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Thema: Überfordert mit allem, ich kann nicht mehr...

  1. #105
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    Hallo liebes Forum - wer immer hier noch mitliest ...

    langsam macht es mir echt zu schaffen, nicht mehr schlafen zu können... nein, falsch gesagt, ich kann nicht behaupten, nicht zu schlafen. Aber ich bin oft viel zu lange wach, um dann doch erschöpft für ein paar Stunden in einen unruhigen Schlaf zu fallen und zu Zeiten aufzuwachen/aufzustehen, die absolut untypisch für mich sind. Wie jetzt, um 4 Uhr morgens. Wenn mich keine Verpflichtungen dazu gezwungen haben, wäre ich niemals um diese Zeit aufgestanden. Ich konnte außerdem eigentlich immer und zu jeder Zeit schlafen, wenn man nachts manchmal wach wird hab ich mich umgedreht und weitergeschlafen. Das geht jetzt nicht mehr, kaum werd ich mal kurz wach, kann ich nicht wieder einschlafen, obwohl ich oft das Gefühl habe, noch furchtbar müde zu sein.

    Das mit dem Appetit ist auch überhaupt nicht so wie es sein sollte

    Im Januar fange ich voraussichtlich mit dem KPP an (Krankenpflegepraktikum). Im April, zum Sommersemester, beginne ich ein Medizinstudium. Die 3 Monate KPP sollte man ja besser vorher machen, anstatt dann im ohnehin anstrengenden Studium damit die vorlesungsfreie Zeit zu verbringen. Das leuchtet mir ja ein und eben deshalb hab ich mich jetzt direkt für Januar für das KPP beworben, damit ich zumindest 2 Monate vor Beginn des Studiums schaffe. Aber ich weiß gar nicht wie das gehen soll... Vollzeit arbeiten, Schichtdienst, auch nachts, Wochenende, ... Ich bin körperlich überhaupt nicht fit... Und dann direkt ins Studium, im April.

    Ich hätte gerne noch bis zum Wintersemester gewartet, aber das Risiko war mir zu groß. Wegen der doppelten Abiturjahrgänge in zwei Bundesländern und dem Aussetzen der Wehrpflicht wird es bedeutend mehr Bewerber geben. Ein Studienplatz in Medizin an der "Wunschuni" ist mir dann auch mit meinem Abischnitt nicht mehr sicher... ich denke, irgendwo wäre ich zum Wintersemester bestimmt auch rein gekommen, aber ich möchte nicht so gerne weit weg ziehen, am liebsten in BaWü bleiben.
    Deshalb die Entscheidung, zum Sommersemester schon zu beginnen. Da dürfte das wohl klappen mit dem Platz an der Wunschuni...

    Das Gefühl, das ursprünglich Thema dieses Threads war, "überfordert mit allem", kommt wieder hoch, ich weiß nicht wie das alles gehen soll.

    Es klingt vielleicht ziemlich dämlich, aber ich hab das Gefühl dass ich in der Zeit in HH bzw seit ich Karsten kenne, wie in einer Blase war, nichts kam wirklich an mich ran. Jetzt ist die Blase geplatzt und mir bereiten jetzt Dinge, die vor Monaten stattgefunden haben, auf einmal riesige Probleme. Damals dachte ich, ich steck das so weg. Und dann war es auch wirklich raus aus meinen Gedanken. Jetzt kommt alles wieder, es ist so viel.

    Ich frage mich, wenn ich zu April schon wieder umziehe, wie das dann ist mit dem Therapieplatz. Alles so Dinge, wo ich weiß, da sollte ich mich mal drum kümmern, aber langsam krieg ich mich zu nichts mehr aufgerafft. Wie soll ich ab Januar schwerkranke Leute pflegen?

