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Thema: Trennung nach fast zwei Jahren noch nicht überwunden

  1. #1
    Gast6483
    Gast

    Standard Trennung nach fast zwei Jahren noch nicht überwunden

    Hallo Ihr Lieben,
    ich war fast 5 Jahre in einer sehr glücklichen und harmonischen Beziehung und er hat sich im März 2009, ganz plötzlich und aus für mich bis heute nicht richtig nachvollziehbaren Gründen, von mir getrennt. Es war eine Art Krise, die er mit sich selbst hatte. Die Trennung verlief mit vielen Gesprächen und Diskussionen aber ohne, dass einer von uns je laut geworden wäre. Vier Wochen habe ich ihn in der gemeinsamen Wohnung noch ertragen müssen, dann ist er endlich ausgezogen. Für mich war das die Psychohölle und schon damals habe ich mich plötzlich in einer Art von Starre wiedergefunden. Ein halbes Jahr lang habe ich irgendwie versucht zu überleben. Kurz vor einem totalen Zusammenbruch.
    Mittlerweile geht es mir körperlich wieder gut. Ich habe mein altes Gewicht wieder und er selbst ist in meinem täglichen Leben nicht mehr gegenwärtig. Solange, wie wir uns nicht über den Weg laufen und das passiert leider ab und zu, weil wir noch in der gleichen Stadt leben. Dann kommt bei mir alles wieder hoch und ich reagiere dermaßen extrem, dass ich kaum noch atmen kann. Der Puls geht hoch, ich fange an zu zittern, will nur noch weg. Lähmende Wut, Starre, bloß keine Konfrontation! Und das nach fast zwei Jahren!!! Das ist doch nicht mehr normal?! Ich würde ihn auch im Leben nicht zurück haben wollen! Aber ich bin auch bisher nicht in der Lage was Neues einzugehen. Ein Jahr lang hatte ich ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann. Das hat mir insgesamt sehr gut getan, denn ich musste mich nicht festlegen, doch alles hat seine Zeit und ich habe es vor einer Weile beendet.
    Viele kamen und gingen in den zwei Jahren. Jetzt habe ich jedoch jemanden getroffen, der mir sehr gut tut und ich kann mir sehr gut vorstellen, mit ihm zusammen zu sein. Nein, ich wünsche es mir sogar. Er zögert jedoch und bleibt unverbindlich. Wir haben nicht darüber gesprochen, aber ich denke er spürt, dass ich mit dem "Alten" noch nicht ganz fertig bin.

    Habt Ihr Ratschläge für mich, was ich tun kann, um von diesem Trip runter zu kommen? Meine Ventile sind derzeit der Beruf, der Sport, die Freizeit, in denen ich mir kaum eine Minute Ruhe gönne. Also eigentlich Verdrängung.
    Ich war immer ein absoluter Beziehungsmensch und ich wünsche mir einfach nur, dass ich irgendwann wieder in der Lage bin, das zu sein. Was habt Ihr für Erfahrungen mit sowas? Was kann ich für mich tun?

    Vielen Dank schon mal!
    anin
    Geändert von Gast6483 (16.11.2010 um 21:57 Uhr)

  2. #2
    Schreibkraft
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    Hallo, anin,

    könnte es sein, dass Du damit noch nicht wirklich abgeschlossen hast, weil Du eben keinen für Dich akzeptablen Grund hast? Du schreibst ja, dass er eine Art Krise mit sich selbst hatte. Aber ich vermute mal, dass Du einfach nichts Greifbares hast.

    Es ist immer schwerer, mit etwas umzugehen, was man nicht wirklich erfassen kann. Viele sind "kopfgesteuert" und suchen nach einer logischen Erklärung, einem Grund. Weil man damit besser umgehen kann. Und das hast Du einfach nicht.
    Ich fürchte, Du wirst Dich einfach damit abfinden müssen. Oder: such Dir psychologische Unterstützung, z. B. in einer kurzen Gesprächstherapie. Damit Du Dein Gleichgewicht wieder findest und Dich auf eine neue Beziehung einlassen kannst.

    Beste Grüße
    Berenice

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Berenice für den sinnvollen Beitrag:

    Rosine (01.12.2011)

  4. #3
    Gast6483
    Gast

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    Hallo Berenice,
    vielen Dank für Deine Antwort. Du hast genau ins Schwarze getroffen!
    Ich kann es nach wie vor nicht greifen und ich bin mir sehr wohl über das alles im Klaren.
    Etwas sitzt halt wirklich tief in mir fest und schlägt quer, wann immer ich damit konfrontiert werde. Ich würde es gern selbst hinkriegen, doch ich weiß nicht, wo ich anfangen soll und was überhaupt MEIN Problem ist. Allein oder durch Gespräche mit Freunden und Familie habe ich es bisher einfach nicht gelöst gekriegt. An Gesprächstherapie zur Verarbeitung habe ich deshalb auch schon gedacht.
    Ich würde mich sehr über weitere Antworten freuen. Also Leute - wenn Ihr ähnliches erlebt habt - ich bin interessiert daran, wie Ihr damit umgegangen seid und was Euch geholfen hat. Klar habe ich jetzt Angst davor, erneut enttäuscht zu werden, doch es kann nicht sein das ich wegen einem anderen Menschen (der nicht einmal weiß, was er da getan hat) als Beziehungskrüppel ende. Davon gibt es schon genug auf dieser Welt!
    LG von mir!

