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Thema: Trennung & Veränderung

  1. #1
    Neuling
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    Standard Trennung & Veränderung

    Hallo,
    ich weiß natürlich nicht ob ich hier richtig bin, aber ich versuche Hilfe auf allen Wegen zu bekommen die ich kenne. Wobei Hilfe für mich selber eigentlich nicht so notwendig erscheint sondern eher für meine Frau. Um was geht es also?
    Ich versuche mich von meiner Frau zu trennen, was aber sehr schwierig ist, weil meine Frau leider nicht so reagiert wie man es landläufig gewohnt ist.
    Das jeder emotional mehr oder weniger stark im Moment der Trennung reagiert ist durchaus normal und auch nachvollziehbar. Was die Sache aber besonders pikant macht, ist dass meine Frau einfach nicht mit der Trennung zu recht kommt. Dabei ist es zum heutigen Zeitpunkt schon unerheblich, dass die Trennung wegen einer anderen Frau geschah. Das tut natürlich auch immer besonders weh. Nein, meine Frau legt ein Verhalten an den Tag, dass man als kindisch bezeichnen kann und darauf hinausläuft dass sie, sofern dieses Thema angesprochen wird, in eine andere Welt abtaucht. Die emotionalen Ausbrüche gehen von Raus schmeisssen, selber abhauen und wieder kommen, Klamotten aus dem Fenster werfen usw.
    Gut, dass man eine Zeit braucht um eine Trennung zu akzeptieren und zu verarbeiten kann man noch verstehen und ist auch wieder ganz normal. Das Problem ist aber dass meine Frau einfach dieses nicht kann und somit auch mein Leben blockiert. Denn für sie gibt es nur eine Lösung: Die Trennung wird rückgängig gemacht. Sie ist bereits in psychotherapeutischer Behandlung, bisher sind aber für mich keine Fortschritte erkennbar. Wie mir auch durch lange Gespräche mit meinem Therapeuten bewusst wurde, ist sie, aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Lage eine so gewaltige Veränderung in ihrem Leben zu verarbeiten und möchte schon deswegen den alten (Vortrennungs) Zustand wieder herstellen.
    Ich weiß zum heutigen Zeitpunkt natürlich auch nicht wie lange sie noch dafür braucht, um das unvermeidliche zu akzeptieren und für sich selber zu erkennen dass es auch ein Leben ohne mich geben kann. Andererseits habe ich auch keine Lust diesen Zustand länger als nötig aufrecht zu erhalten, denn auch ich möchte ein Leben führen wie ich es möchte. Das ich ihr nicht helfen kann ist mir bewusst, aber wer dann?
    Leider spielen auch noch finanzielle Aspekte derzeit eine Rolle, so dass eine räumliche Trennung (die am vorteilhaftesten ist) derzeit nicht möglich ist.
    Um die rechtliche Seite kann ich mich jedoch auch erst bemühen, wenn die Menschliche Seite weitestgehend geklärt ist.
    Es muss doch mittelfristig möglich sein einen gangbaren Weg zu finden, ohne dass Verlustängste, Drohungen etc. die Trennung weiterhin überschatten. Das Leben ist Veränderung, auch für sie, aber diese Veränderung blendet sie aus…

  2. #2
    Neuling
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    Zitat Zitat von Fire inside Beitrag anzeigen
    ... weil meine Frau leider nicht so reagiert wie man es landläufig gewohnt ist. ...
    Was ist man denn "landläufig" so gewohnt ?

    Ich habe tieftest Mitgefühl mit Deiner Frau. So ein Trennungsschmerz ist wirklich kaum zu ertragen.

    Was hälst Du denn von einem gemeinsamen Gang zum Psychologen/in ?
    Wir wärs mit Pro-Familia ? Für Trennungen haben die auch ein offenes Ohr.

    Offenheit und Ehrlichkeit (auch danach) sind für mich persönlich am allerwichtigsten.

