Hey,
ich habe jetzt den Post einfach mal bei Minderwertigkeitskomplexen reingepostet, da ich denke hier passt er am besten rein.
Ich habe mich hier angemeldet weil ich einfach keine innere Ausgeglichenheit bzw. ständig das Gefühl habe weniger als andere Wert zu sein.
Generell bin ich ein sehr introvertierter Mensch. Nach den Symptomen von HSP müsste ich eigentlich auch einer sein.
Vielleicht kurz zu meiner Vorgeschichte:
Ich bin schon seit Kindesalter ein sehr in sich gekehrter Mensch, der in der Schule versuchte die Aufmerksamkeit durch spielen des "Klassenclowns" zu erhalten. Sprich ich wollte schon immer Aufmerksamkeit von Anderen, hatte aber einfach die intrinsische Haltung die ich bei mir trug. Somit war mein nach aussen gerichtetes Verhalten meist unauthentisch. Schlussendlich war ich der Klassenclown der nicht zuletzt deswegen gemobbt wurde. Das Mobbing verstärkte natürlich nicht gerade mein Selbstbewusstsein und ich began im Alter von 16 Jahren, nicht zuletzt durch den Wechsel vom Gymnasium auf eine Realschule, alles unter kontrolle zu bringen und mein Leben nach einem System zu erstellen.
Ich begann also alles nach einem Plan aufzustellen. Ich begann mit dem Kraftsport um respektiert zu werden. Des weiteren entwickelte ich mich in der Schule zum absoluten Streber, der alle Jahrgänge bis zu seinem Fachabitur unter einem Notendurchschnitt von 1,5 blieb. Soziale Interaktionen waren meist rein auf Resultate reduziert. Sprich wenn ich etwas brauchte, äußerte ich es aber mehr eben nicht. Ich meinte ich könne so alles unter kontrolle halten, könne alles so gestallten, dass meine Schwächen einfach nicht mehr vorhanden sind. Materiell und auf die eigene Leistung bezogen war dies auch so. Allerdings klappte das Ganze nur in mir und nicht mit meiner sozialen Umwelt. Durch meine Persönlichkeitsentwicklung, die im Laufe der Jahre enstandt, wusste ich immer mehr welche Hebel ich in Bewegungs setzen musste um das und das Ziel bei meinem Gegenüber zu erreichen. Teilweise klappte dies aber schlussendlich war es einfach nicht authentisch, was mir gerade jetzt in meiner Studienzeit sehr stark Schmerzen bereitet. Wobei wir auch bei meinem momentanen Stand angekommen sind:
Ich bin momentan in meinem Studium und mir liegt mein Hauptaugenmerk auf der persönlichen Entwicklung. Ich investiere sehr viel in soziale Kontakte, bekomme allerdings kaum etwas zurück, weil ich vermutlich einfach nicht authentisch wirke und unsicher bin. Nach der Attraktivitätsforschung gesehen bin ich wohl ein sehr attraktiver Mensch, was sich auch bei der Frauenwelt bemerkbar macht, ich aber einfach nichts mache weil ich Angst habe. Genauer genommen hatte ich noch nie einen Kuss mit einer Frau. Ich hatte so oft die Gelegenheit dazu, habe aber immer im letzten Moment den Rückzieher gemacht. Ich denke nicht zuletzt dieser Punkt wirkt sich auf die anderen Studenten um mich herum aus. Frauen sind nunmal eben ein gewisses Statussymbol und wenn ich nicht mit ihnen nicht in Kontakt trete, vermindert dies eben auch meinen sozialen Wert.
Ich weiss momentan nicht wirklich wie ich vorgehen soll bei all dem. Auf der einen Seite will ich ein sozialer Mensch sein, der beliebt bei seinem Umfeld ist. Auf der anderen Seite bin ich der introvertierte Mensch, der jedes mal unglaubliche Energie in soziale Interaktionen investiert und diese dann eben meist an der Unsicherheit scheitern.
Wart ihr schon einmal in so einer Situationß Habt ihr Hilfestellungen für mich?
Für Anrgegungen jeder Art bin ich sehr dankbar!


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