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Thema: Umgang mit Angststörungen

  1. #1
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    Ausrufezeichen Umgang mit Angststörungen

    Sorry Leute das ich hier so reinplatze, aber ich weiß echt nicht mehr weiter.

    Meine Frau hat seit ca. 1 Jahr Angststörungen, die sich in körperlichen Symptomen wie Schwindel, Herzrasen, u.s.w. äußern. Damit und mit ihrer ANtriebslosigkeit habe ich mich seit dem arrangiert.

    Mein eigentliches Problem ist, daß sie sich nach einem persönlichen Schicksalsschlag total verändert hat. Sie weißt jetzt zu 100% manische Symtome auf. Ihr Verhalten gerät komplett aus den Fugen.

    Trotz alledem sagen ihre Ärtze angeblich, daß sie nach wie vor "nur" weiter an Angststörungen leiden würde. Ich kann nur nicht nachvollziehen, wie ein manisches Verhalten zu einer eher depressiven Krankheit passen soll.

    Meine Frage wäre:

    Ist es euch schon einmal vorgekommen, daß Menschen mit Angststörungen ein manisches Verhalten an den Tag legen?

    Vielen Dank schon einmal im Voraus
    Gruß Ronny

    EDIT: Vielleicht noch eine wichtige Info. Also das Ruder nach dem Schicksalsschlag anfing umzuschwenken hat sie auch selbstständig(ohne Konsultation des Arztes) ihre Antidepressiva abgesetzt weil sie sich angeblich "geheilt" fühlte.
    Geändert von Schnurps (07.12.2010 um 22:51 Uhr)

  2. #2
    Gast5147
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    Hallo Schnurps,

    manisch-depressiv, die Erkrankung gibt es. Da schwanken die Emotionen zwischen tiefster Traurigkeit und unnatürlicher Freude.
    Ist Deine Frau in Behandlung, also bei einem Therapeuten, mit dem sie sprechen kann?
    Wie sieht Deine Frau das denn selbst? Ist ihr klar, dass sie sich verändert hat?
    Habt ihr beide mal daran gedacht, sie zur stationären Therapie zu schicken?

  3. #3
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    Sie ist wegen den Angststörungen in Behandlung, aber alles ausser einer medikamentösen Therapie lehnt sie ab und selbst die macht sie wie sie Lust und Laune hat. Ich bekomme aber leider keine Auskunft mehr was sie hat und muß mich auf ihre Aussagen verlassen, nur hab ich imense Zweifel ob ANgststörungspatienten, die eher depressiv sind auf einmal zu 100% manisches Verhalten, was ja das Gegenteil vom depressieven Verhalten ist, an den Tag legen kann.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Schnurps Beitrag anzeigen
    Sie ist wegen den Angststörungen in Behandlung, aber alles ausser einer medikamentösen Therapie lehnt sie ab und selbst die macht sie wie sie Lust und Laune hat. Ich bekomme aber leider keine Auskunft mehr was sie hat und muß mich auf ihre Aussagen verlassen,
    Hallo Schnurps,

    bei der manisch-depressiven Erkrankung, die auch bipolare Störung genannt wird, können depressive und manische Phasen sehr schnell wechseln. Das wichtigste ist eine gute medikamentöse Einstellung, die bei einem erfahrenen Psychiater erfolgen sollte oder eventuell in einer Klinik. Wenn deine Frau in einer manischen Phase Medikamente gegen Depressionen und Antriebshemmung einnimmt, kann sich die Manie noch verschlimmern. Sollte der behandelnde Arzt sich nicht genug Zeit nehmen oder nicht über entsprechende Erfahrung verfügen, kann sein, dass eine solche Phase zunächst garnicht erkannt wird, was schlimme Folgen haben kann.
    Wieso bekommst du keine Auskunft m e hr über ihren Zustand? Wäre es möglich, dass du mit deiner Frau zusammen zum Arzt gehst, damit du die Situation auch aus deiner Sicht schildern kannst?

    LG
    Anna

  5. #5
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    Das Problem ist das wir zwar noch verheiratet sind, uns aber zur Trennung entschlossen haben. Deshalb greift die Schweigepflicht. Das Problem ist ja sogar das der behandelnde Neurologe mir die Diagnose Manie noch vorgegeben hat, nur bei ihrem Arzttermin vor 2 Tagen hat er wohl festgestellt das ein hoher finanzieller Schaden, rastlosigkeit, eine übersteigerte sexuelle Aktivität, Verantwortungslosigkeit, Rededrang, u.e.m wohl doch mit der Diagnose Angststörungen vereinbar sind. Zeit hat er sich bei diesem Termin aber nicht genommen.
    Mein Problem ist einfach das ich mir das nicht erklären kann. Ich habe ein dreiviertel Jahr mit ihr und den Angststörungen gelebt und danach hat sie sich um 180° gedreht und verändert und unsere Existenz, incl. der von unseren beiden Jungs, bei denen sie darüber hinaus noch eklatante Aussetzer in der Ausführung der Aufsichtspflicht hat, nahezu vernichtet hat.

  6. #6
    Schreiberling
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    Hallo Schnurps,

    es ist verständlich, dass du die Situation gerade nicht nachvollziehen kannst, aber der Wechsel zwischen manischen und depressiven Phasen machen nunmal eine bipolare Störung aus. Auch die von dir genannten Symptome wie Rastlosigkeit, übersteigerte sexuelle Aktivität und Verantwortungslosigkeit sind typisch. Eine solche Störung kann zunächst mit einer längeren depressiven Phase beginnen und erst dann umschlagen. Du must damit rechnen, dass in absehbarer Zeit wieder eine depressive Phase einsetzt. Vielleicht wäre deine Ehe noch zu retten, wenn deine Frau richtig behandelt wird. Dass der Arzt auf die Symptome nicht entsprechend reagiert, ist verantwortungslos und zeigt, dass er entweder keine Ahnung hat oder seine Patientin ihn nicht interessiert.

    LG
    Anna

  7. #7
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    Also ist es definitiv nicht möglich, daß sie weiterhin nur an ihren Angststörungen leidet? Das ist für mich jetzt nämlich der springende Punkt. Davon abgesehen hat mir der behandelnde Neurologe ja in einem Telefonat erst den Floh mit der Manie ins Ohr gesetzt und seither hab ich mich daran festgebissen, weil ich mich pausenlos damit beschäftige. Das lässt mir einfach keine Ruhe...

  8. #8
    Gast5147
    Gast

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    Deine Frau sollte zu einem Therapeuten gehen, nicht zu irgendeinem Neurologen

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