  3. #3
    Neuling
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    Landläufig meint hier nur das man Trauer und Wut in einem Maß verarbeitet der angemessen erscheint und der im Rahmen dessen liegt was in so einem Fall auch okay ist. Wenn man (frau) aber an etwas festhalten möchte, was def. nicht vorhanden ist und sich auch nicht wieder einstellen wird ist das eben nicht landläufig und weicht von dem ab was wir alle kennen und mit dem wir die uns trennen vom Partner leben müssen und auch können. Wenn Frau aber nur an der Sache festhält um der Sache wegen, ist das eben nicht landläufig... sondern leider etwas neben der Spur (so ca. 5 bis 5000 km).

    Therapie bzw. entsprechende Einrichtung haben wir durch mit dem Erfolg = 0
    Geändert von Fire inside (23.06.2010 um 20:29 Uhr)

  4. #4
    Neuling
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    Bedankte sich ein mal in einem Post.

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    Habe tiefstes Mitgefühl mit deiner Frau.

    Denke, sie liebt Dich über alles. Da ist ein *loslassen* ganz schwer und kaum zu ertragen.

    Und warum schreibst Du, läuft sie neben der Spur ? Schreibst Du das, weil sie nicht so läuft wie Du es gerne möchtest ?

    Weißt Du, ich bin auch so eine liebende Person. Mir setzt gerade sein 9jähriges Kind mächtig zu. Klar liegt es auch am Vater, weil er dem Kind keine deutlichen Grenzen setzt. Nun das ganze Hin und Her hat nun zur Folge, dass man mich aus einem gemeinsam geplanten Urlaub gekickt hat. Einfach so und der Vater hatts zugelassen und ist nun ganz überrascht, welch Scherbenhaufen sich gerade darstellt und ist mächtig sprachlos. Wahrscheinlich auch beschämt. Nur zugeben tut er es nicht, wer steht schon gerne zu seinen Fehlern.

    Mein ganzer Freundeskreis hält mich für blind und bekloppt, weil ich immer noch bei ihm bin. Weil ich mit mir solch Dinge machen lasse.

    Ich liebe ihn, mehr mag ich dazu nicht sagen.

    Viele liebe Grüße
    Regenbogen

  5. #5
    Gast784
    Gast

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    Leider spielen auch noch finanzielle Aspekte derzeit eine Rolle, so dass eine räumliche Trennung (die am vorteilhaftesten ist) derzeit nicht möglich ist.
    Um die rechtliche Seite kann ich mich jedoch auch erst bemühen, wenn die Menschliche Seite weitestgehend geklärt ist
    Hallo Fire inside,

    irgendwie hat das ganze für mich einen komischen Beigeschmack gekriegt beim lesen...

    Wenn Du Dich entschlossen hast, zu leben wie Du willst, dann tu das. Wozu dann noch ihren "Segen"? anscheinend gehts halt doch mal wieder ums Geld, oder? Sie soll Dir einen möglichst eleganten stressfreien Abgang ermöglichen. Tja, tut mir leid, aber sie wollte die Trennung nicht, sie hat ihren eigenen Kampf damit. Und Du nimmst anscheinend ja nur noch Rücksicht auf sie, weil Du Dir totale Rücksichtslosigkeit nicht leisten kannst?

    Klingt danach, als würdest Du Dich um wirtschaftliche Schadensbegrenzung bemühen und nicht um ihr Seelenheil sorgen. Irgendwie logisch, sonst hättest Du Dich ja nicht getennt. Auf jedenfall ist es unaufrichtig, und daher ist dieser K(r)ampf, den ihr nun habt, leider folgerichtig.

    Gibts nur eines - sofort die räumliche und wirtschaftliche Trennung. Und wenn Du dafür erstmal in Sack und Asche gehen musst. Du willst leben, wie Du willst - dann tu es bitte konsequent und nicht auf kosten derer, die Du aus Deinem Leben kickst.