    Allerdings, vielleicht kam das bisher überhaupt nicht rüber, auf das Studium freue ich mich wirklich sehr. Ich habe das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Mal sehen wie ich mit Physik und Chemie zurecht komme, mit denen ich in der Schule eher auf Kriegsfuß stand
    Und der baldige Auszug ist vielleicht gar nicht so verkehrt. Ich komme mit der Situation mit meinen Eltern immer schlechter zurecht. Schade, die ganze Sache beginnt einen Keil zwischen uns zu treiben, dabei hatte ich bisher immer ein so gutes Verhältnis zu meinen Eltern

    Am 15. Dezember hat Anika Geburtstag und das beschäftigt mich echt seit Tagen. Soll ich ihr gratulieren? Ich finde, normalerweise macht man das einfach, wenn man sich kennt, schon aus Anstand. Aber sie hat ganz klar gemacht dass sie keinen Kontakt zu mir möchte, und irgendwie habe ich vor dieser Aussage ziemlichen Respekt und deshalb scheinen mir jetzt schon Geburtstagsgrüße nicht angebracht... Dass man sich über sowas den Kopf zerbrechen kann Am liebsten würde ich ihr ja eine Karte schreiben, aber das wäre wohl wirklich zu viel des Guten... oder? Ach

    Gestern habe ich über den Abend nachgedacht, an dem Anika und co mich zur Rede gestellt hatten... das erste Mal ist mir aufgefallen, dass ich es verdammt unfair finde, wie ich dazu gezwungen wurde, von der Prostitution zu erzählen. Sie hatten mich an dem Abend vor die Wahl gestellt: entweder ich sage ihnen die Wahrheit, oder sie rufen in der Psychiatrie an... so von wegen, Zwangseinweisung.
    Sie haben mir damit gedroht.
    Und ich finde das jetzt, aus etwas Abstand betrachtet, nicht fair. Klar, dass sie ohne irgendeine Erklärung noch wütender gewesen wären als ohnehin schon, damit hätte ich dann leben müssen. Ohne Erklärung braucht man auch nicht auf Verständnis hoffen. Aber trotzdem ist das immer noch meine Entscheidung, ob ich bereit bin mein Leben vor ihnen auszubreiten oder nicht. Es sind nunmal Dinge passiert, die sehr grenzwertig sind und ich will selber entscheiden, wem ich davon erzähle. So habe ich es eben unter Druck getan. Meine ehemalige Mitbewohnerin hätte mich 100 pro zwangseinweisen lassen - wenn sie das rechtlich denn hätte tun können - dazu kenn ich mich zu schlecht aus.
    Na ja, vermutlich waren sie auch überfordert, sie wussten nicht was los war, machten sich Sorgen, wollten nicht die Verantwortung dafür tragen müssen, falls ich mir was antue oder so. Deshalb das Beharren auf einer Erklärung. Trotzdem war es heftig. Jahrelang nicht drüber gesprochen, mit niemandem, und dann ganz überfallartig, soll ich alles erzählen.

    So, genug.

    Liebe Grüße... und ich hoffe es stößt keinem auf, dass ich hier von Zeit zu Zeit meinen emotionalen Müll ablade
    Geändert von sorrows (12.12.2010 um 04:40 Uhr)

  2. #106
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    Hallo sorrows,
    ich würde mir da nicht allzu viele Gedanken machen... es hört sich schon so an, als wärest du auf einem guten Weg und vielleicht ist das Studium gar nicht so schlecht und insbesondere die damit verbundenene praktische Tätigkeit... das bringt dich auf andere Gedanken und du hast neue Aufgaben.
    Bezüglich der Therapie: Du könntest ja auch erst Mal in eine psychosoziale Beratungsstelle gehen, wenn du "Unterstützungs- und Aufarbeitungsbedarf" hast und dann am neuen Studienort eine Therapie beginnen. Beratungen können auch kurzfristig sein, sind besonders lösungsorientiert und du hast einen guten "Übergang".
    Viele Grüße

  3. #107
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    Hallo...

    glaube auch, dass ich auf dem richtigen Weg bin im Moment. Ich denke, ich komme mit der derzeitigen telefonischen psychologischen Betreuung/Beratung, wie auch immer man das nennen will, zurecht. Am neuen Studienort sollte es dann ja klappen mit dem Therapieplatz, hoffe ich.