  5. #4
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    Hi, anin,

    natürlich kann es sein, dass Du in einer neuen Beziehung wieder enttäuscht wirst, das kann niemand voraussehen. Kein Mensch ist eine Tupperdose - nur auf die gibt es lebenslange Garantie.

    Gespräche mit Familie und Freunden können helfen, aber das sind in den meisten Fällen keine Experten. Sondern man dreht sich ab einem bestimmten Punkt oftmals nur im Kreis. Da würde ich dann wirklich einen Profi empfehlen.

    Nur Mut - die Chance auf eine gute stabile Beziehung sollte es Dir wert sein, diesen Weg zu gehen

    Beste Grüße
    Berenice

  6. #5
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    Hallo,
    ich denke du hattest sowas wie einen Schock. Die Trennung kam für dich überraschend und somit hattest du keine Möglichkeit dich seelisch und moralisch drauf vorzubereiten. Und so wie ich das rauslese, hast du nicht wirklich dich dem Problem gestellt (Verdrängung!)und es zu verarbeiten. Du flüchtest von einer Beziehung in die nächste "Zitat: viele kamen und gingen in den zwei Jahren.." - das gibt mir zu denken. Vielleicht solltest du einfach mal versuchen eine Zeit mit dir alleine auszukommen. Ohne Beziehung. Dich mit dir und deinen Problemen beschäftigen, und dir Fragen stellen: was tut dir gut, wie kannst du wieder stark werden, auch ohne Partner. Und was willst du in/von einer Partnerschaft..was willst du nicht. Man sagt ja nicht umsonst, dass man nach jeder gescheiterten Beziehung eine Weile braucht, um überhaupt wieder "beziehungsfähig" zu sein. Man muß erstmal die alten Verletzungen heilen lassen um überhaupt wieder wirklich offen für eine neue Beziehung zu sein. Das dauert je nach Stärke der Verletzung, manchmal kann das Jahre dauern. Ich bin jetzt schon fast 2 Jahre alleine und ohne Partner, weil meine letzte Beziehung (5 Jahre) auch sehr verletzend geendet hat und ich erstmal wieder Vertrauen fassen muß - er hat mich betrogen über eine längere Zeit... Das tat sehr weh und ich hab mich gefühlt wie das Letzte. Mein Traum von Familie zerplatzt, ich allein mit 2 Kindern, Beruf, Schule... Das ist hart momentan und bin oft am Ende meiner Kräfte..bin wegen ihm weggezogen aufs Land, hab alles zurückgelassen..Freunde, Kita. Alles nur wegen dem Ars.... Hatte viele einsame, verheulte Nächte und Tage, Wutanfälle, Depressionen. Hab mich zurückgezogen, viel gelesen, Musik gehört, Bachblüten genommen, auch mit Freunden drüber geredet. Aber so langsam hab ich das überstanden - bin wieder im Einklang mit mir, natürlich gibt es gute und schlechtere Tage. Aber ich geb die Hoffnung nicht auf und glaube an die Liebe. Ich wünsch dir viel Glück.

  7. #6
    Gast6483
    Gast

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    Hallo Papue,
    dann ging es Dir ja ähnlich wie mir. Wahrscheinlich habe ich sogar Glück, denn zumindest gab es noch keine gemeinsamen Kinder. Auf der anderen Seite sehe ich die Wahrscheinlichkeit für Kinder bei mir auch immer mehr schwinden.
    In Beziehungen habe ich mich in den letzten Monaten nicht einmal im Ansatz geflüchtet. Im Gegenteil! Sobald einer was wollte (spätestens nach Date 2), bin ich davon gerannt. Ich komme einfach nicht klar damit. Das macht mir halt Angst, aber mir ist schon klar das Dinge ihre Zeit brauchen. Es wird sich schon alles weisen. Ich werde auf jeden Fall auch alles hinter mir lassen. Gehe in eine andere Stadt. Darauf setze ich sehr - diesen Neuanfang.
    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen das es für Dich auch wieder besser wird und ich wünsche Dir dasselbe, was ich mir für mich auch wünsche, nämlich das Du sagen kannst - ich bin glücklich!
    LG,
    anin

  8. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast6483 für den sinnvollen Beitrag:

    papue (29.11.2010)

  9. #7
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    Hallo anin,
    danke, dass wünsche ich dir auch von Herzen. Ich denke ein Umzug ist erstmal ein guter Anfang. Du kannst sozusagen das "Alte" hinter dir lassen und was neues anfangen. Ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen!
    Alles Liebe
    papue

  10. #8
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    Hallo Papue, wie hast du es denn geschafft, nach all dem wieder "zu dir zu finden"?

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