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Anubis (02.07.2010)

  7. #6
    Neuling
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    Hallo zurück…
    Um mal auf die letzten beiden Beiträge zu antworten, auch auf die Gefahr hin, dass ich hier etwas verquicke:
    Das meine Frau neben der Spur läuft ist nicht subjektiv, sondern spiegelt auch die Meinung anderer unbeteiligter Personen wieder. Wie soll man denn bitte ein Verhalten verstehen, das u.a. aus Drohungen, Ultimaten und ähnlichem besteht? Das man selbst und die „Neue“ mit sms, Anrufen (auch auf der Arbeitsstelle) bombardiert wird? Das auch in diese Richtung Drohungen geäußert werden?
    Das in dem Moment wo man nicht mehr weiter weiß und die (sachlichen) Argumente fehlen, das Niveau ins Bodenlose sinkt und die berühmten Totschlagargumente hervorgeholt werden? Das selbst das eigene Kind beschimpft wird? Das man sich ins Auto setzen will und notfalls damit droht an den nächsten Baum zu fahren? Wie viel Toleranz soll man(n) da aufbringen? Mag ja sein, das Frau zu sehr liebt, aber man kann nicht dastehen und „bockig“ sein, nur weil man der Ansicht ist etwas wieder haben zu wollen, was es nicht mehr gibt. Und das es für alle Probleme nur eine Lösung gibt, nämlich die Eigene.

    Wenn ich mich um das Seelenheil meiner Frau bemühen würde, würde dass bedeuten, dass ich auf ihre Lösung eingehen müsste und damit wäre die Sache wieder im Lot. Natürlich bemüh ich mich auch um eine wirtschaftliche Schadensbegrenzung. Oder ist es vielleicht erstrebenswert einen finanziellen Kollaps zu provozieren? – Und es ist immer so schön gesagt, wirtschaftliche und räumliche Trennung sofort. Leider hängen da immer eine paar nicht ganz bedeutungslose Faktoren dran. Und wie man die bewältigen darf sagt dann wieder niemand. Denn räumliche Trennung bedeutet nun mal auch doppelte Kosten, toll bei einem Einkommen und keinen finanziellen Reserven. Dann eben zu Verwandten, Freunden usw. ziehen? Geht auch nicht, weil entweder die auch keinen ausreichenden Platz haben oder nicht vorhanden sind. Und zur Neuen? Würde man ja gerne, aber auch dort sieht es mit dem Geld nicht so rosig aus. Staatliche Hilfen? Gerne, aber da verdient man dann eben wieder zu viel. Aber es kann auch nicht sein, dass man „nur“ aus wirtschaftlichen Aspekten zusammenbleibt, zumal das menschliche schon längst auf der Strecke geblieben ist und auch nicht wieder kommen wird. Und es geht auch nicht um den „Segen“ von irgendjemanden, es geht einfach nur darum das akzeptiert bzw. erkannt wird, das eine gemeinsame Zeit vorbei ist, egal wieso und weshalb. Meine Frau wird wahrscheinlich in der heutigen Lage sich nie eingestehen, dass ich anderes leben möchte wie sie, ob mit oder ohne neuen Partner. Deswegen geht es im Grunde ihr schon gar nicht mehr um die Person, sondern um die Sache. Vielleicht sind es Verlustängste oder die Angst nie wieder lieben zu können….

    Ich sage nicht dass ich keine Fehler gemacht habe, die habe ich mit Sicherheit gemacht. Wenn man aber selber merkt das man nicht mehr das Leben leben will, das man kennt und auch versucht hat, diese Defizite zu beseitigen, aber zu keinem Ergebnis kommt, was dann? Dann muss und sollte man sich trennen, aber bitte auf eine für alle Beteiligten humane Art und Weise.

  8. #7
    Gast784
    Gast

    Standard

    Wie soll man denn bitte ein Verhalten verstehen, das u.a. aus Drohungen, Ultimaten und ähnlichem besteht? Das man selbst und die „Neue“ mit sms, Anrufen (auch auf der Arbeitsstelle) bombardiert wird? Das auch in diese Richtung Drohungen geäußert werden
    ich verstehe es so, dass es da einen Menschen gewaltig aus der Spur geschleudert hat. Insofern hast Du recht mit der Bemerkung, dass sie neben der Spur läuft. Nur - sie hat die Spur nicht freiwillig verlassen - Du hast sie runtergeschupst. Auch wenn Du Deine Gründe dafür hattest. Aber im Gegensatz zu Dir ist sie jetzt nicht freiwillig in der Situation. Entsprechend kämpft und wehrt sie sich.

