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Alt 31.08.2010, 23:40   #1 (permalink)
Schreibkraft
 
Registriert seit: 24.06.2010
Ort: Irgendwo und nirgendwo
Beiträge: 153
Standard Übergewicht

Ich bin seit meiner Pubertät Übergewichtig mit Unterbrechungen von DÜnnsein. Das schwankte von 150 Kilo zu 70 Kilo zu 110 Kilo zu 65 Kilo Zu 135 Kilo und nu ist wieder das abnehmen dran. Mir macht das Langeweile essen zu schaffen. Ja Unternehm was, mach SPort und so weiter und so fort. Aber das habe ich alles schon gemacht, mich dazu gezwungen aber nix gefunden was mir spass macht so das ich länger dabeibleibe. Benutz habe ich die Aktivitäten nur zum Abnehmen und das denke ich ist falsch. Ernährungstechnisch bin ich kein Fastfoodjunkie und trinke nur Mineralwasser oder mal nen Saft, Kaffee, Cappucino zum Frühstück. Und Essen. 3 Mahlzeiten am Tag, mal was süßes und dann halt wenn mich die Langeweile packt, ich nix zu tun habe.
__________________
Am Ende ist alles gut und solange es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
Mini83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2010, 01:29   #2 (permalink)
Neuling
 
Registriert seit: 14.06.2010
Beiträge: 63
Standard

Tipps die bei mir geholfen haben.

- Mehr Sport.

- Regelmäßig essen und drauf achten was du isst.

- Didziplin.

- Geduld. Aller Anfang ist schwer. Am Anfang merkt man kaum was, dann hat man einen Lauf während dem man tatsächlich Resultate sieht aber dann dauert es wieder. Wenn das alles nicht eintritt, dann lies den nächsten Punkt.

- Lass dich mal auf eine Schildrüßenstörung untersuchen. Wenn man in der Pubertät mittelschweres oder starkes Übergewicht hatte, kann eine Stoffwechselerkrankung oder Schildrüßenunterfunktion verhindern das, dass Training oder die Ernährungsumstellung anschlägt. War bei meiner Schwester so und bei einem Freund von mir.

Das Langeweileessen ist selbstverständlich auch so eine Sache. Am besten hilft da eines. Wenn du vor lauter Langeweile essen musst und kriegst es nicht unter Kontrolle, dann habe einfach nichts was Fett macht. Das heißt, nichts süßes, nichts fettiges.

Kauf regelmäßig Obst, Gemüse, Salat. Wenn du kein Fan davon bist, umso besser. Damit vermiest du dir das Langeweilefressen.

Was auch hilft, ist sich ein Hobby suchen. Dann ist dir auch nicht langweilig.

Ich persönlich schaue gern Filme. Glücklicherweise esse ich ungern nebenher.

Ich habe das Geigespielen angefangen und lerne Sprachen, schreibe gerne und schneide Videos. Psychologie ist auch ein Hobby und meine Nase in Sachen stecken die mich nichts angehen.

Die einfachsten Lösungen sind die Besten.
TheGreatNick ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2010, 06:45   #3 (permalink)
Gast784
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Benutz habe ich die Aktivitäten nur zum Abnehmen und das denke ich ist falsch.
stimmt, denn mit der Einstellung schaffst Du es vll mit viel Mühe abzunehmen, aber das Gewicht zu halten, ist in der Denke ja nicht inbegriffen

Es geht also darum, ein ganzheitliches Bild zu entwickeln, wo möchtest Du hin, wie willst Du Dich fühlen, wie willst Du leben etc.

Was steckt z.B. hinter dieser Langeweile?

Wenn Du da ißt, ist das eine schlechte Angewohnheit aus dem Erwachsenenalter oder wurdest Du als Kind schon auf Frustkompensation durch Essen getrimmt?

Bei diesen ganzen hartnäckigen Gewichtssachen überschneiden sich leider oft psychologische Faktoren mit den gesundheitlichen, welche Du ja zur Genüge kennst und schon praktiziert hast. Meiner Beobachtung nach hapert es meist an den Schnittstellen, weil man entweder zu viel auf das eine oder das andere guckt.
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Darkstar (01.09.2010)
Alt 01.09.2010, 09:02   #4 (permalink)
Gast5559
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Im Grunde weiß heute jeder Bescheid übers Essen, wie man sich also gesund und klug in Bezug auf das Schlanksein oder -bleiben ernähren sollte. Das Wissen hilft bloß in vielen Fällen kaum.

Es wird genau da schwierig, an den Stellen wie Gaby es sagt: Verschiedene Bedürfnisse beginnen sich zu streiten, und das stärkere davon siegt: Bei Langeweile ist es eben oft das Bequeme, das Überflüssige - Essen. Am besten wäre, sich das Leben so interessant zu gestalten, dass die Langeweile verschwindet. Hm ja, ist bekanntlich leichter gesagt als getan. Mein Tipp: Gegensteuern mit gezielter (Selbst-) Beeinflussung.

