Hallo liebe Forumsgemeinde,
ich bin gestern zufällig gestern auf Eure Seite gestossen und empfinde es zur Zeit sehr hilfreich, dass man sich auf diese Weise ein wenig austauschen kann.
MIr geht es zur Zeit sehr schlecht, denn zum ersten Mal in meinem Leben hat nicht der Tod meinen Partner weggenommen sondern mein Freund, Anfang 50 ist vor zwei Wochen gegangen, als ich ihm Wein ins Gesicht geschüttet habe und seine Sachen auf die Strasse geworfen. Aber das nur, weil er nicht den Mund aufgemacht hat um mit mir zu reden.
Reden und aufrichtig sein scheint mir laut Euren Beiträgen hier das A und O einer Beziehung und zwar von Anfang an, dass es nicht so weit zur Trennung kommen muss.
Meinen Freund habe ich 2008 kennen und lieben gelernt. Damals war er schon mit einer verheirateten Frau zusammen, die haben immer viel unternommen und sind auch noch im Herbst zum Segeln gefahren. Ich habe mir nix dabei gedacht. Anfang 2009 fand ich einen Liebesbrief von ihr im Auto und war wie vor den Kopf geschlagen. Wir hatten doch so viele Pläne und er hat mich, was ich heute sehr bezweifle, doch geliebt? Danach kam diese Dame und sagte mir auf den Kopf zu sieh gäbe mir nur ein Jahr dann bin ich weg. Dieser Mensch könne sich nicht binden, immer wenn er Verantwortung übernehmen soll (und wir sprachen nicht von Heirat) dann flüchtet er. Er war 15 Jahre vereheiratet und Scheidung im Jahre 2000. Danach hatte er mehrere Affären und eine Beziehung die aber nur 3 Jahre andauerte.
Er bezeichnet sich selber als Freheitsliebend und Vagabung, obwohl er als Freiberufler schon sein Geld verdient von irgendwas muss auch er leben.
Nun hatte ich das ganze Jahr 2009 im Ungewissen gelebt, geht er zu dieser Frau oder nicht. In diesem Jahr habe ich mich zusammen gerissen und wollte dass er sich zu mir bekennt. Er tat es auch aber hinten rum habe ich erfahren, dass er immer noch mit anderen Frauen was hat.
Ich liebe ihn und es tut sehr weh. Er sagt, ich beenge ihn und nehme ihm die Luft zum Atmen. Das ist aber nicht war, denn wir haben seit zwei Jahren nie was gemeinsam an Wochenenden gemacht, immer ist er mit anderen in Urlaub gefahren und als Selbständiger arbeitet er nicht am Wohnort sondern überall in Deutschland so dass er zu 90% seine Freiheit genießen kann. Wo soll ich mich noch einschränken? Und wenn ich als Freundin nun häufiger gefragt habe, dass er mit mir mal in Urlaub fährt oder wir am Wochenende was unternehmen und er sich darüber nicht äußerte, nun da habe ich eingesehen, dass er sich mit mir nicht abgeben will. Die Frage ist die ich mir jetzt stelle warum sucht er dann überhaupt eine Freundin? Will er nur das Angenehme haben (bekocht zu werden) aber will keine Zeit und Energie in diese Freundschaft investieren? Das muss man m.E. aber. Man muss an seiner Beziehung arbeiten.
Nun sagt er ich begebe mich gerne in die Opferrolle und schiebe ihm die ganze Schuld zu. Nein das tue ich nicht, aber ich fühle mich ausgenutzt und betrogen, denn er hat seine Liebe an eine Bedingung geknüpft, dh. mir gesagt, wenn ich etwas finde, womit wir unsere Zukunft aufbauen, ein Projekt irgendwo am Meer, dann liebt er mich wieder und gibt mir Zärtlichkeit. Solange das nicht klappt, wird er mir seine Liebe entziehen.
Ist das nicht irgendwie krank? Ich dachte immer man LIebt Jemanden bedingungslos???
Jetzt sitze ich hier und versuche alles irgendwie zu verarbeiten aber es tut sehr weh, zumal ich keinerlei Familie habe die mich auffängt und ich meine Gefühle nicht kanalisieren kann. Ich bin am verzweifeln!!!
Ich wäre sehr froh wenn ich mich mit Euch hier ein wenig austauschen kann, vielleicht würde mir das schon ein wenig helfen.
Vielen Dank!
Blumenwiese


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