So...
ein Thema von mir. Was mich momentan schlimmer beschäftigt, als alles andere, was mich jemals berührt hat. Nämlich mein berufliches Dasein, meine berufliche Zukunft und meine eigene Vorstellung davon.
Wenn ich so auf die letzten Jahre zurückdenke... die Realschule war einfach eine *******zeit. Die letzte Sauklasse gehabt und ich habe mich nur bemüht, da nicht in dem größten Ärger verwickelt zu werden. Ich war immer viel zu passiv, habe mir wahrscheinlich auch zu viel gefallen lassen. Letzten Endes habe ich mich aber immer bemüht, meine Ruhe zu haben, sowas wie eine Klassengemscheinschaft gab es für mich nie. Das Schülerbetriebspraktikum in der 9. habe ich dann in einer EDV-Abteilung bei der Firma bei uns in der Nähe gemacht. Einfach so, Computer gefielen mir, also Praktikum gemacht. Ich habe da zwar gemerkt, dass die direkte Arbeit mit dem Computer nichts für mich ist aber nach dieser Praktikumszeit bezogen sich meine Gedanken natürlich wieder nur darauf, den Schulalltag möglichst ohne blöde Auseinandersetzungen zu verbringen. Ein paar Bewerbungen als Industriekaufmann, als Logistiker und als Chemielaborant gingen weg aber die Gespräche liefen nicht, weil ich einfach ein zu verklemmter Mensch war, hatte nie gute Erfahrungen mit sozialen Kontakten gemacht, demnach auch einfach nicht die Fähigkeiten, mich gut zu verkaufen.
Habe also keinen Ausbildungsplatz gehabt. 2005 ging es dann auf die höhere Handelsschule. Das kotzte mich erst an, habe mir aber letztlich gedacht, mein Onkel war immer so erfolgreich in kaufmännischen Dingen, vielleicht entdecke ich da auch meine Stärken. Trotzdem waren die guten Noten da mehr Material für neues Selbstvertrauen, was es auf der Realschule nicht gab. Mit dieser Zeit wollte ich abschliessen. In der Klasse an der HöHa hatte tatsächlich jeder Respekt, manche gar Angst vor mir. Woher auch immer. Nichts also mit großen Zukunftsträumen. Ich fing hobbymäßig an, mir nach und nach immer mehr Dinge aus der Chemie anzulesen. Als wir Chemie in der 12. dann hatten war ich auch der beste und mein Lehrer meinte "Sie müssen unbedingt rein in den Bereich." Ich dachte mir nur, dass das beruflich nichts für mich wäre, weil dann mein Hobby quasi "weg" wäre. Ich habe das ignoriert, kam auf die Sache mit Wirtschaftsinformatik und auch wieder auf den Industriekaufmann zurück, weil mir solche Dinge nach dem für's Fachabi notwendige Praktikum einigermaßen gefielen. Dass das nichts wird, bzw. nichts geworden ist, brauche ich kaum zu erwähnen... An der Fachhochschule wo ich Wirtschaftsinformatik hätte studieren können, sagten die mir nach einem Eignungstest, mein Gehirn würde nicht wie das eines Informatikers funktionieren, auf die bewerbung als Industriekaufmann bei der Firma, wo ich auch Praktikum gemacht hatte sagten die: "Sie verkaufen sich für einen Industriekaufmann zu schlecht." Zugegeben, extrovertiert bin ich nicht. Aber dass das soo ausschlaggebend wäre, hätte ich nicht gedacht.
Ich hatte nie sowas wie einen Traumberuf. Ich habe mir zu viele Fragen über die Menschen gestellt, warum sie so sind, wie sie sind. Habe zu viel Zeit damit verbracht, mich selbst charakteristisch mehr und mehr "aufzubauen", nachdem das 6 Jahre lang für mich nicht möglich war. Jetzt stehe ich vor einer Tischlerausbildung, die mir mein Onkel "organisiert" hat. Der hat bei der Firma viel zu sagen. Damit ich das restliche Jahr bis 2008 also nicht hier herumgammel, habe ich es angenommen, aber ich weiss einfach, dass mir da das Geschick fehlt. Und in einer Werkstatt fühle ich mich auch nicht wirklich wohl...
Ich merke einfach, dass ich mir über die berufliche Zukunft meinerseits doch zu wenig Gedanken gemacht habe, zu viel auf der Schiene gesucht habe, die mir mehr oder weniger von Verwandten als Berufe mit Zukunft vorgeschlagen wurden. Ich hätte verdammt nochmal auf meinen Chemielehrer hören sollen. Naturwissenschaften sind meine Stärke... dass das schon mein Hobby ist, ist mir jetzt sowas von egal... Ich hätte ja vorallem Zeit gehabt, mir da drüber genug Gedanken zu machen, nur dachte ich einfach, das andere klappt schon. Erst jetzt merke ich wirklich, dass man sich da einfach gezielt etwas suchen muss, was einen erfüllen kann. Da macht man sich die größten Vorwürfe... die größten, die ich mir zumindest je selbst gemacht habe. Und da gab es viele. Nicht, dass ich keine Vorstellungen gehabt hätte. Ich habe mi nur falsche gemacht.
Hattet ihr einen Traumberuf? Etwas, was ihr gezielt verfolgt und auch bekommen habt?


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren


), dann ist die Liebe zu dem Fach eben nicht groß genug, um das in Kauf zu nehmen und den Umgang damit zu lernen.

Lesezeichen