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Thema: Traumatisches Erlebnis belastet Beziehung schwer, was kann man da tun?

  1. #33
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    danke für deine lieben Worte, können uns gern austauschen, ist für mich sicherlich auch sehr hilfreich meine Freundin besser zu verstehen.

  2. #34
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    Hallo M.N.


    Danke.
    Dann schreibe ich einfach mal.

    Ich bin schon einen weiten schmerzvollen Weg gegangen, weil ich mich nicht verstand, geschweige denn mein Umfeld.
    Viele Sachen, die ich schreiben werde, sind für „normale“ Beziehungen genauso, wie für Beziehungen, wo ein Partner traumatisiert ist.
    Beim Letzteren ist die Schwierigkeit, dass der/ die Traumatisierte sensibler und unverständlicher für sich selbst und für andere reagiert, als erwartet.

    Von den vorigen Forumsmitgliedern waren auch schon viele Sachen dabei, wo ich mich wieder finde.

    Ich wusste damals gar nicht, was mit mir geschah, „lebte“ einfach weiter, wollte nicht wahr haben, dass mir so etwas passiert und redete mir immer wieder ein, mir ist das nicht passiert.
    Ich konnte nichts erklären, geschweige denn darüber reden, wollte nur normal weiter leben.
    Heute weiß ich, hätte ich schon früher die richtige Hilfe bekommen, wäre es anders gelaufen und es hätte sich nicht so selbständig in mir gemacht.

    Wie es verläuft ist für das "Opfer" total wichtig.

    Du musst für Dich entscheiden, ob Du der Situation gewachsen bist.
    Es wird ein langer und schwieriger Weg.
    Aber was ist schon leicht?
    Ist denn nicht alles schwer, was neu und ungewiss ist?

    Wenn Eure Liebe stark genug zwischen Euch ist, schafft Ihr es.
    Verliebt sein kommt sofort, wenn es gefunkt hat, Liebe muss natürlich wachsen und das geht nur durch gegenseitiges Vertrauen, durch Offenheit, Ehrlichkeit, Verständnis, Treue, Freiraum und Geduld… und was für Dich und sie noch wichtig ist?
    Und über die Zeit müssen beide Seiten schauen, ob der eine wirklich zu dem anderen passt.
    Dafür werden uns Bewährungsproben mit auf den Weg gegeben und dafür brauchen wir Menschen Unterstützung.
    Und verschiedene Menschen haben verschiedene Sichtweisen,Gefühle und Gedanken, die hier auch schon geäußert wurden und ich finde es sehr gut, so kannst du schauen, was zu beachten wäre, weil du aus momentaner Liebe oder aus einem anderen Grund es lieber verdrängst und Du kannst schauen, was Du nicht brauchst, weil du Dir sicher bist, dass es so nicht ist und Du kannst schauen, was Du davon brauchst, um Kraft zu tanken und Zuversicht und Mut zu bekommen.

    Ich finde es toll, dass Du Dir Hilfe suchst, um die Beziehung nicht einfach zu beenden, nur weil es jetzt schwierig ist und Du nicht sofort eine Lösung bekommst.
    Darum habe ich mich hier auch angemeldet, um weiter an mir arbeiten zu können und zu lernen.

    Wichtig für mich ist, dass mein Freund mir immer wieder sagt: "Ich bin für Dich da, wenn Du mich brauchst."
    Das heißt nicht, dass Du auf Abruf bereit stehen musst.

    Es dauerte lange, bis ich den Satz verinnerlichte.

    Sie testet Dich eventuell, ob Du der Richtige für sie bist.
    Das hört sich vielleicht doof an, aber macht man das nicht auch, wenn man Das nicht erlebt hat?

    Gib ihr Freiraum, damit sie ihre starke Seite leben und entfalten kann und sei da, wenn sie schwach ist.
    Sag ihr NICHT- Es ist ok, ist egal- Das ist ein Widerspruch in dieser Antwort.
    Ist es jetzt ok oder Dir egal?
    Ich würde mich in Ihrer Situation abgelehnt und nicht wichtig für Dich fühlen.
    Was ich als Betrachtende aus dieser Antwort lese: Du hast Verständnis für sie, aber bist voll traurig und enttäuscht und vielleicht noch was anderes?

