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Thema: Trauer Gut/Schlecht?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Trauer Gut/Schlecht?

    Hallo liebe Community,

    ich habe mich in diesem Forum registriert um eine mir sehr wichtige Frage zu stellen: wieviel und wie oft sollte man trauern?

    Eben habe ich mir alte Lieder angehört die ich vor sechs Jahren in meiner Pubertät immer hörte. Sie sind sehr nostalgisch angehaucht, aber haben auch eine glückliche Seite. Ich war ein sehr nostalgischer und melancholischer Mensch der dieses Gefühl einfach brauchte um voranzukommen. Ich joggte jeden Tag mit dieser Musik und sie war die einzige die mich an meine Grenze gehen ließ.
    Seit meiner Trennung mit meiner Ex entschied ich mich schließlich dafür weniger traurig im Leben zu sein (das ist jetzt 2 Jahre her) und ich bin es kaum noch. Jetzt aber wo ich allerdings dieses nostalgische Gefühl spüre vermisse ich dieses Gefühl ein wenig (nicht nur die Vergangenheit). Das klingt jetzt alles sehr kitschig aber ich frage mich echt, wieviel sollte ich trauern und selbst wenn es mir gut geht, ist es okay wenn ich solche Lieder von Mal zu Mal höre und mich einfach hineinversetze? Trauer hat einfach die stärkste Auswirkung auf meine Gefühle und sie treibt mich im Sport so unglaublich sehr an.

    Jedes Mal wenn ich eine Krise habe bin ich für ein paar Wochen nicht mehr ansprechbar und ich höre von Morgens bis Abends traurige Musik die mich zu einem Punkt bringt, an dem ich schließlich was ändern will. Z.b. im Fitnessstudio habe ich so viel Fortschritt in so einem kurzen Zeitraum gemacht, ich habe für die Universität gelernt, war sozial sehr aktiv usw. Alles dank diesem Gefühl.

    Was sagt ihr dazu? Habt ihr ähnliche Erfahrungen und habt ihr auch manchmal aus heiterem himmel das Gefühl, ihr müsst euch traurig fühlen?

    Beste Grüße

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei randomdawg für den sinnvollen Beitrag:

    nrsondion (05.06.2016)

  3. #2
    nadum
    Gast

    Standard

    Warum nicht? Wenn die Suche nach dieser Traurigkeit etwas ist, was dir entspricht, d.h. was du wünschst, was sollte dagegen sprechen?

    Es ist ja im Leben manchmal so, dass der Alltag, die "Pflichten", die Gewohnheiten etc. uns von uns selbst entfernen. wir verlieren uns dann unbemerkt in irgendwelchen Sachen, die wir erledigen müssen oder glauben, sie erledigen zu müssen.

    Die Traurigkeit kann dann uns wieder auf uns selbst zurückführen.
    Man hat sich dann wieder gefunden, sich selbst genähert, man geht gestärkt daraus hervor und hat Energien für Neues.

  4. #3
    Neuling
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    Standard

    Keine Ahnung, ob ich wirklich verstanden habe, was dich umtreibt, ich versuche trotzdem eine Antwort.
    Lieder, die ich früher gehört habe geben mir ein Gefühl von Zuhause-sein, wenn ich sie wieder anhöre (dabei ist es m.M nach völlig egal, welcher Natur diese Songs sind - Moll oder Dur - das Ausschlaggebende ist die Vertrautheit).
    Das Zuhausegefühl schafft Geborgenheit und das gibt mir Kraft.
    Gerade wenn ich mich nach Frische sehne, geben mir die Lieder meiner End-Teens und Twens ein wenig das Gefühl zurück, dass in der großen weiten Welt alles möglich ist, alles verrückt, alles groß und weit... das verliert man später im Alltagstrott manchmal aus den Augen, wenn man glaubt, man kenne und wisse schon alles.

    Songs, die schön weh tun, können manchmal besser an die Tiefe der Seele ran als das Good-feel-Songs tun. Sie bergen mehr Dramatik ud laden zur Sentimentalität ein, große Gefühle, großes Kino... v.a. dann ganz gut, wenn ein Gefühl innerer Leere da ist, man alles als eintönig und öde empfindet.
    Solange das kein Dauerzustand ist...
    Gibt ja genug Menschen, die sich selbst Dramen kreieren, weil ihnen einfach nur langweilig ist und sie ihrem Leben einen Hauch mehr Aufregung verpassen möchten.
    Dann besser Songs hören, in die man sich reinsteigern kann als in Situationen, die die Aufregung nicht wert sind.

    Ach... und was das Trauern anbelangt: da ruhig mal übertreiben. Also beim Trennungsschmerz, wenn ich dich richtg verstanden habe. Je mehr man übertreibt, desto eher hat man irgendwann die Schnauze voll davon und freut sich wieder am Schönen.

  5. #4
    Neuling
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    Standard

    Hallo! Du hast das richtig sagst. Traurigkeit ist mein Ansporn auch. Wenn ich höre traurige Musik, mein Gedächtnis überspringt alle negativen Emotionen über sich selbst. Und diese Gefühle gehen Weg aus meinem Bewusstsein zusammen mit der Musik. Ich bin bereit zu handeln beginnen. Ich denke, dass dies die Denkweise ist die richtige.

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