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Thema: Traumatisches Erlebnis erfunden

  1. #1
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    Unglücklich Traumatisches Erlebnis erfunden

    Hallo! Es ist das erste Mal dass ich das aufschreibe und ich schäme mich in Grund und Boden, aber ich muss es endlich mal loswerden:

    Ich habe ein traumatisches Erlebnis in meiner Vergangenheit, genauer gesagt eine Vergewaltigung, frei erfunden. Das erste Mal habe ich das mit 16 Jahren getan. Ich hatte damals meinen ersten Freund, und hatte eine riesige Angst davor ihm körperlich näher zu kommen. Nach unserem ersten Kuss hab ich ihm erzählt das könnte ich nie wieder tun weil es Panik in mir ausgelöst hat. Als er wissen wollte warum hab ich gesagt ich wäre vergewaltigt worden Er hatte Mitleid und wollte mir helfen, aber ich hab einige Zeit später mit ihm Schluss gemacht. Ich glaub ich hatte einfach Angst und wollte eine Ausrede um nicht auf die nächste Stufe gehen zu müssen...

    Ich hatte dann erst wieder mit 20 einen Freund und habe mit ihm geschlafen. Kurz nach dem ersten Mal hab ich wieder Schluss gemacht, weil ich ihm nicht mehr unter die Augen treten konnte. Ich weiß das hört sich nicht wirklich normal an, und ich weiß auch nicht wieso das so ist bei mir. Hab mich dann einige Jahre ganz von Männern ferngehalten, immer wenn etwas nach mehr als Freundschaft aussah hab ich gleich den Kontakt abgebrochen. Letztes Jahr hab ich dann einen Mann kennengelernt mit dem ich mich super verstanden habe, aber auch er wollte mehr als Freundschaft. Immer wenn er mir näherkommen wollte bin zurückgewichen. Ich weiß nicht ob ich Angst hatte oder mich einfach nicht von ihm angezogen fühlte, ich weiß nur dass ich es nicht wollte. Den Kontakt abbrechen wollte ich nicht, weil er mir mit der Zeit immer mehr bedeutet hat. Deswegen hab ich ihm gesagt wir könnten gerne befreundet bleiben, aber ich werde 100 prozentig nie im Leben mit ihm schlafen. Nach vielen Treffen bei denen er immer wieder den Grund wissen wollte hab ich dann gesagt ich hätte schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht, und schließlich hab ich dann gesagt ich wäre vergewaltigt worden.

    Ab da wird es dann wirklich schlimm, ich weiß nicht wie ich so etwas machen konnte. Je mehr ich ihm vertraut habe hab ich Details von der Vergewaltigung erzählt, dass es ein Ex-Freund war und weil er so eine Wut auf diesen imaginären "Ex-Freund" bekommen hat hab ich gesagt er wäre im Gefängnis, er wäre also jetzt alles in Ordnung. Ich hab mich mit der Zeit immer mehr in diese Geschichte verstrickt, und es viel mir nicht im geringsten schwer. Denn alle Gefühle dazu (Panikattacken, Depressionen, Angst vor Nähe) hatte und habe ich wirklich - die Vergewaltigungsgeschichte hat irgendwie nur als Begründung gedient. Ich konnte mich selbst und mein Verhalten endlich mit etwas erklären, nicht nur diesem Mann gegenüber sondern auch mir selbst gegenüber. Nur dass es eben nie passiert ist. Ich habe sogar eine Therapie mit der Begründung des Traumas angefangen, und sie hilft mir tatsächlich! Ich bearbeite dort meine Ängste und Depressionen, wobei die Vergewaltigung nur am Rande Thema ist.

    Mit dem Mann der das alles ausgelöst hat bin ich jetzt schon fast ein Jahr zusammen. Wir haben immernoch nicht miteinander geschlafen und gehen sehr langsam, Schritt für Schritt vorwärts (und manchmal auch wieder rückwärts, wenn ich mal wieder Angst bekomme). Ich weiß nur nicht wie ich jemals wieder aus dieser Geschichte herauskommen könnte. Ich liebe den Mann, und würde ihn natürlich verlieren wenn ich ihm die Wahrheit sagen würde. Aber wie kann ich den Mann den ich liebe so belügen und damit leben?? Wie kann ich mich selbst weiter so belügen? Denn mittlerweile glaube ich die Geschichte fast selbst, bilde mir sogar manchmal entsprechende Erinnerungen ein...

