Hallo liebes Forum - wer immer hier noch mitliest ...
langsam macht es mir echt zu schaffen, nicht mehr schlafen zu können... nein, falsch gesagt, ich kann nicht behaupten, nicht zu schlafen. Aber ich bin oft viel zu lange wach, um dann doch erschöpft für ein paar Stunden in einen unruhigen Schlaf zu fallen und zu Zeiten aufzuwachen/aufzustehen, die absolut untypisch für mich sind. Wie jetzt, um 4 Uhr morgens. Wenn mich keine Verpflichtungen dazu gezwungen haben, wäre ich niemals um diese Zeit aufgestanden. Ich konnte außerdem eigentlich immer und zu jeder Zeit schlafen, wenn man nachts manchmal wach wird hab ich mich umgedreht und weitergeschlafen. Das geht jetzt nicht mehr, kaum werd ich mal kurz wach, kann ich nicht wieder einschlafen, obwohl ich oft das Gefühl habe, noch furchtbar müde zu sein.
Das mit dem Appetit ist auch überhaupt nicht so wie es sein sollte
Im Januar fange ich voraussichtlich mit dem KPP an (Krankenpflegepraktikum). Im April, zum Sommersemester, beginne ich ein Medizinstudium. Die 3 Monate KPP sollte man ja besser vorher machen, anstatt dann im ohnehin anstrengenden Studium damit die vorlesungsfreie Zeit zu verbringen. Das leuchtet mir ja ein und eben deshalb hab ich mich jetzt direkt für Januar für das KPP beworben, damit ich zumindest 2 Monate vor Beginn des Studiums schaffe. Aber ich weiß gar nicht wie das gehen soll... Vollzeit arbeiten, Schichtdienst, auch nachts, Wochenende, ... Ich bin körperlich überhaupt nicht fit... Und dann direkt ins Studium, im April.
Ich hätte gerne noch bis zum Wintersemester gewartet, aber das Risiko war mir zu groß. Wegen der doppelten Abiturjahrgänge in zwei Bundesländern und dem Aussetzen der Wehrpflicht wird es bedeutend mehr Bewerber geben. Ein Studienplatz in Medizin an der "Wunschuni" ist mir dann auch mit meinem Abischnitt nicht mehr sicher... ich denke, irgendwo wäre ich zum Wintersemester bestimmt auch rein gekommen, aber ich möchte nicht so gerne weit weg ziehen, am liebsten in BaWü bleiben.
Deshalb die Entscheidung, zum Sommersemester schon zu beginnen. Da dürfte das wohl klappen mit dem Platz an der Wunschuni...
Das Gefühl, das ursprünglich Thema dieses Threads war, "überfordert mit allem", kommt wieder hoch, ich weiß nicht wie das alles gehen soll.
Es klingt vielleicht ziemlich dämlich, aber ich hab das Gefühl dass ich in der Zeit in HH bzw seit ich Karsten kenne, wie in einer Blase war, nichts kam wirklich an mich ran. Jetzt ist die Blase geplatzt und mir bereiten jetzt Dinge, die vor Monaten stattgefunden haben, auf einmal riesige Probleme. Damals dachte ich, ich steck das so weg. Und dann war es auch wirklich raus aus meinen Gedanken. Jetzt kommt alles wieder, es ist so viel.
Ich frage mich, wenn ich zu April schon wieder umziehe, wie das dann ist mit dem Therapieplatz. Alles so Dinge, wo ich weiß, da sollte ich mich mal drum kümmern, aber langsam krieg ich mich zu nichts mehr aufgerafft. Wie soll ich ab Januar schwerkranke Leute pflegen?
Allerdings, vielleicht kam das bisher überhaupt nicht rüber, auf das Studium freue ich mich wirklich sehr. Ich habe das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Mal sehen wie ich mit Physik und Chemie zurecht komme, mit denen ich in der Schule eher auf Kriegsfuß stand
Und der baldige Auszug ist vielleicht gar nicht so verkehrt. Ich komme mit der Situation mit meinen Eltern immer schlechter zurecht. Schade, die ganze Sache beginnt einen Keil zwischen uns zu treiben, dabei hatte ich bisher immer ein so gutes Verhältnis zu meinen Eltern
Am 15. Dezember hat Anika Geburtstag und das beschäftigt mich echt seit Tagen. Soll ich ihr gratulieren? Ich finde, normalerweise macht man das einfach, wenn man sich kennt, schon aus Anstand. Aber sie hat ganz klar gemacht dass sie keinen Kontakt zu mir möchte, und irgendwie habe ich vor dieser Aussage ziemlichen Respekt und deshalb scheinen mir jetzt schon Geburtstagsgrüße nicht angebracht... Dass man sich über sowas den Kopf zerbrechen kannAm liebsten würde ich ihr ja eine Karte schreiben, aber das wäre wohl wirklich zu viel des Guten... oder? Ach
Gestern habe ich über den Abend nachgedacht, an dem Anika und co mich zur Rede gestellt hatten... das erste Mal ist mir aufgefallen, dass ich es verdammt unfair finde, wie ich dazu gezwungen wurde, von der Prostitution zu erzählen. Sie hatten mich an dem Abend vor die Wahl gestellt: entweder ich sage ihnen die Wahrheit, oder sie rufen in der Psychiatrie an... so von wegen, Zwangseinweisung.
Sie haben mir damit gedroht.
Und ich finde das jetzt, aus etwas Abstand betrachtet, nicht fair. Klar, dass sie ohne irgendeine Erklärung noch wütender gewesen wären als ohnehin schon, damit hätte ich dann leben müssen. Ohne Erklärung braucht man auch nicht auf Verständnis hoffen. Aber trotzdem ist das immer noch meine Entscheidung, ob ich bereit bin mein Leben vor ihnen auszubreiten oder nicht. Es sind nunmal Dinge passiert, die sehr grenzwertig sind und ich will selber entscheiden, wem ich davon erzähle. So habe ich es eben unter Druck getan. Meine ehemalige Mitbewohnerin hätte mich 100 pro zwangseinweisen lassen - wenn sie das rechtlich denn hätte tun können - dazu kenn ich mich zu schlecht aus.
Na ja, vermutlich waren sie auch überfordert, sie wussten nicht was los war, machten sich Sorgen, wollten nicht die Verantwortung dafür tragen müssen, falls ich mir was antue oder so. Deshalb das Beharren auf einer Erklärung. Trotzdem war es heftig. Jahrelang nicht drüber gesprochen, mit niemandem, und dann ganz überfallartig, soll ich alles erzählen.
So, genug.
Liebe Grüße... und ich hoffe es stößt keinem auf, dass ich hier von Zeit zu Zeit meinen emotionalen Müll ablade![]()


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