Hallo zusammen,
vielleicht hat jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht...
Mein Vater, zu dem ich immer eine sehr enge und emontionale Bindung hatte, starb vor ca. 10 Wochen an Krebs. Vom Zeitpunkt der Diagnose bis zu seinem Tod vergingen nur 1,5 Monate. Wir (meine Mutter und ich) waren ständig bei ihm im Krankenhaus, auch an dem Tag, an dem er verstorben ist. Wir haben ihn sterben sehen, was ein ganz furchbarer und so schmerzhafter Anblick war. Seit dem Tod meines Vaters, habe ich nun sehr oft das Gefühl, dass alles um mich irgendwie unwirklich ist. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht wirklich bei mir bin bzw. neben mir stehe. Ich frage mich, ob ich durch das Erleben des Sterbens meines Vaters traumatisiert wurde oder ob dies nur ein normales Empfinden ist, wenn man eine geliebte Person verliert? Konnte das meine Psyche vielleicht (noch) nicht verarbeiten? Ich frage mich häufig, ob das wirklich mein Leben ist oder nur ein Traum, aus dem ich irgendwann einmal wieder aufwachen werde. Kann dies irgendjemand nach eigener Erfahrung nachempfinden? Was soll ich tun? Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen oder einfach nur noch ein wenig Zeit vergehen lassen, in der Hoffnung, dass dieses "unwirkliche" Gefühl verschwindet?
Avariel


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren


Lesezeichen