Hallo zusammen,
ich habe mich in einen Vollblut-Papa verliebt und ich brauche dringend Rat!
Also, mein Partner(31) und ich(30) haben uns im Dezember kennengelernt. Er war verheiratet und hatte eine knapp 1 Jahr alte Tochter. Somit war er für mich tabu, aber dennoch ein guter Freund, mit dem ich viel unternommen habe. Er erzählte mir, dass seit der Schwangerschaft zwischen ihm und seiner Frau nichts mehr ist und er sie nicht mehr liebt, aber des Kindes wegen bis jetzt bei ihr geblieben ist, denn er liebt sein Kind abgöttisch.
Stück für Stück allerdings haben wir uns verliebt, liessen es langsam angehen, denn er wollte es noch keinem sagen aus Angst um sein Kind. Die Situation eskalierte jedoch, er zog zuhause aus und bei seiner Mutter ein. Seine Familie hätte gerne dass er zu seiner Frau zurückgeht, seine Frau kämpft.
Vor ein paar Wochen zog er ganz plötzlich mehr oder weniger bei mir ein, schlief vier Wochen nur noch bei mir, machte einen entspannten Eindruck, sagte mir dass er mich liebt, kochte zum ersten mal... Für mich war es wunderschön! Streit hat es hin und wieder gegeben, ich habe ziemlich geklammert, war eifersüchtig. Ich habe immer gewusst wieviel Druck seine Familie auf ihn ausübt und habe versucht in die andere Richtung zu rudern, wollte dass er auf eigenen Füßen steht (das hat er noch nie), sich nicht einwickeln lässt...
Vor einer Woche kam aus heiterem Himmel der totale Einbruch. Er schlief mehrere Tage bei seiner Mutter, zog sich zurück. Ich fragte ihn, ob ich etwas falsch gemacht hätte und bekam die Antwort, ich habe nichts falsch gemacht, er weiß nur nicht mehr wo ihm der Kopf steht. Er dachte die Trennung wäre einfacher, er vermisst seine Tochter, wenn sie nicht um ihn ist und hat Angst sie zu verlieren, will sie öfter sehen (momentan 2-3 mal pro Woche ein paar Stunden). Zu seiner Frau will er aber nicht mehr! Er sagte, er spielt nach aussen den starken, geht aber innerlich kaputt und er bat mich um Zeit...
Ein paar Tage später trafen wir uns kurz. Er sagte, er weiß nicht mehr ob er mich liebt, fühle nur noch innere Leere. Das einzige was er fühlt wäre, er vermisst seine Tochter. Ich liebe ihn, darum gebe ich ihm Zeit. Er meldet sich kaum, geht aber mit Freunden aus, lebt sein Leben weiter, nur ohne mich.
Ich weiß nicht mehr wo ich dran bin. Ich habe keine Kinder, weiß nicht wie es sich anfühlt. Ich verstehe nur die Welt nicht mehr und frage mich "Kann das sein?" Würde ihm gerne helfen, aber er lässt mich nicht an sich ran. Vom Jugendamt und seinen Rechten will er erst recht nichts hören. Ich weiß nicht was ich tun kann oder soll, ob wir überhaupt noch eine Chance haben, das zusammen zu überstehen! Wie soll ich mich verhalten? Er spricht ja nicht mit mir...
Ich hoffe wirklich, hier jemanden zu finden, der mir helfen kann, meinen Partner (ich denke er ist es noch!?) zu verstehen... Bin für jeden Ratschlag dankbar!!


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Ich weiß durchaus dass er überfordert war und ist, mich und sein Kind unter einen Hut zu bringen. Die letzten Monate waren ein Drahtseilakt. Er sagt er will seine Tochter nicht verlieren. Hat mir aber auch oft gesagt er liebt mich und er will mich auch nicht verlieren. Sagte, er versucht, es allen recht zu machen. Ich habe ihm oft gesagt, das ist nicht möglich und ich befürchte, jetzt hat er es auch realisiert und kommt nicht weiter... Er lässt niemanden an sich ran, macht einen auf "alles gut". Aber er saß letzte Woche in meiner Küche und hat geweint, sagte er hat sich das einfacher vorgestellt und jetzt haut ihm die Realität ins Gesicht. 

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