    Ich vermisse Karsten und wenn ich an ihn denke, ist das immer mit so einem Schleier verbunden und ich vermisse ihn eher wie jemanden, den man ein paar Wochen nicht sieht, nicht wie jemanden der verstorben ist. Ramona hat mich dazu gedrängt (im positiven Sinne), nach Weihnachten nun endlich mal eine kleine persönliche Trauerfeier zu machen, damit ich seinen Tod realisiere. Wir haben einen festen Termin ausgemacht, damit ich es nicht so vor mir herschiebe und doch nicht mache. Sie will dann auch dabei sein. Ich bin sehr froh, dass sie mich so unterstützt.

    Habe immer noch große Schuldgefühle den Leuten in HH gegenüber. Denke wirklich oft an die Klassenkameraden, die von Karstens Krankheit wussten und sich nun verarscht fühlen, ganz zu recht. Ich wünschte ich könnte das einfach hinter mir lassen.
    Bei unserem letzten Gespräch hat Anika zwei Sätze gesagt, die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen: "Ich hätte nie gedacht, mit meiner Gutmütigkeit mal so auf die Schnauze zu fallen" und "Mein Umfeld hat mir gesagt, dass ich mich in dem Jahr sehr zum negativen verändert habe".

    Sowas wollte ich doch nie! Ich habe Anika soweit gebracht, dass sie nun auch therapeutische Hilfe braucht um das zu verarbeiten. Und habe jetzt totale Angst dass ich bzw meine Lügen Spuren bei ihr hinterlassen, dass sie ab jetzt niemandem mehr richtig vertrauen kann oder sowas. Es war nicht meine Absicht jemandes Leben so negativ zu beeinflussen, jemandem so weh zu tun, das macht mich extrem fertig. Die Schuldgefühle sind Hauptgesprächspunkt, wenn ich mit der Psychologin telefoniere und auch wenn ich in der Selbsthilfegruppe bin.

    Meine ehemalige Mitbewohnerin hat mir 2 Tage nachdem ich ihr und den anderen alles erzählt hatte, eine SMS geschrieben: "Nichts von alledem was du (angeblich) getan hast ist so schlimm wie deine bis ins kleinste Detail passenden Lügen! Ich für meinen Teil hoffe dich nie wiedersehen zu müssen!"

    Ich habe diese SMS nur ein einziges Mal gelesen, vor über 2 1/2 Monaten, und kann die Worte nicht vergessen. Sie hat einfach so recht damit. Was würde ich dafür geben diesen Teil meines Lebens einfach streichen zu können? Ich schäme mich so unglaublich dafür... und wie gesagt, es ist für mich fast ein Wunder dass ich hier in BaWü soviel Verständnis entgegen gebracht bekommen habe. Sind einfach wundervolle Menschen die mich schon länger kennen und wissen dass ich das nicht aus Böswilligkeit getan habe. Die nicht denken dass ich ihre Gutmütigkeit ausgenutzt habe. Und die in dem Moment bei mir sind, an dem ich so tief gefallen bin wie vorher noch nie in meinem Leben, anstatt nochmal drauf zu treten. Klingt alles etwas pathetisch aber ich rechne das diesen Menschen echt hoch an und weiß, was ich an ihnen habe. Das sind Menschen mit einem ganz großen Herz und ich bin froh, dass ich solche Freunde habe.

    "Kein Mensch weiß, was in ihm schlummert und zutage kommt, wenn sein Schicksal anfängt, ihm über den Kopf zu wachsen" - habe das letztens irgendwo gelesen, glaube sogar hier im Forum, und es ist so wahr. Hätte mir vor ein paar Jahren jemand gesagt zu was ich fähig sein werde, ich hätte das niemals geglaubt.

