich vielleicht zu sehr dafür verantwortlich fühlst, dass es ihm gut geht. Es klingt etwas nach diesem Standardausdruck der Co-Abhängigkeit. Das sind u.A. die, die immer für andere Therapien suchen, alles richtig machen wollen, alles tun, damit es dem Anderen gut geht, u.s.w.

    Aber wie das auch immer heisst, so eine Beziehung muss einen ja ausmergeln.
    Ich würde Dir allenfalls raten, Dich mehr um Dich selbst zu kümmern und Dir etwas weniger Sorgen um andere zu machen. Wenn er - wie er sagt - auf Arbeit "der King" ist, dann hat er ja dort gute Ressourcen und viel Potenzial, das zu verkraften.

    Egoismus ist eine wichtige Kraftquelle, von der Du vielleicht eher MEHR brauchst, anstatt sie bei ihm therapieren zu lassen.

    Liebe Grüße

  4. #4
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    Zitat Zitat von Gabiannarele Beitrag anzeigen
    hallo Zwieferl,

    wenn Du damit erpressbar bist, dann wird sich nie was ändern. Er wird sich nicht ändern, weil er es nicht muss. Du hast ihn sogar geheiratet und damit ja auch bestätigt, dass man mit Dir so umgehen kann. Eine Trennung, wenn Du das nicht willst, wäre somit konsequent. Denn seine Art ist ja vermutlich nicht vor kurzem aus dem Nichts aufgetaucht, oder?
    nein, das zeigt sich immer deutlicher. Manches erkenne ich auch erst durch die Situation wie es jetzt ist. So gesehen, war er schon so, als wir uns kennengelernt haben, ja sogar schon als Kind (wie mir seine Schwester jetzt an Beispielen aufgezeigt hat)

    wenn alles nicht so traurig wäre, es wäre zum lachen

    das wirklich schwierige ist, dass scheinbar ausser mir, keiner erkennt, dass da was total aus dem ruder läuft bei ihm....und dass es egal ist wie ich mich verhalten, hauptsache er hat was davon. alles andere geht gar nicht. er erzählt aber nur die dinge die ihn gut dastehen lassen, läßt wichtiges weg oder verdreht es zu seinen gunsten, so dass jeder denkt, was ist das denn für eine gestörte Frau, schau bloß, dass´d die los bekommst.....*schüttel*

    deshalb steh ich zwar nicht allein, aber gegen diese wand an schuldvorwürfen...*puh* da muss ich erst wirklich durchschnaufen, trotzdem fällt es so schwer, mich zu trennen....ich trau es mir gar nicht zu sagen, aber ich hab schuldgefühle, zu gehen.....deswegen bin ich wohl auf ihn auch angesprungen, oder???? Boa, ich glaub da hab ich echt noch was vor mir....
    ist hier jemand der sich schon von einem Narzisten getrennt hat, der mir was dazu sagen will?


    danke @gabiannarele

    lg
    zwieferl

  5. #5
    Neuling
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    Zitat Zitat von motorpsy Beitrag anzeigen
    Hallo Zwieferl,

    Mensch, das hört sich ja ziemlich anstrengend an, was Du da durchmachst!

    Auf der anderen Seite, fiel mir auch nur der Weg der Trenung ein, und es ist natürlich eine Riesen-Entscheidung, das zu tun.
    Dass Du Dir um Ihn Sorgen machst, ist natürlich lieb von Dir, ansererseits kann man niemanden therapieren, der das nicht selber will.
    Ich denke, allenfalls der "Leidensdruck" einer Trennung könnte ihn dazu bewegen, aber das sollte nicht Deine Sorge sein.
    Eher, dass Du Dich vielleicht zu sehr dafür verantwortlich fühlst, dass es ihm gut geht. Es klingt etwas nach diesem Standardausdruck der Co-Abhängigkeit. Das sind u.A. die, die immer für andere Therapien suchen, alles richtig machen wollen, alles tun, damit es dem Anderen gut geht, u.s.w.

    Aber wie das auch immer heisst, so eine Beziehung muss einen ja ausmergeln.
    Ich würde Dir allenfalls raten, Dich mehr um Dich selbst zu kümmern und Dir etwas weniger Sorgen um andere zu machen. Wenn er - wie er sagt - auf Arbeit "der King" ist, dann hat er ja dort gute Ressourcen und viel Potenzial, das zu verkraften.

    Egoismus ist eine wichtige Kraftquelle, von der Du vielleicht eher MEHR brauchst, anstatt sie bei ihm therapieren zu lassen.

    Liebe Grüße
    ...mit der co-abhängigkeit liegst du vermutlich gar nicht so daneben. irgendwie denk ich auch in die richtung. und ich bin ja schon total ausgepowert, kann kaum noch schlafen......und denke mir, warum tue ich mir das an, worauf warte ich.....

    weil ich nicht schuld sein will an der trennung? da staun ich direkt selbst, dass ich das auch noch denke....*staun*

    weil ich hoffe, es würde sich doch noch was ändern? - wird es nicht, ich weiß es, aber trotzdem.....??? *noch mehr staun*

    weil ich hoffe, dass es einfach nicht so ist, wie ich es sehe und erlebe.....
    - wie blöd kann man denn noch sein *aus dem staunen nicht mehr rauskomm*


    Ich hoffe die Kraft zu haben, wirklich standhaft zu bleiben und mich nicht mehr "überreden" zu lassen....
    weil er - O-Ton von meinem Mann -
    "mich doch noch immer liebt und es immer tun wird"
    "einen Neuanfang will"
    " sich doch schon entschuldigt hat" (hat er zwar nicht, bzw. sagt er, es tut mir leid, aber du hast auch.....-was bei mir ankommt wie "es tut mir gar nicht leid, weil....)
    "eben manchmal sich außen holen muss, was er von mir nicht bekommt" (was er damit wohl meint *grübel* - hat drei Buchstaben - hmmmmmmm *ups*
    der Meinung ist, "dass nicht er, sondern ich dringend eine Therapie brauche"
    "davon ausgeht, dass ein Therapeut ihm nicht helfen kann, weil er selber alles schon weiß"
    "eifersüchtig ist, aber selbst keine Skrupel hat nebenan zu gehen"
    "........


    ....hier bitte gerne ergänzen, was andere Narzisten so auf Lager haben/hatten um zu erreichen, dass Frau sich nicht traut zu gehen....


    lg
    zwieferl

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