Vor knapp eineinhalb Jahren ist ein sehr guter Freund von mir verunglückt. Er ist bei seiner Arbeit, die er über alles geliebt hat, am letzten Tag, an dem Tag, an dem das über Jahre dauernde Projekt fertig gestellt werden sollte, in dem Moment, als er ein letztes Foto von seinem Projekt machen wollte, aus dem Fenster gestürzt und verunglückt... Im ersten Moment, als ich es erfahren hab, hab ich erst mal gar nichts gefühlt, ich war nur noch leer, konnte nicht mal weinen. Aber nach ein paar Tagen kam das dann auch und am schlimmsten war die Beerdigung und die Zeit danach. Ich konnte nachts nicht mehr schlafen, hab die ganze Zeit nur geweint, ... Dann irgendwann hat sich das wieder gegeben. Klar hab ich öfters mal an ihn gedacht, aber in immer größeren Abständen, viel seltener als am Anfang. Dann vor einem knappen halben Jahr war der Trauergottesdienst zu seinem Todestag - und alles ging wieder von vorne los. Ich kann ihn einfach nicht vergessen, er war so wichtig in meinem Leben. Ein so offener und fröhlicher Mensch, er hat das Leben geliebt, es ist einfach nicht fair, dass er so früh gestorben ist. Warum musste das sein, frag ich mich immer wieder, warum?
Wollte einfach mal darüber sprechen, weil ich denke, dass es hilft über solche Dinge zu sprechen und seine Gefühle und seine Trauer nicht für sich selbst zu behalten. Gibt es vll noch andere hier, denen es genau so geht wie mir?


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