    Morgen geh ich Skifahren mit einer Freundin und danach gehts in den zukünftigen Studienort, mal ein paar WGs ansehen, obwohl das noch ziemlich früh dafür ist. Aber viel zu tun zu haben ist grade das A und O für mich und damit gehts mir auch wirklich zur Zeit relativ gut. Donnerstag fahre ich nach Nürnberg auf den Christkindlesmarkt mit Sarah und treffen uns dort mit zwei Bekannten, wir übernachten dann dort auch und sehen uns am nächsten Vormittag noch in aller Ruhe die Stadt an - Sarah hat mich dazu eingeladen - sie weiß wie sehr mir dieses Jahr vor Weihnachten graut (wegen der Verwandtschaft und all dem) - da wollte sie mich tags vorher nicht zuhause sitzen lassen, möchte dass ich auf andere Gedanken komme. Finde das toll von ihr. Es ist echt genau das richtige.

    Soweit von mir... allen, die das lesen, wünsche ich schon mal ein frohes Fest.
    Geändert von sorrows (21.12.2010 um 02:24 Uhr)

  4. #108
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    Hallo liebes Forum,

    Weihnachten mit der Verwandtschaft, was mir so Angst gemacht hat, war viel weniger unangenehm als ich dachte.

    Was ich selber dazu beigetragen habe: Ich habs nicht mehr eingesehen, auf glücklich zu machen, wenn es mir nicht wirklich so geht. Auch wenn meine Eltern berechtigterweise Zweifel an all dem haben, was ich so erzählt habe; ich weiß ja, was war, und ich hab genauso ein Recht darauf zu zeigen wie es mir geht, wie alle anderen auch. Es war mir dann auch egal, ob meine Eltern denken, dass ich ihnen was 'vorspiele' vor der Verwandtschaft. Sie wissen nicht was passiert ist und ich habe ihnen das nicht aus Böswilligkeit nicht erzählt.
    Und meine Verwandten waren alle so rücksichtsvoll, das Thema gar nicht groß anzusprechen

    In letzter Zeit haben meine Eltern ein paar sehr, na ja, unsensible Kommentare/Sticheleien abgegeben, die mich ziemlich verletzen.
    Ein Beispiel: ich war mit Sarah ja auf dem Christkindlesmarkt in Nürnberg (was übrigens wundervoll war, hab mich so gut gefühlt wie lange nicht mehr) und wir haben uns da mit zwei Mexicanern, Antonio und Karina, getroffen. Karina ist nur in Deutschland gewesen, um ihren deutschen Freund zu besuchen, und Antonio studiert seit ein paar Monaten hier in Deutschland. Jedenfalls hab ich mich mit ihm von Anfang an besonders gut verstanden, wir haben halt viel gelacht und sind auf derselben Wellenlänge. Er hat schon auch meine Nähe gesucht, aber es war nicht aufdringlich - es war einfach ein entspannter und lustiger Abend.
    So hab ich das meinen Eltern erzählt, als ich wieder nach Hause gekommen bin, und meine Mama hat das folgendermaßen kommentiert: "Ach, läuft mit dem Antonio was?"
    Klar, sie hat das mit einem Augenzwinkern gesagt.
    Aber in Anbetracht der Tatsache, dass mein Partner vor ca 3 Monaten erst verstorben ist, konnte ich darüber nicht lachen. Ich weiß ja, dass meine Eltern an allem zweifeln, weil ich ihnen bisher NICHTS erklärt habe - aber muss man deshalb sowas sagen?

    Ich könnte mir nicht vorstellen, mit jemandem anders als Karsten zusammen zu sein... hab an sowas auch überhaupt nicht gedacht. Und ganz abgesehen von meiner Vorgeschichte nervt es mich sowieso, dass sich Frau und Mann nicht einfach gut verstehen können, ohne dass gleich irgendwelche Mutmaßungen oder Anspielungen kommen.

    Silvester habe ich letztes Jahr mit Karsten verbracht, wir haben zusammen ins neue Jahr reingefeiert, wenn wir gewusst hätten dass er in diesem Jahr sterben würde....
    Die Jahre zuvor hab ich Silvester eher ruhig gefeiert, mit der Familie oder mit Freunden in privatem Kreise. Diesmal will ich weggehen, irgendwo wo eine ausgelassene fröhliche Stimmung herrscht, und hoffe mich davon anstecken zu lassen
    Es widerstrebt mir, 2010 hinter mir zu lassen und in ein neues Jahr zu starten. Ein Jahr das mit Karsten nichts mehr zu tun hat, das er nicht mehr erlebt hat. In letzter Zeit frag ich mich öfter wo er jetzt ist, einfach weg? Oder gibts doch irgendwas nach dem Tod, wovon wir keine Ahnung haben?

