@ Glasi.
Auch wenn es so rein gar nicht zu mir passt, musste ich doch erst einmal darüber nachdenken ob ich das poste, weil es selbst für mich erst unbegreiflich war und ich über diese Thematik nicht so locker schreiben kann, weil ich nicht weiß Wer und wie viele Menschen das auch erlebt haben und ich daher auch keinen Rückschluss daraus schließen kann, ob das Erlebnis zu den normalen Erlebnissen gehört.
Es war Mitte 1994.
In der Osdorferstraße gab es ein keines Bistro, was abends mehr als Kneipe genutzt wurde und wie das so ist, ich wollte ein paar Kumpels treffen, ein Bierchen trinken und ne Runde „dusslig quatschen“.
Die ersten zwei Stunden waren recht gierig, Bierchen trinken und mit all den quatschen die ich kannte, bis dann gegen 23 Uhr schon einige gegangen waren und es auf einmal ziemlich langweilig für mich wurde. Ich saß so am Tresen, schaute mich um, einige waren in Gespräche verwickelt und die anderen kannte ich nicht.
Ich drehte mich um und entdeckte Mike – ein guter Kumpel den ich schon über 15 Jahre kannte, der auch gleich meinte: Sitz da nicht alleine rum, setz Dich an Unseren Tisch.
Ich setzte mich dazu und an diesem Tisch saß noch eine junge Frau Ende 30 Jahre alt und ein Jugendlicher. Ich kannte beide nicht, stellte mich vor und da ich Mike kannte, wurde das Kennenslernen damit aufgelockert, dass man sich erzählte woher man sich kennt, was man macht und so.
Die junge Frau unterhielt sich noch weiter mit Mike und ich mich mit dem Jugendlichen, typische Blabla Themen.
Irgendwann ging dann Mike, die Frau wandte sich Unseren Gespräch zu und ich erfuhr, dass Sie die Mutter des Jugendlichen war.
Er selbst hatte wohl gerade die Schule beendet und hatte keine Lehrstelle gefunden gehabt und das hieß in „Unserer“ Siedlung abhängen – ja, und Mist bauen.
Obwohl Er selbst ein wenig schmächtig gewesen war und ich auch nicht das Gefühl hatte, dass Er irgendwie link draufgewesen wäre, gerade weil man sich mit Ihm sehr gut unterhalten konnte, sagte Er mir, dass Er der herbste Schläger bei Uns in der Siedlung sei.
Ich erwiderte Ihn, dass Er so eigentlich gar nicht den Eindruck macht und Er berichtete mir von einigen Schlägereien, die ich vom hören sagen nachvollziehen konnte und auch wusste das es dort sehr heftig abgegangen war und man vor Ihm in der Siedlung Angst hatte – was ich aufgrund der Situation so nicht empfinden konnte – Respekt ja, aber Angst?
Da ich in dieser Siedlung schon über 22 Jahre gelebt hatte, kannte ich all die Geschichten von Jugendlichen und Erwachsenen die auf die schiefe Bahn durch die Siedlung gekommen waren und ich wurde das Gefühl nicht los, das wenn der Jugendliche so und in diesem Bereich weiter machen würde, dass Er genauso auf die schiefe Bahn kommen würde.
Ich fragte Ihn daher was Er gerne lernen würde und so paradox es auch klingen mag, Er wollte Krankenpfleger werden.
Ich konnte Ihm darauf nur eines sagen, dass ich einmal der böseste Moto Cross Fahrer bei Uns in der Siedlung gewesen war und das war ich auch - einmal. Ob nun in einem Rennen oder bei Wetten, ich fuhr Jeden über den Haufen der zu langsam und gerade auf meiner Spur unterwegs war bis dahin gehend, dass sich die ansässige Rockergruppe die auch alle Cross fuhren, sich mit mir anlegten und wenn ich 1 oder 2 von den Jungs im Rennen „erlegt“ hatte, ging es innerhalb der Woche sehr heftig ab – sprich Bedrohungen, mal ne Schlägerei bis zu Motorradmanipulation.
