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Thema: Träume, etwas nicht zu schaffen

  1. #1
    Neuling
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    Standard Träume, etwas nicht zu schaffen

    Guten Abend

    Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass ich oft Träume hatte, wo ich eine bestimmte Sache nicht schaffe oder nicht fähig dazu bin sie zu schaffen. Vor 2 Wochen z B kletterte ich einen riesigen Baum hinauf und ich wollte bis an die Baumspitze, doch plötzlich knackste ein Ast und ich fiel, obwohl ich (so habe ich es in Erinnerung) sehr vorsichtig höher stieg. Ähnliches passierte mir in anderen Träumen, wo ich wie gelähmt war und das Gefühl hatte, mich nicht wehren zu können oder eingeschränkt zu sein. Etwa wenn es darum ging das jemand mich angreift und ich mich mit aller Kraft wehren möchte, aber irgendwas mich "lähmt" und mich nicht losreissen lässt. Oder ich habe noch einen anderen Traum in Erinnerung, wo ich rennen musste und so sehr ich auch schneller laufen wollte, ich schaffte es einfach nicht und konnte auch ähnlich wie im eben genannten Traum, meine Beine nicht voll und ganz benutzen.

    Ich habe darüber in letzter Zeit nachgedacht und denke, das es daran liegen könnte, das ich mir (teils von mir aus, teils von meinem Vater) bestimmte Forderungen stelle, die ich nicht schaffen kann. Denkanstoß dazu war ein Jugendberater, der mich gefragt hatte, ob das nicht auf mich zutrifft, als ich ihm von meiner Geschichte erzählte.

    Meint ihr an meiner Theorie ist was dran? Es ist im Moment nicht so, dass ich darunter leide, aber es stört mich schon etwas und denke, dass da ein Zusammenhang besteht.. Freue mich auf eure Antworten und in diesem Sinne Gute Nacht

  2. #2
    Painter
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    Standard

    Ich finde deine Erklärung sehr logisch, die Überforderungen unserer Eltern sind oft tief in uns vergraben und tauchen im Unbewussten und damit auch in Träumen immer wieder auf.

  3. #3
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Was passiert denn mit dir, wenn du gelähmt bist?? Was kommt danach, wie geht der Traum weiter??
    Was passiert mit dir, wenn du fällst?? Wie geht der Traum weiter??

    Manchmal hilft es sich den Traum zuende zu denken und sich eine Lösung zu suchen, damit solche Träume, die Seele entlasten können.

    Zum Beispiel weich in einem riesen Vogelnest zu landen beim Fall vom Baum,
    Oder einen Rollstuhl, der dich bewegungsfähig macht.
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  4. #4
    Neuling
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    Standard

    Beim klettern auf den Baum bin ich kurz vor dem Aufprall aufgewacht. Bei den anderen Träumen war es so, dass wenn ich angegriffen werde und ich mich versuchte zu wehren und deutlich merke, nicht meine volle Kraft ausnutzen zu können, dass etwas mich ausbremst. Ich kann dann einfach nichts machen, bin gelähmt und muss in dieser Situation ausharren, obwohl ich mit meinem ganzen Willen dagegen bin.

    Mit dem Traum zu Ende denken werde ich mal versuchen, danke

  5. #5
    Schreiberling Avatar von Finja
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    Standard Albträume

    Hallo tylerdurden,
    ich weiß, diese Antwort kommt etwas verspätet, aber vielleicht interessiert Dich das Thema ja noch...

    In Träumen verarbeitet man nicht nur das Erlebte, Gesehene und Wünsche sondern sucht im Traum auch nach Antworten auf Fragen. Deshalb sagt man ja auch: "Schlaf noch mal drüber." oder "Morgen sieht alles anders aus.". Über Nacht wacht man plötzlich mit der Lösung auf oder kann auf einmal etwas, was einem gestern noch nicht geglückt ist. Dabei gleicht der Verstand im Unterbewusstsein sämtliche Erfahrungen, Vorstellungen, Ängste, Wünsche usw. ab.