    Gestern kam ein Brief von einem meiner Freier... der mir auch früher schon ab und an Briefe geschrieben hat. Wie es mir geht und so. Er weiß ziemlich viel, was mit Karsten abging und dass ich niemandem meiner Freunde/Familie die Wahrheit gesagt hatte. Er hat mir in der Zeit viel geholfen und deshalb freue ich mich schon, von ihm zu hören. Ich vertraue ihm auch, das zeigt ja schon die Tatsache dass er meine Adresse kennt. Trotzdem ist es ein bisschen skurril... er ist so viel älter als ich, war mein Freier, und während er mir früher sehr anzügliche/sexuelle, aber auch verliebte Briefe geschrieben hat, waren das jetzt eher Zeilen eines alten Bekannten der einem einen guten Rutsch wünscht und mal nachfragen will, wie es einem denn so geht.


    Es steckt hinter jedem Menschen so viel mehr als man von außen sieht... auch so viel mehr, als gute Freunde meist wissen. Die Männer bei denen ich war, waren zum Großteil entweder unscheinbare und freundliche, oder besonders gut aussehende und offene, lustige, fröhliche Menschen. Mit vielen konnte ich mich super unterhalten. Einige waren sicher Familienväter, von wenigen wusste ich das defintiv.
    Deren Freunde und Familie ahnen bestimmt nichts von dem, was ich mit ihnen erlebt habe, was sie für Wünsche hatten. Das ist ja auch gut so, wer will schon für alle anderen ein offenes Buch sein. Es hat mir nur gezeigt... die meisten Menschen sind irgendwie nicht das, wofür man sie hält. Der solide Familienvater, der zu einer Prostituierten geht. Die 1er-Abiturientin mit dem Doppelleben, von dem keiner weiß. Freunde, die einem das letzte bisschen Privatsphäre nehmen...

    Insgesamt gehts mir inzwischen schon besser. Seit Oktober hab ich ungefähr 10 Kilo abgenommen, das geht, dafür dass ich echt wenig esse. Und auch damit gehts langsam bergauf. Ich hab 1x die Woche ein Telefonat mit einer Psychologin und geh regelmäßig zu den EA-Gruppentreffen. Das tut mir alles ganz gut. Die Psychologin (ich schreib jetzt einfach mal 'Frau J') meinte, dass die erste Reaktion auf meine Geschichte - die Reaktion, die ich in HH bekommen habe - mir offensichtlich tief in den Knochen steckt und mir den weiteren Weg grade sehr erschwert... und dass es mir nun wahrscheinlich anders gehen würde, hätte ich mich erst zB an Sarah gewendet. Frau J hat mir ein paar Denkanstöße/Ideen gegeben, wie ich versuchen kann, mich langsam nicht mehr allein anhand dieser negativen Reaktion zu bewerten und es hilft
    Was sie auch gesagt hat (und wo ich ihr total recht gebe): Lügen sind sowas total verachtetes in unserer Gesellschaft. Zurecht, ich konnte es selber nie leiden, wenn Leute lügen. Und es ist nunmal wichtig für das Zusammenleben, dass man seinem Gegenüber erstmal einfach glauben kann, was er/sie sagt. Lügen stören das natürlich.
    Aber für viele anderen negativ behafteten Dinge bekommt man unter bestimmten Umständen viel mehr Verständnis, sowohl von anderen als auch von sich selber; Lügen sind ein ganz heikles/Tabuthema und wie ich an meinen Freunden in HH gesehen habe, sind die auch mit schwerwiegendem Hintergrund nicht unbedingt verzeihlich.


    Ich wünsch euch allen hier im Forum, dass ihr wohlbehalten ins neue Jahr kommt, ihr viele positive Gedanken für dieses habt und dass es euch gut geht.

    Liebe Grüße,
    sorrows

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