Hallo zusammen,
Mitte 2008 verschwanden auf einmal meine Gefühle und Empfindungen, die sich seitdem auch nicht wieder eingestellt haben. Ich habe beispielsweise kaum noch Spaß an Dingen, die ich vorher gerne getan habe, ich bin noch weniger kommunikativ als ich dies vorher gewesen bin und auch leicht reizbar. Ich kann mich demnach weder über Sachen freuen, noch Trauer empfinden.
Todessehnsüchte weise ich nicht vor. Schlappheit bzw. wenig Antriebskraft kann ich eigentlich nicht erkennen, denn ich absolviere seit Mitte 2009 erfolgreich ein berufsbegleitendes Studium und treibe auch regelmäßig Laufsport.
Anfang 2009 bin ich dann erstmals zu einem Arzt gegangen und eine Untersuchung des Bauchs (Leber usw.) sowie des Bluts ergaben keine Auffälligkeiten. Man schickte mich dann zu einer Psychiaterin, wo wir in 2009 bestimmt an die 6-8 Antidepressiva austesteten, leider immer ohne Erfolg.
Mutmaßlich hat wohl die erfolglose Jobsuche nach der Ausbildung und das Auslaufen des Arbeitsvertrags 12 Monate nach der Ausbildung dazu beigetragen, dass ich in diese depressive Verstimmungslage geraten bin, denn obwohl ich mein ganzes Leben immer der Schule und der Berufsausbildung mit entsprechenden Erfolgen(Noten) gewidmet habe, erhielt ich nur Absagen und wurde ein Opfer der Wirtchaftskrise. Seit 2008 befinde ich mich praktisch auf der Jobsuche und nach dem Auslaufen des Arbeitsvertrags Anfang 2009 habe ich seitdem gerade einmal 9 Monate Berufserfahrung sammeln können.
Ich setze nun meine Hoffnungen auf das Studienende, denn dann kann ich mich auch bundesweit auf Stellen bewerben, wo mir gute Chancen eingeräumt werden.
Anfang 2010 wechselte ich dann zu einem Neurologen, der ihr Nachfolger gewesen ist (hat eine entsprechende Ausbildung) und hier probierten wir dann noch einmal erfolglos 3-4 Präparate aus.
Ich probierte es dann ein gutes Jahr auch auf homöopathischer Basis und gehe seit Mitte 2010 auch einer Gesprächstherapie nach, bislang aber auch ohne jeglichen Erfolg.
Ich weiß nun nicht mehr weiter, was ich also noch tun soll.
Glaubt Ihr auch, dass eine reelle Chance besteht mit einem hoffentlichen beruflichen Neustart in 2012 wieder in eine seelisches Gleichgewicht zu geraten, die meine Gefühle wieder aufeben lässt?
Generell war und bin ich immer jemand gewesen, der relativ wenig Freude hat und dem es schwer fällt auf fremde Menschen zuzugehen.
Medizinisch habe ich doch alles ausprobiert. Mein Neurologe bietet mir höchstens noch an, eine kinesiologische Behandlung durchzuführen. Diese könne durchaus Erfolg haben.
Wie seht Ihr das und gibt es von Eurer Seite noch irgendwelche Vorschläge?
Das mit der Gefühlslosigkeit kann doch nicht so weitergehen...
Vielen Dank
Gruß


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