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Thema: Trennung, aber wie?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Trennung, aber wie?

    Tja, also zu meiner Geschichte ist zu sagen, ich bin jetzt seit über 5 Jahren mit meinem Freund zusammen und wir wohnen auch zusammen. Aber ich bin nun schon seit über einem Jahr am Zweifeln, ob die Beziehung noch sinn macht bzw. ob ich damit wirklich noch glücklich bin und eigentlich bin ich nach langen Gesprächen mit meiner besten Freundin zu dem Schluss gekommen, dass es besser ist, wenn ich mich trenne und ausziehe.
    Ich war gestern sogar schon los und habe mir ein paar Zimmer angeguckt und die ganze Idee gefiel mir immer besser, vor allem weil ich dann endlich wieder tun und lassen kann was ich möchte und niemandem mehr sagen muss, wo und warum ich irgendwo bin.
    Abgesehen davon bin ich absolut nicht der treueste Mensch und habe ihn auch schon ein paar mal betrogen, was mich sonst eher weniger gestört hat, aber im Moment finde ich einfach dass es so nicht weiter geht und das auch nicht fair ihm gegenüber ist, so weiter zu machen. Auf der anderen Seite habe ich auch keine Lust damit aufzuhören.
    Naja nun hab ich gestern abend mit meinem Freund geredet und versucht ihm zu erklären, dass ich einfach meine Freiheiten brauche und in der Beziehung keinen Sinn mehr sehe, bzw die Gefühle nicht mehr so da sind, wobei ich das mit dem Betrügen weggelassen habe, weil es ihn doch sehr verletzen würde und ich gehofft hatte, ich könnte ihm das ersparen. (Ja ich weiß, ich hätte es mir früher überlegen sollen, bevor ich sowas mache, aber das ist jetzt gerade nicht das Thema und jetzt eh zu spät)
    Wir haben sehr lange geredet, aber egal was ich gesagt habe, er hat immer wieder gesagt, er wird sich ändern, alles wird besser und er wird mir das beweisen. Und ich könne ja auch rüber ins andere Zimmer ziehen und erstmal machen was ich wolle, solange ich nicht ausziehe, denn dann müsste er ja auch aus der Wohnung ausziehen, weil er sie sich alleine nicht leisten kann.
    Aber das erscheint mir nun wirklich nicht die Lösung zu sein, vor allem weil es doch extrem unfair ihm gegenüber ist und ich hätte ja letztendlich auch nicht das was ich will...aber irgendwie schaffe ich es auch nicht, einfach zu sagen, ich ziehe aus, denn ich fühle mich irgendwie verantwortlich für ihn...
    warum kann er meine Entscheidung nicht einfach so annehmen und macht es mir jetzt so schwer?
    Ich weiß im Moment einfach nicht was ich nun machen soll...ich kann ihn doch hier nicht einfach so alleine sitzen lassen...

  2. #2
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    Standard Hi Suny,

    aus Deinem letzten Satz spricht Mitleid. Das dürfte kein Kriterium für
    Deine letztendliche Entscheidung sein, der Tenor einer Fernsehsendung
    "nur die Liebe zählt" sollte schon eher als Pate für Deinen Entschluss
    stehen.

    Noch ein kräftiges Schlagwort : "Gib der Liebe eine Chance"- versuchs
    Doch einfach mal, zieh in das Zimmer nebenan und gebe Euch beiden
    Gelegenheit zu erfahren, wie es sich anfühlt getrennt von Tisch und Bett
    zu sein.

    Intuitiv glaube ich zu spüren dass Du den ganzen Zirkus nicht mehr veranstalten willst und nur Angst davor hast Fakten zu schaffen. Es wäre das erste mal dass Mitleid helfen würde eine Partnerschaft zu kitten !

    Liebe Grüße
    glasi
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  3. #3
    Neuling Avatar von hopeful
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    Hallo Suny86,

    mir stellt sich nur eine ernsthafte Frage: Warum bist du nicht ehrlich zu ihm?

