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Thema: Tiefenpsych. fund. Therapie - Muss das so sein?

  1. #9
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Hallo Exot,

    kein Grund, mir dafür auch noch "dankbar" () zu sein, dass ich hier so zurückgeschossen habe - ich wollte Dich auch nicht als Menschen hier runtermachen.
    Dafür hättest Du mir auch keinen persönlichen Grund gegeben!

    Dass der eigene Frust auch mal raus muss, sogar in völlig undifferenzierter Form: auch dafür ist Platz - manchmal muss das sogar sein, um den Kopf wieder etwas klarer zu bekommen.
    Nenne mir mal eine einzige Person, die sowas noch nie gemacht hätte ...

    Solange zu erkennen ist, dass derjenige, der so mal Dampf ablässt, dann auch wieder zur differenzierten Kommunikation zurückfinden kann und will, wenn der Druck erst mal raus ist, solange würde ich mich hüten, zu sehr dagegen anzupolemisieren.
    Den Spieß umdrehen - ich gebs ja zu: ich könnte nie behaupten, dass ich mir dies immer verkneifen könnte ...
    Beim nächsten "Koller" einfach nen eigenen Thread dazu aufmachen - da können wir uns in aller Gemütlichkeit gegenseitig aus- und anko***n ... und dann die Friedenspfeife rauchen


    BTW: kannst Du Dir jetzt vorstellen, warum man mit Eigenanalysen etwas vorsichtig sein sollte? Noch viel mehr bei Eigendiagnosen und Eigentherapie ...
    Auch da übersieht man sehr leicht etwas, das relevant sein könnte, oder betrachtet etwas als relevant, das eigentlich auf einer Fehlinterpretation beruht.
    Ein Weg, der sich anfangs als stimmig anfühlt, kann sehr leicht zur Sackgasse werden - oder einen erst so richtig in etwas hinführen.
    Kritisches aber offenes Hinterfragen, auch der Therapie oder dem Therapeuten gegenüber, ist gut und, IMHO, wichtig - aber dennoch versuchen, in den Grenzen des für einen selbst Möglichen zu bleiben.
    Die zu erkennen (und auch anzuerkennen ...) ist nämlich oft schon ein Teil der eigentlichen "Lösung" ...


    lg

  2. #10
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    Bedankte sich ein mal in einem Post.

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    Mein ehem. Psychotherapeut ist kein Artzt sondern wirklich Prof. Dr. der Psychologie! Außerdem ist er schon etwas älter und sicher auch sehr erfahren. Es mag sein dass eine Psychotherapie für mich und meine Probleme wirklich nicht das richtige ist. Meine Hausärtztin hat mir damals einfach eine empfohlen und ich wollte der Sache eine Chance geben.
    Es gab anfangs Sitzungen mit einer jungen Psychologin die allerdings meinte ein erfahrenerer Psychologe und vor allem ein Mann sowie eine Tiefenpsychologische Therapie währe am besten geeignet für mich.
    Ich habe auch immer viel über mich, meine Gefühle, meine Familie und alles mögliche erzählt.
    Ich habe mich auch ganz gut mit ihm verstanden und fand ihn auch sympathisch.
    Ich wusste nach einigen Monaten aber einfach nicht mehr was ich noch erzählen könnte. Das einzige Thema über das ich nie gesprochen habe war Sexualität.
    Vielleicht hätte er damit noch etwas anfangen können. Aber warscheinlich hätte ich dann auch wieder nur irgendetwas gehört was ich selbst schon gesagt habe,was ich schon längst weiß oder irgendwelche Freudschen Weißheiten.
    Ich glaube mein Therapeut hat so wenig erzählt und auch nicht sehr umfassend und breit gefächert nachgebohrt weil er wollte das ich selber erzähle wonach mir gerade ist -- was mir gerade einfällt.
    Sicher ist das auch ganz sinnvoll weil es ja eine bedeutende Information sein kann wenn ich z.B. in dem Moment wo ich ihm gerade gegenübersitze an etwas bestimmtes denke. Daraus kann man sicher irgendwelche Rückschlüsse ziehen. Aber immer wenn ich dann spontane Einfälle äußerte kam dabei nicht wirklich etwas heraus.
    Vielleicht wusste er einfach auch nicht wirklich was er mit mir anfangen soll.
    Sicher war ich auch etwas ungeduldig. Ein halbes Jahr ist für ne Tiefenpsychologische Therapie sicher nicht viel..

    Wenn ihn ein bestimmtes Thema interessiert hätte von dem er auch glaubt das es wichtig sein könnte hätte er doch auch irgendwann mal danach fragen können. Vielleicht hätte sich dann wieder etwas bewegt.

    Fazit: Wenn ich zum Psychologen gehe (nicht zum Artzt!) dann erwarte ich Erkenntnisse. Ich erwarte nicht das er mein Leben komplett umkrämpelt und das er mir die absolute alles verändernde Formel präsentiert. Aber ich erwarte das ich etwas über mich lerne das ich ohne den Psychologen nicht gelernt hätte. Etwas das mir dinge begreifbar macht. Das mir die Angst nimmt oder was auch immer. Und dann kann sich etwas in bewegung setzen!
    Ich erwarte auch, dass wenn der Psychologe möchte das ich zur Selbsterkenntnis gelange und ich dabei ins Stocken gerate, dass er dann eingreift und kurzzeitig etwas lenkt und an einer interessanten Stelle nachbohrt.
    Und natürlich sollte man sich als Patient auch überlegen ob Psychotherapie wirklich das richtige für einen ist. Tiefenpsychologische Psychotherapie z.B. ist meiner Ansicht nach primär etwas das für Leute geeignet ist, welche die Ursachen ihrer Probleme NICHT selbst finden und dabei Hilfe von einer ausgebildeten Person brauchen die das ganze mal von außen Betrachtet.
    Geändert von new001 (08.04.2011 um 20:21 Uhr)

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