Ich berichtete Ihm aber auch davon, das ich mit der Liebe zur Musik und meiner Berufung zum DJ einen Ausweg aus diese Siedlung gefunden hatte, denn die Situation wäre irgendwann eskaliert. Entweder im Rennen, dass Sie mich zu Brei gefahren hätten oder aber auf der Straße, dass ich nicht mit 1 oder 2 Mann sondern mit der ganzen Truppe zutun bekommen hätte.
Ich sagte Ihm, dass ich vor Ihm als härtesten Schläger sicherlich Respekt habe, aber wo soll das hinführen?
Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon 10 Jahre als DJ gearbeitet und berichtete Ihn von einigen Türstehern, die ich kannte. Einer von Ihn hatte zu diesem Zeitpunkt den 4. Dan, 160 cm groß und als ich Ihn das erste Mal sah und Er mir sagte, dass Er der Türsteher ist, dachte ich nur „bitte nicht husten, der Junge fällt mir sonst um“!
Bis ich Ihn bei zwei Aktionen zuschauen konnte, wo ein Fußtritt ausreichend war, dass Jemand fast all seine Zähne verlor und als es einmal eine Massenschlägerei gab, Er ganz alleine 40 Mann bewusstlos schlug.
Ich fragte Ihn, was ist wenn dieser Türsteher hier Jemanden in der Siedlung besucht und Du triffst Ihn an der Bushaltestelle und aus irgendeinen Grund kommt es zu einer Schlägerei – ich weiß nicht wer besser ist, aber was ist wenn Er gewinnt und Du liegst auf der Straße mit mehreren Knochenbrüchen und hast auch mit einen Schlag alle Zähne verloren?
Für was?
Hör mal, Du kannst es doch, genauso wie ich immer noch Crossfahren kann und über eines brauchen Wir Uns beide keinen Kopf mehr zu machen – Wir haben beide Unseren Namen in dieser Siedlung gemacht, weil die Leute wissen das Wir es können, Wir müssen es aber nicht beweisen.
Du willst Krankenpfleger werden? Hey dann setz Dich hin, schreibe Bewerbungen und dann wird es auch mit der Lehrstelle funktionieren!
Aber die Ausbildung wird der Ausweg aus dieser Siedlung sein, die Dich von den Hahnenkämpfen wegbringt, weil irgendwann kommt immer ein Besserer und der Absturz ist dann mehr als beschissen.
Er hörte mir sehr genau zu und betroffen sagte seine Mutter: Genau das sage ich Ihm auch immer wieder, nur mir hört Er nicht zu – Dir aber!
Der Wirt wollte schließen, also bezahlte Jeder seine Rechnung und als Wir draußen waren, fragte mich die Mutter, ob ich noch auf ein Kaffee zu Ihr mit nach Hause kommen wolle um ein wenig weiterzureden. Ich dachte mir warum nicht und ging mit.
Bei Ihr angekommen, kochte Sie einen Kaffee und ich saß mit Ihr und Ihren Sohn im Wohnzimmer.
Auf einmal fing die Mutter an zu mir zu sagen: Coolchen, irgendwie scheinst Du bei meinem Sohn etwas ausgelöst zu haben, dass Er sich von all den Schlägereien trennen will, weil Du mit dem Wissen um diese Siedlung Dich mit Ihm auf einer Ebene unterhalten konntest und dass das auf Dauer nichts bringen wird.
Ich meinte: Ist doch auch so, oder?
Ja meinte Sie und ich muss Dich jetzt mal was fragen.
Glaubst Du an Verstorbene?
Ich: Glauben, wieso glauben, ich kannte Sie doch.
Nein meinte Sie, an das Jenseits dort wo sich die Verstorbenen aufhalten?
Ich konnte Ihr nur antworten: Ja vielleicht, wäre schön wenn es so was gibt, aber wissen????
