Hallo erstmal,
ich hoffe mal, dass dies hier das richtige Unterforum für mein problem ist. Ich habe nämlich das Problem, dass ich überhaupt nicht belastbar bin und mein Körper auf jeden kleinen unerwarteten Schrecken reagiert. Damit meine ich weniger Schockeffekte, wie z.B. die Reaktion auf ein plötzliches lautes Geräusch, sondern vielmehr soziale/familiäre Ängste.
Um zwei Beispiele zu nennen: Vor etwa einem Monat eröffnete mein Stiefvater (wohne bis zum Winter noch zuhause, ziehe spätestens in den Weihnachtsferien aus) meiner Mutter, dass er sich eine eigene Wohnung suchen wolle. Auch wenn es mich nicht direkt betrifft und eigentlich auch nichts angeht, kann ich in solchen Situationen nicht anders, als aufzuhorchen, da es in der Vergangenheit (so als ich 10 bis 14 war) zahlreiche Situationen gab, in denen ich meinte, mich zwischen meine hysterische (und durchaus gewalttätige, wenn auch nie gegen mich) Mutter und ihren ebenso aggressiven Lebensgefährten werfen zu müssen, um eine Katastrophe zu verhindern. Jedenfalls war mir die ganze Zeit, in der die Trennung meines Stiefvaters von meiner Mutter vorbereitet wurde, so schlecht, dass ich quasi außer Stande war, etwas anderes als Haferflocken zu essen, da ich mich selbst von Toast oder Keksen übergeben musste. In diesen anderthalb Wochen habe ich, nachdem ich mir in den Monaten zuvor endlich um die 5 kilo Muskeln antrainiert hatte, extrem stark abgenommen, so dass ich, als es mir wieder besser ging, gerade einmal 63 Kilo auf die Waage brachte, was bei einer Körpergröße von 1,90 bedenklich und in jedem Fall unattraktiv ist.
Die zweite Situation, um die es mir vor allem geht, ereignete sich gestern vormittag, als meine Mutter mich auf dem Handy anrief (nicht von der Arbeit, wie ich zunächst dachte, sondern aus dem Krankenhaus) und mir eröffnete, dass sie krank sei und operiert werden müsste, und dass ich für vorraussichlich 10 Tage auf mich gestellt sein würde. Was genau sie hatte, weiß ich nicht mehr, irgendwas vonwegen Eierstöcken. Sie hatte schon in den Tagen zuvor Schmerzen gehabt, dennoch brach diese nachricht wie ein Shock über mich herein. Seither ist mir wieder ununterbrochen schlecht, ich kann kaum etwas essen und meine Knie zittern. Ich bin kraftlos, versuche an alles zu denken, nur nicht daran, wie schlecht mir ist, und bekomme nichts auf die Reihe. Das Problem daran ist, dass ich in einer Woche meine ersten Prüfungen an der Uni schreibe (Ich bin im ersten Fachsemester und studiere Wirtschaft Ostasiens) und ich nicht glaube, dass ich in diesem Zustand effektiv lernen, geschweige denn bestehen kann.
Beim Hausarzt war ich schon, als die Symptome zum ersten mal auftraten (wann das wahr, weiß ich nicht mehr), aber alles was der tun kann, ist mir Iberogast zu verschreiben, dass bei mir fast keine Wirkung zu zeigen scheint.
Weiß vielleicht irgendjemand, was ich tun kann, damit das aufhört? Damit meine ich sowohl langfristige Ansätze, um solche Reaktionen in Zukunft zu verhindern,a ls auch kurzfristige Tipps, die es mir erlauben, meine Arbeitseffizienz wieder herzustellen und mich auf die Klausuren vorzubereiten?
(Ich hoffe, ich habe alles richtig gemacht, es ist das erste mal, dass ich in diesem Forum etwas poste.)
Liebe Grüße,
Diethard


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren


Lesezeichen