    Ich finde, der eigene Partner hat es verdient, dass man im Falle einer Trennung doch zumindest ehrlich zu ihm ist. Würde dein Freund erfahren, dass du ihn betrogen hast, würde er evtl. eure Beziehung in einem vollkommen anderen Lichte betrachten. Wer weiß, vllt. würde er sich dann nicht mehr ändern wollen? Ich mein, nachvollziehbar wäre dieser Gedanke, das kannst du nicht abstreiten.
    Hast du vllt. Angst davor? Hast du wirklich nur Mitleid mit ihm oder willst du ihn dir "warm halten" und dich im Licht der Unschuld sonnen?
    Du schreibst über ihn wie über ein Kaninchen, das du nicht mehr haben willst und das total ahnungslos abgestoßen werden darf, obwohl es immer wieder zu dir zurück will. Aber er ist ein Mensch und hat genug Verstand, um nachvollziehen zu können, dass eure Beziehung wirklich beendet werden muss (auch von seiner Seite), gerade WEIL du ihm fremdgegangen bist. Ein besseres Argument für ihn gibt es doch gar nicht, sich von dir abzuwenden. Ich weiß nicht, ob du es ihm sonst nicht noch schwerer machen würdest, denn dann würde er sich vllt. ständig fragen, seit wann und warum sich scheinbar aus heiterem Himmel alles zum Negativen gewandelt hat.

    Manchmal ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Freund es toll fände, belogen zu werden.

    Liebe Grüße

  4. #4
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Hallo Suny,

    bist Du Dir sicher, dass er es Dir wirklich schwer macht?
    Mein spontaner Gedanke war da: er hilft Di nicht dabei, es Dir selbst leicht zu machen

    Die Gründe, die Du für Deinen Wunsch nach Trennung hier aufgezählt hast, sind alles Deine Gründe, oder?
    Du schreibst, dass Du Dich in dieser Beziehung mit ihm nicht glücklich fühlst. Was macht Dich unglücklich, was "passt" da für Dich nicht?
    Oder, von der anderen Seite betrachtet, was bindet Dich an ihn, an diese Beziehung?

    Du stellst Deine Freiheit in den Vordergrund, inklusive der Freiheit, jederzeit fremdgehen zu dürfen - was er allerdings nicht erfahren soll/darf.
    ...denn ich fühle mich irgendwie verantwortlich für ihn...
    Das mit der Verantwortung ist immer so eine zweischneidige Sache, ich weiß. Nur: diese Art "Doppelleben", das Du auch ihm gegenüber führst - wird das denn dieser Verantwortung gerecht? Der für ihn und der für Dich?

    Habt ihr im Vorfeld, also seit dem Moment, ab dem Du Dich mit ihm nicht mehr glücklich fühltest, schon mal über die Probleme gesprochen, oder war Deine Ankündigung jetzt quasi "aus heiterem Himmel"?
    Die Argumente, die Du vorgebracht hast: waren es alle Gründe, die da bei Dir eine Rolle spielen, oder hast Du eher versucht, es möglichst harmlos und "schonend" zu machen?
    Manchmal spürt der Gegenüber unbewusst, wenn das, was da an Gründen genannt wird, nicht das ist, worum es wirklich geht, sondern vielleicht nur "vorgeschoben" ist.

    ...warum kann er meine Entscheidung nicht einfach so annehmen und macht es mir jetzt so schwer?
    Ist es seine Aufgabe, es Dir leicht zu machen, Dir den bequemen Ausstieg zu ermöglichen? Bequem deswegen, weil Du dann nicht zu dem stehen müsstetst, was Du jetzt noch vor ihm zu verbergen versuchst?
    Wie sicher bist Du Dir denn eigentlich selbst?

    Es klingt jetzt vielleicht auf den ersten Blick etwas merkwürdig: indem Du versuchst, ihn vor gewissen "Wahrheiten" zu verschonen, schützt Du, wenn Du ehrlich bist, nicht ihn - sondern doch in erster Linie einmal Dich selbst.
    Würde es Dir wirklich so sehr um ihn gehen, dann würdest Du alle Gründe auf den Tisch legen - das Schonende findet dann über die Art und Weise statt, wie Du es sagst...
    Sicher, es wird ihn treffen und verletzen - wäre das denn so ganz unbegründet?
    Dass Du ihn "betrügst" - meinst Du nicht, dass er dies irgendwann einmal sowieso herausfinden würde?
    Stell Dir seine Situation dann mal vor: verletzt, das Gefühl, (physisch) hintergangen worden zu sein - plus die "Gewissheit", dass Du ihn auch danach noch angelogen hast? Also psychisch betrogen, indem Du ihm die Chance genommen hast, es verarbeiten zu können?!

