Hallo Ihr Lieben,
ich war fast 5 Jahre in einer sehr glücklichen und harmonischen Beziehung und er hat sich im März 2009, ganz plötzlich und aus für mich bis heute nicht richtig nachvollziehbaren Gründen, von mir getrennt. Es war eine Art Krise, die er mit sich selbst hatte. Die Trennung verlief mit vielen Gesprächen und Diskussionen aber ohne, dass einer von uns je laut geworden wäre. Vier Wochen habe ich ihn in der gemeinsamen Wohnung noch ertragen müssen, dann ist er endlich ausgezogen. Für mich war das die Psychohölle und schon damals habe ich mich plötzlich in einer Art von Starre wiedergefunden. Ein halbes Jahr lang habe ich irgendwie versucht zu überleben. Kurz vor einem totalen Zusammenbruch.
Mittlerweile geht es mir körperlich wieder gut. Ich habe mein altes Gewicht wieder und er selbst ist in meinem täglichen Leben nicht mehr gegenwärtig. Solange, wie wir uns nicht über den Weg laufen und das passiert leider ab und zu, weil wir noch in der gleichen Stadt leben. Dann kommt bei mir alles wieder hoch und ich reagiere dermaßen extrem, dass ich kaum noch atmen kann. Der Puls geht hoch, ich fange an zu zittern, will nur noch weg. Lähmende Wut, Starre, bloß keine Konfrontation! Und das nach fast zwei Jahren!!! Das ist doch nicht mehr normal?! Ich würde ihn auch im Leben nicht zurück haben wollen! Aber ich bin auch bisher nicht in der Lage was Neues einzugehen. Ein Jahr lang hatte ich ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann. Das hat mir insgesamt sehr gut getan, denn ich musste mich nicht festlegen, doch alles hat seine Zeit und ich habe es vor einer Weile beendet.
Viele kamen und gingen in den zwei Jahren. Jetzt habe ich jedoch jemanden getroffen, der mir sehr gut tut und ich kann mir sehr gut vorstellen, mit ihm zusammen zu sein. Nein, ich wünsche es mir sogar. Er zögert jedoch und bleibt unverbindlich. Wir haben nicht darüber gesprochen, aber ich denke er spürt, dass ich mit dem "Alten" noch nicht ganz fertig bin.
Habt Ihr Ratschläge für mich, was ich tun kann, um von diesem Trip runter zu kommen? Meine Ventile sind derzeit der Beruf, der Sport, die Freizeit, in denen ich mir kaum eine Minute Ruhe gönne. Also eigentlich Verdrängung.
Ich war immer ein absoluter Beziehungsmensch und ich wünsche mir einfach nur, dass ich irgendwann wieder in der Lage bin, das zu sein. Was habt Ihr für Erfahrungen mit sowas? Was kann ich für mich tun?
Vielen Dank schon mal!
anin


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