Hallo Liebe Mitleser,
ich habe zur Zeit ein Thema was ich mich sehr belastet, Verarbeitung von traumatischen Trennungserfahrungen. Ich bin psychologisch gebildet und habe sonst einen guten Blick auf mich, diesmal zieht es mir allerdings ein wenig die Schuhe aus. Das erste mal in meinem Leben fällt mir auf, ausgelöst durch eine Trennung, wie sehr meine früheren Trennungerfahrungen mir einen "Strich durch die Rechnung" machen.
Ich nehme mein Seelenleben als Zersplittert war, viele alte Anteile von mir, wollen gehört werden und enden in Selbstläufern, weil mich das einfach für eine objektive Betrachtung überfordert. Kann mir einer von euch einen Rat geben auf was ich jetzt am besten meine Aufmerksamkeit richten kann und wie ich die alten Gefühle integrieren und meine automatisch ablaufenden Reaktionen am besten steuern kann. Ich weiß einfach nicht wo ich anfangen soll. Abgesehen davon das ich möglichst versuche mir die Zeit gerade so angenehm wie möglich zu gestalten.
Das Erlebnis was mich belastet und von mir noch nicht verarbeitet ist, ist kurz gefasst folgendes. Ich bin nach Kinderheim aufenthalt im Alter von 2-5 Jahren in eine Pflegefamilie gekommen, auch dort habe ich viele seelischen und körperlichen Misshandlungen und Missbrauch hinnehmen müssen. Bereits als Jugendliche war mir klar, das ich diese Einstellung zur Welt und zu sich selber nicht übernehmen kann und will. Am meinen 18. Geburtstag bin ich dann ausgezogen. Mein Bedürfnis nach Liebe seitens meiner Pflegeeltern, auch wenn ich weiß das diese nicht dazu im Stande sind, ist geblieben, was mir allerdings erst vor ein paar Tagen aufgefallen ist, und dieses Bedürfnis hat die letzten zehn Jahre mein Leben bestimmt. Der ständige Kampf nach Anerkennung, Wertschätzung anderer gegenüber meiner Person. Die Unfassbarkeit darüber das ich nicht gebraucht werde (seitens meiner Eltern)praktisch in Ihren Augen wertlos bin, was sie durch ihr Verhalten mir gegenüber zum Ausdruck gebracht haben. Die Wunde sitzt tief in mir.
Die Realität so anzuerkennen wie sie ist und mich nicht durch diese Erfahrungen bestimmen zu lassen fällt mir schwer. Genau genommen die Abgrenzung. Ich möchte eine gesunde Haltung für mich solchen Menschen gegenüber entwickeln, so dass ich nicht mehr von diesem unerfüllten Bedürfnis nach Liebe, was früher so war, geleitet werde, bzw ich möchte erfahren das es heute anders ist, damit ich damit abschließen kann.
uff... das war jetzt ziemlich viel...Das Schreiben hat mich schon ein wenig erleichtert.
Ich bin für jeden noch so kleinen Hinweis von Eurer Seite aus dankbar. Und wünsche Euch das Ihr immer wieder auch bei allen Irrungen und Wirrungen des Lebens zu Euch Selbst zurückfindet.
Lieben Gruß
Mangola


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Ich könnte da auch Unmengen von Liedern von singen...

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