    Nachdenkliche und abwartende Grüße
    sendet Dir
    Lilli
    Geändert von Lilli 2010 (05.03.2010 um 21:38 Uhr)

  3. #35
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    Hi Lilli,

    habe dir eine private Nachricht geschrieben.

  4. #36
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    Guten Morgen M.N.

    ok.

    Lieben Gruß und Dir einen schönen Tag.
    Mach auch etwas Schönes für Dich.

    Herzlich
    Lilli

  5. #37
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    Hallo Lani.

    Du hast Dir gewünscht, dass ich mal Deine Zeilen lese, weil Du meine Meinung gern wissen möchtest.
    ich bedanke mich bei Dir dafür, weil Du mir Mut schenkst, meine Ansicht mitzuteilen.
    Sie kommt aus dem, was ich erlebt und für mich erkannt habe.
    da es sehr viel ist, teile ich es auf.

    Ich habe mich entschieden, hier auf Deine Zeilen zu antworten und hoffe, M.N. hat nichts dagegen, dass wir in seinem Tread sind, doch ich möchte mich einmal erst auf diese Zeilen von Dir einlassen, bevor ich zu Deinem Tread gehe, obwohl es ja zusammen gehört, aber er war mir noch zu schwer.

    Ich hab Dir ja schon geschrieben, dass es mich sehr stark an meine erlebte Ehe erinnert.
    Für mich ist es wichtig, nicht allein mit meinen Gedanken und Gefühlen und dem Erlebten zu sein, darum freue ich mich, dieses Forum gefunden zu haben.
    Doch oft bin ich unsicher, dass ich falsch verstanden werde.
    Und um mich selbst nicht so unter Druck zu setzen und herauszufinden, schreibe ich hier einfach mal und warte mal, wie es aufgenommen wird.
    Es ist mein Lernprozess, mich wieder mitzuteilen und damit umgehen zu lernen.
    Ok.

    Lani schrieb:

    es ist merkwürdig deine Geschichte zu lesen, denn im Grunde sitzen wir im selben Boot, nur dass in meiner Beziehung ich es bin, die merkt das was schief läuft, aber nicht aufgeben will und mein Freund zeigt ähnliches vermeidendes Verhalten wie deine Freundin.
    Ich weiß nur zu gut, wie du dich fühlst. Man will diese Person, die man liebt und mit der man sich eine Zukunft wünscht, auf keinen Fall im Stich lassen, man will kämpfen.


    Liebe Lani.

    In einer Beziehung kämpfen funktioniert nicht.

    Versuchen, das Verhalten des anderen zu verstehen und gemeinsam eine Lösung zu finden, wäre für mich der bessere Weg.
    Kämpfen?
    Es hat für mich eine andere Bedeutung bekommen.
    Ich kämpfte damals um meine Ehe.

    Muss man in einer Beziehung kämpfen?
    Ich kämpfte, weil ich kein Gehör bekam, kein Gefühl der Verantwortung, ich mich erdrückt und eingeengt von seiner Liebe fühlte.
    Ich spürte keinen Freiraum für mich und das Gefühl von Wertschätzung meiner Person fehlte mir.
    Ich war tief traurig, dass ich nichts für ihn tun konnte, weil er immer einen Schritt voraus war als ich. Usw.


    Ich habe die Erkenntnis bekommen, dass man versuchen muss, den anderen zu verstehen.
    Ich tat es mit Hilfe einer Paartherapie, die ich einforderte.
    Als ich das tat, wurde mir bewusst, mein Mann passt gar nicht zu mir.
    Als ich ihn betrachtete und mich fragte, was er eigentlich will und mit ihm versuchte, zu reden, wie ich es mir wünsche und was ich will und ob er sich darauf einlassen kann, da spürte ich, dass wir verschiedene Wege gehen, weil wir verschiedene Ansichten hatten.
    Wir hatten das gleiche Ziel, aber wir gingen nicht den gemeinsamen Weg.
    Während ich um meine Rechte, meine Selbstbestimmung, um wahre Liebe kämpfte, versuchte er mich nur klein zu halten.
    In der Paarberatung musste ich die Tatsache erkennen, wie es wirklich ist.
    Er zeigte selbst da keine Einsicht.
    Er nutzte mein Erlebnis, um sich dahinter als fürsorglicher, liebevoller Partner zu „verstecken“.
    Vielleicht lief es unbewusst ab, aber dank der Therapie wurde es offen gelegt, aber selbst da verleugnete er die Erkenntnisse des Therapeuten.
    Er würde alles für mich tun und er wüsste gar nicht, warum ich mich beschwere.
    >Was soll er noch alles tun? < war damals seine verzweifelte Frage.
    Ich begriff nichts.
    Ich war verzweifelt, weil die Erkenntnisse so wehtaten.