    Verstehe mich jetzt bitte nicht falsch: ich habe nicht vor, Dich und Dein Verhalten da jetzt irgendwie zu "bewerten"! Okay?!!
    Eine Frage muss ich aber dennoch stellen: fällt es Dir vielleicht schwer, mit den Konsequenzen Deiner Entscheidungen zu leben? Also auch mit den unangenehmen Seiten, die mit ihnen verbunden sind?
    Wünsch Du Dir vielleicht deswegen so sehr, dass er Dich "einfach" gehen lässt?


    lg

  5. #5
    Neuling
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    Naja die Probleme, die wir haben, haben wir schon seit ca. 2 Jahren und wir haben auch schon oft drüber geredet. Es war einfach der Alltag, der zu alltäglich wurde, um es mal grob zu sagen. Am Anfang habe ich mich noch bemüht immer mal irgendwas tolles zu organisieren, aber nachdem von ihm nie auch mal was kam, hatte ich irgendwann auch keine Lust mehr und habs eben so hingenommen. Ab und zu bin ich mal geplatzt und habe alles aufn Tisch geschmissen, was mich gestört hab, aber er fand immer, dass alles gut war wie es ist und war glücklich, versprach aber trotzdem jedesmal, er werde sich mehr mühe geben, was dann immer mal so zwei Wochen anhielt und dann wars wieder beim Alten, bis zum nächsten mal.
    Und vielleicht bin ich dann genau aus den Gründen, bzw weil es einfach interessanter war und sich mal wieder jemand um mich gekümmert hat, fremd gegangen. Das soll jetzt keine Entschuldigung sein, nur ein Grund.
    Ich hatte einfach immer gehofft, dass sich das irgendwann noch mal ändert, aber inzwischen glaube ich da einfach nicht mehr dran. Bzw. bin schon sehr abgestumpft für alles was er sagt, egal wie nett es gemeint war.

    Das mit der Verantwortung ist so ne Sache, ich habe einfach das Gefühl, dass ich dafür verantwortlich bin, dass er glücklich ist und dass ist er solange ich da bin und ihm auch nichts von all dem sage und nun muss ich versuchen ihm möglichst schonend das ganze beizubringen. Ja es hört sich irgendwie völlig bescheuert an, aber es ist eben so, auch wenn es für Außenstehende keinen Sinn ergibt.
    Abgesehen davon ist er eh schon misstrauisch, weil er von seine Ex auch mit nem anderen Typen durchgebrannt ist und würde ich ihm das jetzt sagen, würde er wahrschenlich nie wieder oder nur sehr sehr schwer jemandem wieder vertrauen und sich das Leben damit ungemein schwer machen und auch das möchte ich nicht.

    Naja und ich denke einfach, dass aufgrund all dieser Sachen die Beziehung keine Basis mehr hat, spätestens nicht nach meinem Fehltritt. Auf der anderen Seite hatte ich gehofft, dass man irgendwie im Guten auseinander gehen kann und deswegen wollte ich ihm davon eigentlich nichts sagen, was vielleicht auch einfach etwas naiv ist.
    Es kann natürlich auch sein, dass ich einfach etwas Angst vor dem danach habe, denn ich hab immerhin noch nie alleine gewohnt und wir waren 5 Jahre zusammen, von daher bin ich auch einfach etwas unsicher wie das alles wird. Denn so ein sicheres zu Hause ist natürlich in gewisser Weise auch ne schöne Sache. Aber eigentlich bin ich mir auf der anderen Seite auch ziemlich sicher, dass ich diese Beziehung im Moment einfach nicht aufrecht erhalten kann, denn ich vermisse dass Leben, indem ich tun und lassen kann was ich möchte.
    Geändert von Suny86 (21.04.2010 um 19:36 Uhr)

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