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Thema: Traumwelten - ab wann gefährlich?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Traumwelten - ab wann gefährlich?

    Hallo Leute,

    mich beschäftigt seit einiger Zeit eine gewisse Frage. Ab wann ist eine "Traumwelt" gefährlich? Die einfachste Antwort wäre natürlich nun: "Wenn du nicht mehr zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden kannst."

    Doch ist es so einfach? Bin ich erst dann in ernsten Schwierigkeiten, wenn ich das Raumschiff im Garten landen sehe und der einzige bin, der das bemerkt?

    Um die Sache etwas zu präzisieren. In meinem Fall bin ich ein ziemlich introvertierter Mensch, soziale Kontakte egal welcher Art fallen mir schwer, wenn ich denn mal einen Aufbaue, ist es für mich eine extrem wichtige Bezugsperson, was schnell zu Problemen bei Nichtbeachtung oder angenommener Missachtung führt.

    Als eine Art "Ausgleich" für diese fehlenden Kontakte schreibe ich sehr viel, wenn ich das nicht tue, kreisen meine Gedanken eigentlich beständig um eine meiner "Welten", in denen ein alter Ego von mir ein weniger erbärmliches Dasein fristet. Oder doch zumindest aus diesem durch die Umstände oder nette Leute herausgerissen und dann wichtig wird.

    Diese Welt(en) starten alle paar Jahre neu, man könnte es fast als eine Art "auf den Stand der Zeit" bringen beschreiben. Einerseits hat das natürlich was mit dem steigenden Können beim schreiben zu tun, (sprich Erfahrungen, die man beim schreiben sammelt) als auch mit dem eigenen geistigen "Reifen", auch wenn das bei mir scheinbar wesentlich langsamer abläuft, als bei "Normalen Menschen."

    Es wäre mit Sicherheit eine faszinierende Sache, meine Romane bzw. anfänge hintereinander zu lesen und zu vergleichen, ich wette, man könnte ein ziemlich interessantes emotionales / charakterliches Entwicklungsbild finden.

    Aktuell schreibe ich eher an einer (im Vergleich zu früher) düsteren SF Welt mit Sex, Tod und düsterem Humor, aber auch einem Helden, der sich gemeinsam mit seiner "Freundin" dort behauptet. Man kann es vielleicht so beschreiben, dass die helle, hoffnungsvoll gestimmte Seite wie z.B. in Star Trek, eher einer düsteren Weltsicht gewichen ist.

    Ich schreibe normal relativ viel, nicht immer daran, auch an anderen Dingen, um der tristen Realität zu entfliehen. Natürlich kann man jetzt sagen: Eine harmlose Sache, besser als Drogen, Trinken oder sonst eine Abhängigkeit.

    Doch wenn man sich vor jedem Einschlafen wünscht, dort zu sein, sich vorstellt, dort in den Armen jener Person zu liegen, die eigentlich nur im eigenen Kopf existiert, ab wann ist es bedenklich?

    Vielleicht als weiteres Detail: Jene Person ist nicht einfach gestern oder vorgestern aufgetaucht, sie existiert schon seit über 10 Jahren, natürlich mit wechselnden Namen, aber würde man jene Personen nebeneinanderstellen, wäre ganz klar, dass es sich um ein und dieselbe handelt - nur eben wird auch sie "älter" mit der Zeit - als wäre sie an mich gebunden.

    Ein weiteres Merkmal wäre, dass jene junge Dame (das klingt, als wäre sie ein Mensch) nicht mal ein Mensch, sondern ein Alien ist. Relativ menschlich, aber doch exotisch genug, um noch einen gewissen kick dabei zu geben.

    Natürlich ist das eine Flucht, ein Rückzugspool der Psyche. Ich glaube auch, dass ich ohne das schreiben schon längst völlig am Ende wäre. Aktuell stemme ich mich ja gegen die Depressionen, so gut ich es kann, doch im Moment habe ich den Eindruck, dass ich an Boden verliere.

    Die abschließende Frage die sich stellt ist: Ist dieses "abdriften" in meine Traumwelt noch gesund, oder eher, noch halbwegs "normal" oder seht ihr schon bedenkliche Zeichen am Horizont?

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo,

    Die abschließende Frage die sich stellt ist: Ist dieses "abdriften" in meine Traumwelt noch gesund, oder eher, noch halbwegs "normal" oder seht ihr schon bedenkliche Zeichen am Horizont?
    Die Frage hast Du Dir doch schon selbst beantwortet:

    Aktuell stemme ich mich ja gegen die Depressionen, so gut ich es kann, doch im Moment habe ich den Eindruck, dass ich an Boden verliere.
    Du scheinst Deine Traumwelt auch als Flucht zu nehmen vor irgend was. Und dieses irgendwas schiebt sich langsam immer mehr in den Vordergrund. Also gibt es wohl was in der realen Welt, das Du mal genauer angucken und angehen solltest

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