    Das er eifersüchtig war, kein Vertrauen hatte, mich und meine Sachen kontrollierte, mich isolierte und einengte, mich mit seiner Liebe erdrückte und mit seinem Verhalten demütigte, wenn ich anders war, als er es wollte, blendete er aus und dies alles zu erkennen, tat mir unheimlich weh.
    Ich konnte ihm nicht helfen, der Therapeut konnte ihm nicht helfen, weil er dazu nicht bereit war.

    Es sind harte und unschöne Erkenntnisse.
    Lange wollte ich diese Wahrnehmungen, diese Gefühle nicht wahr haben, doch ich litt so stark, sodass ich gehen musste.
    Ich begriff, ich kann ihn nicht ändern.
    Ich begriff, er will meine Hilfe nicht annehmen.

    Es war meine eigene Schuld, in der Ehe zu bleiben und mir so viel gefallen zu lassen, aber ich wusste es damals nicht besser, weil ich es nicht anders kannte und ich dachte, so wie es vor ihm war, war auch unerträglich.

    Egal wie, es war für mich die >Hölle< und ich sah keinen Ausweg, bis ich in die Therapie kam und selbst da dauerte es, bis ich wirklich bereit war, meinen Mann wirklich zu verlassen.
    Doch heute bin ich eigenständig und lerne die Selbstbestimmung, die ich nie entwickeln durfte und arbeite mit meinem Freund und Therapeuten und richtiger Unterstützung, um das Erlebte zu bewältigen und in mein Leben zu integrieren.
    Denn wir träumen auch von Liebe und Glück....

  6. #38
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    Du schreibst:
    An manchen Tagen schäumt man fast über vor lauter Zuversicht und kurz darauf kommt eine quälende Zeit des ungliebt und abgelehnt fühlens. Es ist grausam. Und man fragt sich, wie lange man das noch aushält, es ist echt ein Teufelskreis.

    Fragt sich Dein Freund vielleicht auch und er fühlt vielleicht auch so?

    Du schreibst an M.N.:

    Es tut mir leid, dass ich dir keine wirkliche Idee liefern kann, aber ich wollte dich wissen lassen, dass du nicht allein kämpfst und hoffst. Ich persönlich würde sagen, bleib dran, halte aus, sei führ sie da, damit sie spürt: okay, der lässt sich nicht so leicht abschütteln, der scheint sich wirklich für mich zu interssieren. Es braucht viel Geduld, glaub mir, Ich kämpfe schon über ein Jahr. Aber sieh mal, sie kämpft schon VIELE Jahre. Ich weiß, es ist hart, man hat das Gefühl völlig wertlos zu sein, weil der Partner so garnichts liebevolles äußert oder rüber bringt.
    Aber ich bin mir sicher, es hat nichts mit mir bzw. mit dir zu tun,


    Liebe lani.
    Sorry, aber es hat schon auch mit Dir zu tun.
    Und zwar, wie du dich ihm gegenüber verhältst.

    Du schreibst:

    Im Kopf deiner Freundin und meines Freundes läuft einfach ein eingeprägtes Muster ab ohne wahrzunehmen was das für andere bedeutet. Das Muster läuft nur ab, wenn es Parallelen zu ihrer Vergangenheit gibt. Selbst wenn sie merken, wie der andere leidet, ist es sozusagen unmöglich etwas dagegen zu tun. Sie leiden zwar auch, haben aber nicht die Kraft aus ihrem Kreislauf auszubrechen.

