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Thema: trauer und ratlosigkeit

  1. #1
    Neuling
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    Standard trauer und ratlosigkeit

    hallo zusammen..

    manchmal ist es ja gut wenn man einfach mal das von der seele schreibt was andere noch nicht wissen..
    es geht um meine mama..sie ist erst 47 jahre..
    der 05.09.2010 wird mich mein leben lang verfolgen.also, ich fange mal von vorne an..
    ich bin die patzi 26 jahre und habe früher so einiges an mist gebaut..aber meine eltern haben immer hinter mir gestanden..(es gibt auch eltern die ihren kindern nicht verzeihen können egal wieviel mist sie gebaut haben..
    wollte früher immer meinen eigenen kopf haben..hab mit 22 geheiratet zb.bin jetzt 3 1/2 jahre geschieden..meine mama hat mich nach 3 wochen ehe aus der wohnung geholt da ich mit den nerven am ende war.. auch für den ganzen anderen mist den ich angestellt habe, meine mama und natürlich auch mein papa,haben immer hinter mir gestanden..
    was ich damit sagen will das meine mama mein ein und alles ist und auch wenn ich schon 26 bin, brauche ich sie immer noch, da ich nicht weiss wie ich ohne sie klar kommen soll..
    jetzt komme ich zu dem 05.09.2010.
    wir hatten bei uns im dorf kirmes und meine eltern und ich haben da die küche gemacht.. ich habe meine mama an diesem tag um 11uhr abgeholt, sie hat mir dann noch das auto da hoch gefahren.. frauen und parken
    und dann kommt der schlag um 12:15uhr.. meine mama wollte die würstchen auf dem grill wenden und hat sie gar nicht mehr getroffen..ich fragte sie ob alles okay sei.. sie wie immer, na sicher..(meine mama ist ein arbeitstier..sie hat immer für zwei gearbeitet)..es wurde immer schlimmer..ich natürlich gleich reagiert, nach einem stuhl gerufen das sie sich setzen konnte..alle haben erst mal blöd geguckt..bis endlich mal ein stuhl kam..
    anhand ihren reaktionen und ihrem verhalten dachte ich sie hat unter zucker..(da meine oma auch schon mal so ausgesehen hat) also rief ich nach was süssem, cola oder so.. dann hat meine mama noch 1 1/2 gläser cola getrunken..in der zwischenzeit habe ich meinen papa angerufen das er sofort kommen soll..ca.10 minuten später kam er auch..zwischenzeitlich wurde auch schon der krankenwagen gerufen..
    dann kam mein papa..er ist zu ihr hin und fragte sie was los sei.. sie fing an zu weinen und sagte "schatz ich habe wahnsinnige kopfschmerzen, mir ist grade was im kopf geplatzt". und dann ist sie meinem papa in die schulter gefallen..wir haben sie in die stabile seitenlage gelegt. der krankenwagen war immer noch nicht da..somit habe ich nochmal angerufen..nach 25 min. kam er dann endlich..sind aber zuerst an mir vorbei gefahren..wie ich dann an dem rettungssanitäter vorbei gelaufen bin sagte ich nur zu ihm "bei euch müssen erst die leute sterben bis ihr kommt". dann hat mich keiner mehr zu meiner mama gelassen..
    mein papa ist gleich mit ins krankenhaus..um 14:uhr ist sie dann mit dem hubschrauber nach frankfurt geflogen worden..hat noch (da sie im krankenwagen wieder zu sich gekommen ist) ihre scherze mit den sanitätern gemacht.. meine mama live..ihr letzter satz den sie gesagt hatte nachdem das team vom rettungshubschrauber kam war,"was sind das denn für typen"? Er: wir sind ihr taxiunternehmen, wir fliegen sie jetzt nach frankfurt". Meine mama: "ich wollte schon immer mal hubschrauber fliegen".
    dann die erste not op..ist alles gut verlaufen..nachts sind blutungen aufgetreten..morgens war dann wasser im kopf..bei der ersten op hatte sie einen herzstillstand von 2 minuten..4 tage später ne lungenentzündung..
    bis vor 4 wochen hatten wir noch hoffnung..aber nichts.. sie ist erst ins künstliche koma gelegt worden und jetzt im wach koma.. sie hat ein hirnanorysma erlitten..das ganze hirn ist tot.. man kann gar nichts mehr machen..
    es ist jetzt nur noch eine frage der zeit bis sie von uns geht.. und es ist einfach so schrecklich..
    ich als ihre eigene tochter schaffe es nicht zu ihr ins krankenhaus zu gehen.. habe wahnsinnige angst..bin mit den nerven so am ende..
    mein papa ist eigentlich ein richtig taffer mensch..der kraft hat ohne ende..selbst er ist am boden zerstört.aber will es nicht zugeben..
    mein freund gibt mir echt viel kraft..wüsste nicht was ich ohne ihn machen soll..
    meine mama hat mir immer den rücken gestärkt mir immer ratschläge gegeben..war immer für mich da wenn ich reden wollte..und jetzt ist alles weg..es ist einfach so ungerecht..sie ist doch noch so jung und hatte noch soviel vor..

    so, jetzt habe ich mir etwas von der seele geschrieben was glaub ich schon längst fällig war..höre jetzt erst mal auf..sonst fange ich wieder an zu heulen..und das habe ich gestern schon mehr als genug..

    patzi

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    Hallo Patzi,

    falls es bei euch in der Nähe ein Hospiz gibt oder eine Geschäftsstelle, dann kannst Du da Dir Begleitung holen. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung unterstützen die einen nicht nur im Todesfall, sondern auch als Angehörige von Schwerstkranken.

    Oder Du kannst zu der Seelsorge in dem Klinikum gehen, in dem Deine Mutter liegt.

    Das alles sind Leute, die täglich mit Menschen in Deiner Situation zu tun haben und professionell ausgebildet sind. Hol Dir Unterstützung, wenn sie schon angeboten wird.

    viel Kraft euch allen

  3. #3
    Neuling
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    Standard neues..

    war am 17.11 beim arzt und musste ein mrt machen lassen..
    wäre auch zu schön gewesen wenn ich mit einem positiven ergebnis da raus gegangen wäre..
    ich habe jetzt gleich zwei hirn anorysma.
    der arzt wollte mich gleich ins krankenhaus stecken.. aber ich sagte nein.. da ich weiss wie schwer der eingriff ist, gehe ich nächsten dienstag, da habe ich einen termin, erst ins krankenhaus..
    die einen verstehen es, die anderen nicht.. aber ich werde jetzt erst mal die letzten tage leben.. man weiss nie wie sowas ausgeht..
    ich bin so ein mensch der immer mit dem schlimmsten rechnet..und wenn es danach gut ausgegangen ist dann freue ich mich umsomehr..
    mein bruder muss jetzt auch schnellst möglich zum mrt, das hat mir der arzt klip und klar gesagt..da sowas ja vererbbar ist..
    naja.. jetzt wollen wir mal abwarten..
    ich weiss im moment nur eins, ich habe eine ******* angst.

  4. #4
    Verleger Avatar von Natz
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    Standard

    Ich finde, Du solltest Dir trotzdem Hilfe holen. Das ist echt zuviel für eine einzelne Person. Das ist wirklich ganz schrecklich und das solltest Du nicht alleine bewältigen. Ich wünsche Dir auf jeden Fall ganz viel Kraft und alles erdenklich Gute für die OP.
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

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