    So kann es also in Deinem Fall, wie Du selbst schon schriebst, sein, dass Du Dich schlicht überfordert fühlst, ohnmächtig gegenüber den hohen Erwartungen Deines Vaters. Der Wunsch ihm gerecht zu werden und seine Anerkennung zu bekommen, scheint bei Dir so ausgeprägt zu sein, dass es Dich gleich in mehreren Träumen beschäftigt.

    Dieses Gefühl kann sich auch auf andere Situationen übertragen, die Dir nicht so wichtig sind. Das Gute dabei ist, wenn Du diese bewältigst, stärkt das Dein Selbstbewusstsein und bringt Dich wieder ein Stück näher an Dein Ziel Deinem Vater gerecht werden zu wollen. Wobei ich finde, dass Du Dir darüber klar werden solltest, was Du selbst gern möchtest und davon Deine Ziele ableitest. Und vielleicht ist darüber am Ende auch Dein Vater glücklich. Denn eigentlich wollen Eltern ja immer nur das Beste für ihre Kinder.

    Kleiner Tipp für schöne Alb-Träume:
    Man kann lernen, Träume bewusst zu erleben und sie dabei zu beeinflussen, indem man sich vor dem Traum vornimmt, dass man sich z.B. der Gefahr stellt. Wenn man flieht und kann nicht oder weiß, dass man nicht schneller ist, einfach umdrehen und sich der Gefahr stellen! Zur Not auch mit einer Waffe, die man sich vorstellt. Man hat im Traum ja ganz andere Fähigkeiten und Möglichkeiten... Oder wenn man fällt, die Flügel ausbreiten oder auf etwas Weiches fallen lassen - was die Traum-Fantasie eben so hergibt. Man muss es sich vor dem Einschlafen aber erst einmal fest vornehmen, dass man sich stellen will oder sich sagen, dass man alles schaffen wird. Was auch ganz gut hilft, wenn man sich in ein Tier verwandelt. Man könnte dann auch schneller rennen oder fliegen. Nach so einem gesteuerten Traum fühle ich mich richtig gut und gewappnet.

    Also dann, schöne Träume...

    PS: Wenn Du Dir sicher bist, dass es um die Erwartungen Deines Vaters an Dich geht, hilft vielleicht auch mal ein Gespräch mit ihm. Dabei könntest Du ihm sagen, wie wichtig er Dir ist, dass Du Dich für ihn sehr anstrengen wirst und dass er nicht böse sein soll, wenn Du es mal nicht schaffen solltest.

  6. #6
    Neuling
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    Standard

    Danke dir für deine ausführliche Anwort

    Es liegt NICHT nur an meinem Vater, ich stellte mir oft auch selber hohe Forderungen, um mein Bestes zu geben. Das beeinflussen der Träume klingt schwer, denn wenn ich Träume habe ich oft das Gefühl, dass Geschehene nicht beeinflussen zu können, obwohl ich selbst der "Regisseur" bin.. schon lustig

    Wenn ich was neues weiß bzw. träume, melde ich mich nochmal.

  7. #7
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Standard

    Hallo Tyler,

    ...denn wenn ich Träume habe ich oft das Gefühl, dass Geschehene nicht beeinflussen zu können, obwohl ich selbst der "Regisseur" bin...
    Damit hast Du es ja eigentlich schon selbst sehr treffend beschrieben, oder?!

    Du wärst gerne der Regisseur (sagt ja auch der eigene Forderungskatalog ), kannst es aber nicht sein, weil es sich Deiner Kontrolle entzieht. Spielst Du denn wirklich Dein eigenes Spiel?

    Die Ansprüche und Anforderungen, die Du an Dich selbst stellst - sind sie nicht vll das, woraufhin Du "erzogen" wurdest, bis es irgendwann einmal angefangen hat, sich selbständig zu machen?

    Mein eigener Perfektionismus, der mich fast in den Angstwahnsinn getrieben hat, war nicht meiner - ich habe ihn, der von außen kam, erst zu meinem gemacht. Wie sieht es da bei Dir aus?
    Ihn auf seine Ursprünge zurückzuführen, ihn anzunehmen und so auf ein gesundes Maß zurückstutzen zu können hat, zumindest bei mir, erst diesen Druck abgeschwächt. Bis die Träume verschwunden waren.

    Und bis dahin - Finjas Ansatz hört sich doch schon mal sehr interessant an, oder?

    lg

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