    Es ist nicht ganz so richtig, dass sie nichts tun können.
    Gerade sie, mich eingeschlossen müssen die Chance bekommen, in ihrem Schmerz verstanden zu werden und Strategien entwickeln zu können, wie sie besser damit umgehen.
    Wir sind nicht Opfer, wir werden zudem gemacht.
    Wir haben eine schlimme Verletzung, die unheimlich schmerzt, wenn jemand dran kommt.
    Ein Teil in mir sah sich lange als Opfer, weil er sich mit dem Erlebten allein fühlte.
    Zum Glück war ich fähig, diesen Teil von mir zu trennen, sodass ich in der Lage, lange meinen Weg zu gehen, wie ich glaubte, dass er richtig sei.
    Nur der Teil, der verletzt war und sich als Opfer sah, weil ich ihn ablehnte, ich ihn nicht verstand, nicht mit ihm umgehen konnte, nicht das Gehör bekam, was er brauchte, brach ich immer wieder in gewissen Situationen zusammen.
    Nun bin ich in der Lage mit Unterstützung und Verständnis aus dem Teufelskreis auszusteigen und offen dafür umzulernen.

  7. #39
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    Du schreibst:

    Und da fängt unsere Aufgabe an: Werden wir die nötige Kraft lange genug aufbringen können um unsere Partner davon zu überzeugen, dass eine Partnerschaft auch viele Vorteile bringen kann?


    Liebe Lani.

    Du musst Deinen Freund nicht überzeugen, er spürt es selber, wenn Du es zulässt, indem Du seine Gefühle achten lernst.
    Wenn er schon den Selbstschutz hat, seine Gefühle nicht mehr zu zulassen, dann gilt es, seine Gefühle mit ganz viel Geduld und Achtsamkeit wahr zunehmen und verstehen zu lernen, nicht zu verurteilen.

    Du gibst zu viel Kraft rein, die er vielleicht gar nicht braucht und ganz anders interpretiert, als du es möchtest.
    Das richtige Reden ist wichtig.

    Ich erzähle mal von mir und meinem damaligen Mann.

    Ich zum Bsp. kämpfte um Gehör bei meinem Ex-Mann.
    Vergebens und aus Angst vor seiner Dominanz ging ich in Resignation.
    Ließ alles geschehen, wie er meinte.
    Ich hatte sowieso kein Recht, meine Meinung zählte eh nicht.
    Ich gehorchte, wie ich es in meiner Kindheit lernte und tat das, was von mir erwartet wurde und dann tat ich das, wo ich meinte, es wird von mir erwartet und verlor mich und lebte sein Leben.

    Du schreibst an M.N.:

    Eben, weil du vielleicht, wie ich, immernoch einen Funken Hoffnung im Leib hast, der dir immer wieder Antrieb gibt, auszuhalten. Mag sein, dass ich naiv bin. Ist ja auch nicht so, dass ich oft genug auf die Schnauze gefallen wäre. Aber ich spüre einfach, dass er den Kummer wert ist. Ich glaube einfach, dass der Kummer, den ich hätte, wenn ich ihn verlassen würde, weitaus größer und unerträglicher wäre, als der jetzige. Möglicherweise gehts dir da ähnlich.

    Diesen Spruch habe ich mal vor einiger Zeit bekommen.

    >Es gibt drei Dinge, die von Dauer sind: Glaube, Hoffnung und Liebe.
    Und das Größte dieser Dinge ist die Liebe.<

    Ich wollte ihn mit meinem damaligen Mann leben.
    Aber ich frage mich:

    Ist es ok, wenn mein Partner oder meine Partnerin Liebe ( damit meine ich nicht nur die sexuelle Ebene) von mir einfordern, die ich gerade gar nicht bereit bin zu geben?
    Muss ich seinen oder ihren Erwartungen entsprechen?

    Was ich damit sagen will, ist:
    >Wie gehen wir mit unserem Partner unserer Partnerin oder den Lieben eigentlich um, wo wir uns doch nur Liebe von ihnen wünschen?<

    Meine Situation war damals so:

    Ich wusste mir nicht mehr anders zu helfen, als die Paartherapie als Unterstützung zu nutzen.
    Auf die Frage des Paarberaters: "Lieben Sie ihre Frau?"
    antwortete mein Ex-Mann damals: "Ja, wir lieben uns, aber wir brauchen eine Bedienungsanleitung."

    Was ist in seiner Antwort zu finden?

    Er redet für mich und meint zu wissen, was ich brauche.
    "Wir brauchen..."
    Er redete für mich:
    "Wir lieben uns...
    Wieso ist er sich sicher, dass ich ihn auch liebe????
    War die Frage nicht an meinen Ex-Mann allein gerichtet?
    "Lieben Sie ihre Frau????"