    Womit ich nicht sagen will, dass es unrecht war von Dir. Trennungen müssen manchmal sein. Aber erwarte doch von ihr nicht, dass sie das gut findet! Sie hat es sich vermutlich nicht ausgesucht. Es ist DEINE Entscheidung. Du und Deine Neue, ihr müsst eben entsprechend reagieren durch Abgrenzung und Konsequenz, notfalls durch Anzeige (Drohungen). Aber erwarten dürft ihr von ihr nichts.

    Und wie man die bewältigen darf sagt dann wieder niemand. Denn räumliche Trennung bedeutet nun mal auch doppelte Kosten, toll bei einem Einkommen und keinen finanziellen Reserven. Dann eben zu Verwandten, Freunden usw. ziehen? Geht auch nicht, weil entweder die auch keinen ausreichenden Platz haben oder nicht vorhanden sind. Und zur Neuen? Würde man ja gerne, aber auch dort sieht es mit dem Geld nicht so rosig aus. Staatliche Hilfen? Gerne, aber da verdient man dann eben wieder zu viel. Aber es kann auch nicht sein, dass man „nur“ aus wirtschaftlichen Aspekten zusammenbleibt, zumal das menschliche schon längst auf der Strecke geblieben ist und auch nicht wieder kommen wird
    Nein, das sagt einem niemand, und jedes Expaar muss da den eigenen Weg finden. Nur, was Du jetzt machst, ist nix halbes und nix ganzes. Ja, es heisst in sehr vielen Fällen einen oft massiven Einbruch des Lebensstandards. Aber in den sauren Apfel wirst Du beissen müssen.

    Wie stellst Du Dir das denn vor? Wie wäre denn Deine Wunschsituation? Dass ihr eine Art Hausgemeinschaft habt, Du so viele Kosten sparst und ihr es nix ausmacht, wenn Deine Neue bei Dir pennt? Und ein Kind rennt da dazwischen auch noch rum oder wie?

    es geht einfach nur darum das akzeptiert bzw. erkannt wird, das eine gemeinsame Zeit vorbei ist, egal wieso und weshalb. Meine Frau wird wahrscheinlich in der heutigen Lage sich nie eingestehen, dass ich anderes leben möchte wie sie, ob mit oder ohne neuen Partner. Deswegen geht es im Grunde ihr schon gar nicht mehr um die Person, sondern um die Sache. Vielleicht sind es Verlustängste oder die Angst nie wieder lieben zu können….
    ob sie das anerkennen und akzeptieren kann und wird, ist nicht mehr Deine Sache. Denn Du hast Deine Entscheidung getroffen und einen Weg ohne sie eingeschlagen. Mit dem Rest muss sie fertig werden. Ich frage nochmal: gehts Dir wirklich darum, dass die Ex nicht leiden soll, oder gehts Dir einfach darum, wirtschaftlich möglichst gut davon zu kommen?

    Du wirst ihr JETZT nicht helfen können, diese Trennung aufzuarbeiten. Vll ist sie irgendwann so weit, dass sie mit Dir darüber ein Gespräch will. Wahrscheinlich werdet ihr beide jetzt erstmal um existenziellere Dinge kämpfen müssen. Das ist verd... hart, aber Du hast recht, deshalb kann man nicht immer zusammen bleiben (manche schweisst es zusammen, aber nicht immer und nicht FÜR immer.. ) Wenn Du das ganze wirklich human gestalten willst, dann achte erstmal auf saubere Trennung der Ebenen: Was ist wessen menschliches und wirtschaftliches Interesse?

    ggf nehmt euch einen Mediator, um die Trennungsmodalitäten zu klären. Eine Mediation hat den Vorteil, dass sie die Freiwilligkeit von beiden voraussetzt. So kann sich keiner nachher übervorteilt fühlen.
    Geändert von Gast784 (30.06.2010 um 16:35 Uhr)

  9. #8
    Neuling
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    Selbstverständlich bedeutet es einen Einbruch in den Lebensstandart, denn die Dinge die man zusammen geteilt hat, müssen nun auseinander dividiert werden. Ich kann jetzt hier nicht die rechtliche Seite betrachten, die steht ja auf einem anderen Blatt.