Ich würde also bei der inneren Gedankenprogrammierung ansetzen; Vielesser haben irgendwo ein "Loch" in der Seele, einen Mangel, der gefüllt werden will, und um da anzusetzen, kann es sehr hilfreich sein, als eine Art Erste-Hilfe-Maßnahme mit Affirmationen/Selbstbeeinflussung/Hypnose zu arbeiten; es gibt in der Richtung viele gute Bücher und vor allem hilfreiche CDs.

Auf lange Sicht kann es helfen, das "Loch in der Seele" zu finden - und zu füllen - ohne Essen natürlich.

Geändert von Gast5559 (01.09.2010 um 09:10 Uhr)
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Anna55 (01.09.2010)
Alt 01.09.2010, 10:31   #5 (permalink)
Schreibkraft
 
Registriert seit: 24.06.2010
Ort: Irgendwo und nirgendwo
Beiträge: 153
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Ja ich denke oft darüber nach womit ich die ,,Zeit" füllen kann wenn ich nichts wirklich produktives anzufangen weiß. Bewegung ist da das a und o wonach ich suche. ich war bis in die 10te Klasse der Realschule sehr dick. WIr hatten einen furchtbar fiesen Sportlehrer und bei gezwungenen AKtivitäten habe ich immer auf STur geschaltet. Ich will nichts machen ,,müssen " . Dann bekamen wir eine SPortlehrerin, eine Referendarin. Da hat mir der SPortunterricht immer Spaß gemacht. Sie hatte sich etwas überlegt was sie mit allen machen wollte. Wir ,,Mädels" ( einige kennen das aus der Pubertät) hatten zu Fussball, Volleyball u.s.w keine Lust. WIr rauchten heimlich vor und nach der Schule und hingen lieber ab als uns körperlich zu betätigen ( waren auch Schlanke mit bei die keine Lust hatten ) Wir mussten da nicht mitmachen sondern durften uns in die kleine SPorthalle verziehen und uns aussuchen ob und was wir machen wollten. AUfischtspflichttechnisch war das nicht ganz koscher, aber nach dem anfänglichen auf den Matten liegen und nix machen wurden wir dann aktiv. Wir nahemn uns die Badmintonsachen mit oder einen Schamustofffussball und machten wozu wir lust hatten. So nahm ich ab. Nun ist es schwer das für mich selber so weiterzuführen. Ich meine Wozu habe ich Lust? Ich habe ne weile Fußball gespielt, aber das erscheinen müssen und das am Sonntag zum Spiel kommen müssen war nicht meins.
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Mini83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2010, 12:44   #6 (permalink)
Gast5559
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Kennst Du das nicht auch umgekehrt? Zuerst machen, auch ohne Lust, und dann kommt irgendwann die Lust hinzu?

Ich meine, das ist ja auch mit den Hausaufgaben und später im Beruf und im eigenen Haushalt so: Immer nach dem Lustprinzip vorgehen haut nicht hin. Wenn ich warte, bis ich Lust hab zum Fensterputzen, wachsen die zu ...

Getreu dem alten Sprichwort: "Der Appetit kommt mit dem Essen" mach ich heute und hab erst mal den Erfolg des getan Habens. Und so ganz allmählich bekommt man Geschmack dran - man nennt diese geheimnisvolle Wandlung auch "Disziplin" und "Lohn der Mühe"
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Raindrops (12.07.2011)
Alt 01.09.2010, 14:39   #7 (permalink)
Schreibkraft
 
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Beiträge: 153
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Hm ich sehe eine Unterschied zwischen Lust auf etwas und sich gezwungen zu etwas zu fühlen .
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Mini83 ist offline   Mit Zitat antworten
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TheGreatNick (01.09.2010)
Alt 01.09.2010, 17:12   #8 (permalink)
Gast784
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Beiträge: n/a
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Zitat:
Ja ich denke oft darüber nach womit ich die ,,Zeit" füllen kann wenn ich nichts wirklich produktives anzufangen weiß
Interessant Mini, vll kannst Du schon ein kleines bißchen was verändern, indem Du Deine Bewertung mancher Dinge veränderst? Warum erlaubst Du Dir nicht unproduktiv zu sein? (Abgesehen davon, dass ich persönlich Löcher-in-die-Luft-gucken als etwas sehr produktives empfinde )

Wie wärs denn, wenn Du überall Schreibzeug rumliegen hast und immer dann, wenn Du glaubst, die Zeit füllen zu müssen, einfach mal ne "Wasserstandsmeldung" aufkritzelst. also ganz ohne Bewertung: wie fühlst Du Dich im Moment, was würdest Du jetzt am liebsten tun (nichts tun gilt auch), was hält Dich davon ab, dem nachzugehen (Pflichtgefühl, schlechtes Gewissen, innere Unruhe, Termindruck etc). Und vll fällt Dir noch was ein. Aber alleine schon die bewusste Wahrnehmung eines Moments kann helfen, alte Gewohnheiten zu durchbrechen, die ja meist unbewusst gesteuert sind.