Gut meinte Sie, dann müsstest Du sicherlich noch eine Martha aus dem Wedding kennen?
Ich: Woher kennst Du Martha?
Na Sie war doch die Freundin Deines Opas.
*Flash* und ein Moment mal bitte! Ich hatte diese Frau vor vielleicht 3 Stunden kennensgelernt, ich kannte Sie zuvor nicht und Sie Berichtete mir von einer Martha aus dem Wedding? Martha war wirklich die ehemalige Freundin meines Opas, aber Sie starb Mitte der 80iger Jahre!
Ich fragte Sie: Woher kennst Du Martha und all die Zusammenhänge?
Oh, sagte Sie. Coolchen ich bin eine Auserwählte und durch mich können Verstorbene mit Dir sprechen, weil Sie Dir etwas mitteilen wollen, da Du als einziger jetzt noch die Chance hast, etwas zu beenden was von Generation zu Generation weitergetragen wurde und Du es beenden kannst!
Ja aber was hat Martha damit zutun?
Martha meinte Sie, ist Dein Schutzengel, genauso wie ein Jean – Cloud der auf Dich aufpasst.
Ja aber wieso, was geht hier ab?
Sie: (sorry ich habe das Jahrhundert vergessen 1600 oder 1700 muss es gewesen sein) kam es zwischen Jean – Cloud und seinen Vater zu einen heftigen Streit, die die Beiden trennten. Jean – Cloud bekam dann in seiner Ehe auch einen Sohn und auch da kam es zum Streit bis hin zu meinem Urgroßvater der sich wiederum mit meinen Großvater stritt, worauf Er in seine Ehe meinen Vater „bekam“ und es auch hier zu Streitigkeiten kam.
Mein Großvater war Schmiedemeister und mein Vater eher der sensible.
Aber mir wurde mitgeteilt, dass als mein Großvater verstarb, durch den Krieg und alles was Beide trotz des Streits, in den 70iger Jahren zwischen beiden nicht zu einer Versöhnung, aber zu einen Waffenstillstand gekommen ist.
Mir wurde darauf gesagt, dass mein Vater zwar den Weg zu mir sucht, aber selbst nicht mehr die Kraft hat und ich zu Ihm ins Allgäu ziehen soll um mich mit Ihm zu versöhnen.
Jepp, zwischen Uns hatte es auch immer schön geknirscht.
Er zog als ich 15 Jahre alt war mit den Worten: Nun bist Du der Mann hier in der Familie“ ins Allgäu, wo ich Ihn zwar häufig besuchte, aber als ich DJ wurde, war 10 Jahre lang die Hölle los. Er wollte immer das ich was „anständiges“ mache und ich empfand meinen Job nicht als unanständig und Musik als solches schon gar nicht!
Die Leidtragende war meine Mutter.
Sie kennt mich und sah auch immer was ich machte, wie ich mich einsetzte und wenn Sie bei meinen Vater war, legte Er über die Entfernung nur anhand der Informationen immer alles anders aus oder vermutete was.
Auch wurde mir mitgeteilt, selbst wenn ich es schaffen würde mit meinen Vater in wirklicher Freundschaft auseinander zugehen, dass eine sehr schwere Zeit auf mich zukommen würde und das Selbstmord vom Jenseits verboten ist und bestraft wird.
Das was ich hier noch mitteilen will, weil das andere dann doch viel zu privat ist – folgendes.
Das Jenseits hat keinen Einfluss auf eine Entscheidung die man selbst trifft, somit kann sich Jeder für jede Richtung entscheiden. Aber das Jenseits stellt
Prüfungen, die man bestehen kann, um etwas zu erzeugen, was einen anderen weiterhilft – sorry wenn ich es nicht anders beschreiben kann, als ob all die Aufgaben die ich hier so in meinem Leben wahrnehme, fast schon unwichtig erscheinen und auf einmal ist es wieder da.
Irgend eine
Prüfung, wo eigentlich nur Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft gefragt ist – ganz komisch irgendwie.