    Und was sind denn das für Vorstellungen?? Um Kosten zu sparen bildet man eine 3er WG??? Okay, die Idee hat was, haben alle was davon. Meine Frau hat ihr Feindbild sozusagen personifiziert und kann ihre Attacken gleich persönlich austragen. Ich habe mein bequemes und kostengünstiges Leben und obendrein noch den Spaß. Und die Neue ist auch glücklich, weil sie mit mir zusammen ist und natürlich wir alle drei bei Aldi einkaufen gehen um Geld zu sparen. Und abends sitzen wir dann alle gemütlich vor der Glotze. Ach so und vhd. Kinder leiden dann nicht so unter der Trennung der Eltern.

    Hallo???

    Spaß beiseite. Wenn man Kind schreibt, heißt dass nicht automatisch, dass es sich hier um kleinere Kinder handelt, sondern auch um den etwas älteren Nachwuchs. Aber auch für die ist die Situation belastend, wenn sie mitbekommen wie sich ihre Erzeuger verhalten. Der eine weil er nicht konsequent genug ist, der andere weil er die Situation nicht wahrhaben möchte und eben dann immer ausrastet, wenn die Sprache darauf kommt. Konsequenz daraus ist, das mein Kind so schnell wie möglich ausziehen möchte, was dann auch verständlich ist. Aber auch da hängt es wieder am lieben Geld…

    Und was heißt wirtschaftlich gut aussehen? Laufende Kosten müssen bezahlt werden, etwas zu essen möchte man auch haben… Und wenn man zu zweit (dritt) gerade mal so über die Runden kommt, wie soll man es dann alleine schaffen mit einer räumlichen Trennung? Klar, man kann je zur „Neuen“ ziehen. Bloß hat die leider die gleichen Probleme. Irgendwo ist eben keine Luft mehr nach oben.

    Es geht mir nicht darum wirtschaftlich gut wegzukommen, es geht mir darum wirtschaftlich existieren zu können und das für alle Beteiligten. Aber das ist zunächst sekundär.
    Ich kann aber nicht nur aus den genannten wirtschaftlichen Faktoren mein Leben davon abhängig machen, dass ich mich in mein Schicksal füge und nur deswegen mit meiner Frau zusammen bleibe. Die emotionalen, zwischenmenschlichen Dinge zählen doch mehr.
    Und viele Paare trennen sich doch nur deswegen nicht, weil beide Parteien es eben alleine nicht schaffen ihre finanziellen Dinge zu regeln. Soll man so sein Leben verbringen? Gut, man hat sich im Laufe der Jahre Dinge und Werte aufgebaut bei denen es einem schwer fällt diese aufzugeben. Wenn man sich aber trennt, sollte man aber auch in der Lage sein für sich selber zu sorgen und dem anderen so wenig wie möglich auf der Tasche zu liegen. Und den neuen Partner damit auch noch zusätzlich belasten? Okay, wenn er die Möglichkeiten hat, alles in Ordnung, aber das sind wohl mehr die Ausnahmefälle.
    Um es noch mal zu sagen. Nach den Vorfällen und Eskapden die sich meine Frau geleistet hat ist keine gemeinsame Basis mehr möglich, zumal auch die Gefühle mit jeder Aktion die sie fährt weiter absinken. Sie versucht mit ihren Aktionen mich zu zwingen (wenn auch unbewußt) bei ihr zu bleiben und erreicht damit genau das Gegenteil. Ihr Handeln ist nur noch erbärmlich und meine Achtung ihr gegenüber fällt und fällt.

    Mediator? Sofort, aber schon hier kommt die Einschränkung: Wie richtig bemerkt geschieht das freiwillig, was aber wenn die eine Partei dieses partout ablehnt??? Hat hier jemand Angst, dass man Abstriche von den aufgestellten Forderungen machen muss? Ich weiß, dass es bei der Mediation auf einen Kompromiss hinausläuft den beide Seiten akzeptieren können. Leider ist meine Frau überhaupt nicht bereit dazu. Es gibt für sie nur eine Lösung, nämlich Ihre. Das liegt aber auch daran, dass sie im Laufe ihres Lebens nie gelernt hat, sich Krisen zu stellen und diese zu bewältigen. Sie kann einfach nicht akzeptieren, dass sich das Leben im laufe der Zeit ändert und ihre Idealvorstellung eben nicht das non plus Ultra ist.

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