Du beschäftigst Dich in dem Moment mit Dir selber und bist damit schon wieder produktiv und vom Essen abgelenkt.
Ich weiss nicht, ob Du damit was anfangen kannst, kam mir nur eben so in den Sinn. Ausprobieren könntest Du es ja mal.

Oder wie wäre es, wenn Du Dir gewisse unproduktive Zeiten von vornherein erlaubst z.b. 3x am Tag oder immer dann, wenn Du nach Deiner Vorstellung "produktiv" warst, als Belohnung. Und dann Füße hoch und Film gucken, Buch lesen etc. Und wenns nicht ohne Essen geht, dann gesundes Essen, wie TGN schon aufgeführt hat.

Bezüglich Sport: ich hab eine ähnliche Sportunterricht-"Karriere" wie Du. Mir wurde es vermiest. Dass ich dann zig Jahre später als Trainerin arbeitete, kam daher, dass ich den Umweg über die Tanztherapie gegangen bin und gemerkt hab, dass ich eigentlich ein Bewegungsflummi bin

Sammle doch mal alles, was Dir zu Sport UND Bewegung einfällt bzw was Dich an Infos und Berichten oder Beobachtungen so anfällt. Es ist nämlich kein Gerücht, dass es wirklich für jeden was gibt.

Einige Dinge kannst Du für Dich auch gleich abklären: bewegst Du Dich gern im Team? Bist Du lieber draußen? Wieviel Zeit kannst Du aufwenden? Was hast Du direkt vor der Tür? Wieviel Geld kannst/willst Du dafür ausgeben?Wo entspannst Du mehr - beim auspowern oder wenn Du Dich auf was konzentrieren musst? Wie diszipliniert bist Du normalerweise?

Wenns an der Disziplin fehlt, dann helfen feste Tage für Sport, die dann auch unumstößlich sind, wenn die Welt zusammen bricht. Und Trainingspartner z.B. über (online-)Börsen, Bekanntenkreis, Lauftreffs etc)

Aber das wichtigste ist und bleibt die Motivation.

Ganz banale Frage: warum willst Du abnehmen?l

klingt blöd, aber ich frage, weil ich zu meinen Trainerzeiten eine Beobachtung gemacht hat, die wahrscheinlich nicht repräsentativ ist, aber mich doch sehr zum nachdenken brachte:

Das "Tagesgeschäft" waren Frauen, die abnehmen wollten. So wie sie kamen, so waren die meisten auch relativ schnell wieder weg.
Anders bei den Männern. Die führen natürlich meist Muskelaufbau als Ziel auf. Diejenigen aber, die abnehmen wollten, gingen da meist wesentlich konsequenter zur Sache, als die meisten Frauen. Woraus ich schließe, dass diese Dinge einfach auch sehr von unseren kulturellen Rollenbildern geprägt sind. ("Frauen wollen abnehmen, Männer wollen Muskeln aufbauen, Frauen gehen in Kurse, Männer in die Hantelecke" ) Aber ob das reicht, um eine dauerhafte Lebensumstellung hinzukriegen (und das ist es, was genau genommen hinter dem einfachen Wort "Abnehmen" steht, wenn man es ernst meint), das bezweifle ich.

Darum: warum willst Du abnehmen?

und das fiel mir grad noch auf:
Zitat:
Ernährungstechnisch bin ich kein Fastfoodjunkie und trinke nur Mineralwasser oder mal nen Saft, Kaffee, Cappucino zum Frühstück. Und Essen. 3 Mahlzeiten am Tag, mal was süßes und dann halt wenn mich die Langeweile packt, ich nix zu tun habe
Alles, was passt, listest Du konkret auf. Und da wo es hängt, wirst Du schwammig. Ernährungstagebuch kennst Du bestimmt. Schreib da mal konkret das rein, was hier schwammig ist. Damit Du mal siehst, was da zusammen kommt und ein Bewusstsein dafür entwickelst. Denn zumindest die Schreibweise spricht dafür, dass Du genau das lieber ausblendest. das Problem ist Dir bekannt, aber Du listest es nicht ins Detail auf. Darum gehts aber, und das kann Dir auch helfen, Dich nicht dafür zu verurteilen und schlecht zu fühlen, sondern es neutral wahrzunehmen und besser Möglichkeiten zu finden, wo Du ansetzen kannst.

Geändert von Gast784 (01.09.2010 um 17:33 Uhr)
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