    Ich weiß einfach nicht mehr wie ich so weiterleben und meinem Freund sowas antun kann, ich weiß nicht wieso ich es tue und wie ich damit aufhören kann. Steckt irgendeine Persönlichkeitsstörung dahinter, Borderline, Münchhausen-Syndrom, Pseudologie? Oder bin ich einfach nur ein abgrundtief schlechter Mensch der zuviel Aufmerksamkeit braucht? Ich weiß es einfach nicht mehr...

  2. #2
    Gast784
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    hallo Anna,

    verstehe ich das richtig, dass Du WIRKLICH in Therapie bist? Und da hast Du auch die Wahrheit gesagt, oder wie?

    Wie ist das eigentlich generell mit Deinen sexuellen Gefühlen? Hast Du welche? Kannst Du die nur mit Männern nicht leben, aber alleine schon? hast Du Phantasien? Musst Du nicht hier öffentlich beantworten. Aber es müsste ja erst mal ausgeschlossen werden, dass Du einfach generell keine Lust hast und ob es dafür hormonelle oder sonstwelche Gründe gibt.

    Erzählst du diese Vergewaltigungsgeschichte wirklich "nur", um die Männer Dir körperlich vom Leib zu halten, oder gehts Dir darum, Dich interessant zu machen und bedüddelt zu werden?

    lg Gaby

  3. #3
    Neuling
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    Hallo Gaby,

    danke dass du geantwortet hast. In Therapie bin ich wirklich, ja. Die habe ich wegen Angstzuständen und Depressionen angefangen. Meine Therapeutin denkt ich wurde vergewaltigt... *schäm* Aber ich habe ihr mittlerweile gesagt dass meine Ängste vor Nähe usw. nicht unbedingt dadurch ausgelöst wurden.

    Mmmhh..ja, die sexuellen Gefühle... Also ich weiß dass ich mich von Männern angezogen fühle, und das merke ich auch bei meinem Freund. Nur ausleben kann ich es nicht. Ich habe riesige Angst davor, und danach fühle ich mich furchtbar...

    Ratlose Grüße,
    Anna

  4. #4
    Gast784
    Gast

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    hallo Anna,

    die ganze Therapie macht überhaupt nur einen Sinn, wenn du Klartext redest mit Deiner Thera. Du machst das ganze schließlich für Dich, nicht für sie. d.h. im Moment pflegst Du noch voll Deine Selbstlüge.

    Wenn Du es ihr nicht sagen kannst, was Sache ist, dann druck Dein Post aus und lass es sie lesen. Dann vergeudet ihr nicht weiter wertvolle Zeit.
    Und falls es doch irgend ein traumatisches Ereignis in Deiner Kindheit gegeben haben sollte, das Du nicht mehr weisst, dann hast Du eher ne Chance, dem auf die Spur zu kommen, wenn die erfundene Geschichte aus der Welt ist. Zumindest mal in der Therapie. Der Rest wird sich finden.
    lg Gaby
    Geändert von Gast784 (22.12.2008 um 14:19 Uhr)

  5. #5
    Neuling
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    Ich weiß, die Therapie wird wahrscheinlich meine beste Möglichkeit aus der ganzen Lügenwelt auszubrechen.
    Nur ob ich den Mut aufbringe so etwas zu beichten?? Danke dir trotzdem für deine Antwort, du hast schon recht damit...

    edit:
    Habe eine E-Mail an meine Therapeutin verfasst, solange ich noch den Mut dazu hatte.
    Nur abschicken muss ich sie noch. Ich hoffe so sehr sie bricht die Therapie daraufhin nicht ab...
    Geändert von Anna1983 (22.12.2008 um 14:55 Uhr)

  6. #6
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    Abgeschickt. Oh Gott, oh Gott, oh Gott

  7. #7
    Gast784
    Gast

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    Wohl eher nicht. Aber diese Aktion ist doch zumindest für Dich jetzt ein klarer Schritt zu einem Kurswechsel, oder nicht?

    wäre nett, wenn du uns aufm laufenden hältst. Könnte ja anderen Mut machen, auch aufzuräumen mit Lügen.

  8. #8
    Gast1006
    Gast

    Standard



    Klasse ! ..endlich mal jemand der mehr als ein Maulheld ist

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