    Mit der Anwesenheit des Paarberaters hatte ich den Mut, zu meinem damaligen Mann zu reden, wie es aus mir raus sprudelte:
    Ich antwortete ihm: "Ich brauche keine Bedienungsanleitung. Ich wünsche mir nur, dass Du mich hörst, mich respektierst, mich auch mal machen lässt.
    Mein Mann sah nur den Therapeuten an.
    Ich glaube, er war geschockt, dass ich etwas sagte.
    Der Therapeut wandte sich zu mir mit der Frage: "Sie wünschen sich Wertschätzung von ihrem Mann?"
    Er hatte die offene Wunde bei mir gefunden.
    Ich weinte aus lauter Verzweiflung und antwortete: "JAAAAA."
    Mein Mann saß starr im Sessel, für mich saß er damals erhaben im Sessel.
    Es kam nichts von ihm.

    Der Therapeut wandte sich an ihn mit der Frage: "Hören Sie ihre Frau?"...

  8. #40
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    Du schreibst an M.N.:

    Hm... das Problem an er Sache ist, es ist nicht so wie man normalerweise denken würde. Man kann nicht sagen"wenn sie für dich genauso viel fühlt wie du für sie"... das eine hat in dem fall nichts mit dem anderen zu tun. Es gibt Menschen die ums verrecken eher die Person, die sie über alles lieben gehen lassen, als zuzugeben, dass sie ein Problem haben.
    Es hört sich völlig destruktiv an, ist aber eine Tatsache. In ihrem Kopf beginnt die bekannte Schleife dann von vorn..."aha, ich habs doch gewusst, er/sie lässt mich irgendwann im Stich".
    Das sie sicherlich daran beteiligt waren, können sie in dem Moment nicht wahrnehmen, andere Eindrücke übertünchen das! Ich bin mir sicher das M.N.´s Freundin weiß, was sie ihm antut, aber wie gesagt, sie kann nicht aus ihrer Haut, ist nicht in der Lage ihn von seinen Schmerzen zu erlösen.
    [/COLOR]


    Lani?
    Warum bist du Dir sicher, dass M.N.`s Freundin es weiß, was "sie ihm antut"?

    Es ist nicht ihre Aufgabe, ihn von seinem Schmerz zu befreien.
    M.N. muss auf sich selbst aufpassen.
    Wenn er Schmerzen hat, kann es sein, dass M.N. andere Erwartungen hat, als sie bereit ist zu geben. Er muss mit ihr über seine Vorstellungen über die Beziehung zu ihr darüber reden, aber nicht seine Freundin dafür verantwortlich machen durch Vorwürfe oder einfach tun, wie ihm beliebt, sondern sie fragen, wie ihre Vorstellungen sind, was si sich wünscht in ihrer Beziehung mit M.N.
    Und dann müssen beide schauen, ob sie Kompromisse finden, damit sich beide in ihren Bedürfnissen geachtet fühlen.

    Mit der Gedankenschleife hast Du vermutlich Recht:

    Diese Erkenntnis habe ich auch in Bezug auf meinen damaligen Mann gehabt.

    Ja, mein Mann ließ mich auch gehen, weil er davon überzeugt war:
    Ich habe ein Problem, nicht er.
    Meine Anwältin sagte damals: >Er hat mich mit dem „Problem“ geheiratet, also wurde es auch sein Problem.<
    Er war zu stolz, Einsicht zu zeigen, weil er überzeugt war, er macht keine Fehler und was er macht, ist richtig.

    Und Er war zu mutlos, sich auf Veränderungen einzulassen, die nicht von ihm kamen.
    Doch ich denke, das Schicksal gibt Dir das als Problem, was du brauchst um zu wachsen?

    Nun bin ich fertig mit meinem tiefgründigem Schreiben.
    Ich hoffe, es ist etwas Nutzbares für Dich dabei und vielleicht auch für andere Forumsmitglieder.
    Mir hat es geholfen, noch einmal zu sehen, was ich schon alles geschafft habe und dafür bedanke ich mich, dass ich hier schreiben darf.

    Liebe und achtungsvolle Grüße
    lässt Lilli bei Euch.

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