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Thema: Umgang mit leichter Sucht in Beziehung

  1. #1
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    Standard Umgang mit leichter Sucht in Beziehung

    Hallo liebes Forum,

    ich bin über eine Suchmaschine auf euch gestoßen und hoffe das ihr mir den einen oder anderen Rat geben könnt, da ich seit Wochen viel grübele.

    Ich bin seit ca. einem halben Jahr mit meiner Traumfrau zusammen (wir sind Anfang 30).
    Es gibt bisher nur einen Punkt der mich massiv stört und mit dem ich nicht umgehen kann: Sie raucht.
    Ich wußte das zwar am Anfang der Beziehung, dachte aber sie wäre Gelegenheitsraucherin und hätte aufgehört, da sie eigentlich nie danach roch und ich sie nie rauchen gesehen habe.
    Sie raucht die erste direkt nach dem aufstehen und dann alle 1,5-2 Stunden die nächste Zigarette. Sie will von selber damit aufhören (auch bevor wir zusammengekommen sind), schämt sich dafür und macht sich sehr großen Druck, hat es aber bisher trotz mehrerer Versuche nicht geschafft.
    Sie verhält sich sehr rücksichtsvoll, raucht nur draussen, wäscht sich immer die Hände wäscht und hält ihren Atem frisch.
    Ich denke seit Wochen darüber nach und es geht mir dadurch nicht gut und ich distanziere mich punktuell dadurch von ihr.
    Ich wollte nie mit einer Raucherin zusammen sein und das ist/war für mich ein umunstößlicher Punkt.
    Ich traue mich gar nicht das Thema anzusprechen und komme damit gar nicht zurecht. Ich will sie nicht noch weiter unter Druck setzen.
    Ich stehe jetzt in dem Konflikt es in mich hereinzufressen oder mit ihr zu reden, was sie sicherlich unter Druck setzt. Sie weiß bisher nicht was für ein großes Problem das für mich ist.

    Danke für eure Ratschläge,
    Michael

  2. #2
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    Hallo Michael,

    Druck hin, Druck her, ich bin der Meinung, Du solltest es ihr sagen. Fatal ist es, wenn Du so tust, als ist es ok für Dich, sie sich gefühlsmässig fallen lässt, es nicht schafft aufzuhören, also weiterraucht und davon ausgeht, dass Du damit leben kannst und Du dann nach 1 Jahr anfängst ständig an ihr rumzumeckern.

    Zweimal in meinem Leben habe ich Beziehungen mit Männern gehabt, die mich als Raucherin kennengelernt haben. Keinen Ton dazu gesagt haben und beide haben nach über einem Jahr damit angefangen. Da fühlt man sich als Frau hintergangen und verarscht. Denn, so sagte ich mir, wenn sie mit einer Raucherin nicht leben können und wollen, dann hätten sie die Finger von mir lassen sollen. Auch ich habe nicht viel graucht, nach dem Essen z.B. und dann meist auf dem Balkon, mir danach die Zähne geputzt etc..
    Rücksicht hin, Rücksicht her. Wenn einer es gar nicht abhaben kann, ist er meiner Meinung nach verpflichtet es zu sagen. Der andere kann dann schauen, ob er es sein lässt od. nicht. Aber so tun, als kannst Du damit und dann irgendwann es als Grund zu nennen, halte ich für unfair.
    Hätten mir damals die Männer gesagt, dass sie eine Nichtraucherin wünschen, wären wir sicher nicht zusammengekommen. So habe ich damals Gefühle zugelassen und stand dann da mit meinem Gefühlschaos. Ich hatte es nicht geschafft, es ganz zu lassen. Teilweise nur 2-max. 5 am Tag geraucht und selbst da gab es ständig Ärger. Wobei ich sagen muß, dass einer davon es wohl zur Prinzipsache machte. Denn er meckerte nie, wenn er es zuvor gar nicht gesehen hatte, schien er nicht mal beim Küssen zu merken, denn da kam auch kein Kommentar. Aber wehe er sah es bzw. bekam es mit, wenn ich nach dem Essen raus ging eine zu rauchen.

    Mein Fazit daraus ist einfach, sprich mit ihr offen und ehrlich darüber.

    LG
    Thessa

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Thessa für den sinnvollen Beitrag:

    Tänzerin (22.09.2011)

  4. #3
    Schreibkraft Avatar von Maeggie
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    Hallo,

    interessantes Thema, mir gehts ähnlich. Mein Freund ist auch Raucher. Er hatte sich anfangs als Gelegenheitsraucher ausgegeben (er hatte ja irgendwo auch Recht, er raucht halt, wenn Gelegenheit ist).

    Bei mir wars so, dass ich ihm am Anfang, bevor wir zusammen gekommen sind, gesagt habe, dass ich nicht mit einem Raucher zusammen sein könnte und ob er sich vorstellen könnte, ganz aufzuhören. Ja, könnte er, ich solle Geduld haben ...

    Es ist nicht einfach, für einen überzeugten Nichtraucher, mit einem Raucher zusammen zu sein. Blöd ist, dass man halt Gefühle entwickelt hat nach Monaten ...

    Mein Freund weiß, wie sehr es mich stört. Habe es bisher über die Humorschiene immer mal wieder probiert, ihn davon abzubringen. Aber man muss es halt selbst wollen ...

    Ich bin so wie du kurz davor zu sagen, entweder oder. Ich denke, der Tag kommt bald ...

    Ja, es scheint dir, als setzt du sie unter Druck. Aber sehe es mal so rum: Du musst deiner Freundin die Chance geben, wenigstens wählen zu können bzw. etwas ändern zu können. Sag ihr, wie es dir geht und dass du immer weniger mit klar kommst. Wenn du nichts sagst, frisst du das immer weiter in dich rein, die Mauer wird immer höher und irgendwann geht vielleicht gar nichts mehr ...

    Viel Glück
    Maeggie
    Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects!

  5. #4
    Neuling
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    Guten Morgen,

    danke für eure Antworten.
    Ich denke sie weiß das ich damit ein Problem habe, ich bin ein schlechter Schauspieler und versuche immer humorvoll zu tun wenn sie wieder rausgeht...
    In meinem Fall ist es so, das sie wirklich aufhören will, aber doch sehr abhängig ist und das ihr sehr sehr schwer fällt.
    Ich habe das am Anfang immer nur punktuell mitbekommen das sie raucht. In meinem Freundeskreis raucht fast keiner und es ist dort auch nicht so gerne gesehen wenn wer raucht.
    Sie hat es zwar mal erwähnt, selten habe ich es mal gerochen aber dann hat sie auch mal einen Tag nicht geraucht als wir zusammen waren. Da dachte ich sie hätte aufgehört. Und dann vor einem Monat habe ich erst mitbekommen das man die Uhr nach ihren Zigarettenpausen stellen kann...
    Mit den Gefühlen ist das wirklich schwierig. Sie ist eine sehr sehr tolle Frau, bis auf das Rauchen.

    Grüße,
    Michael

  6. #5
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    Zunächst schließe ich mich Thessas Worten an.

    Ich möchte aber noch einen Gedanken mal aufgreifen:
    Zitat Zitat von Michael007 Beitrag anzeigen
    Sie ist eine sehr sehr tolle Frau, bis auf das Rauchen.
    Hm, ich weiß nicht. Offenbar scheint dir das Rauchen doch aber so wichtig zu sein, dass es über all das hinweg strahlen kann, was sie so toll macht, oder? Das heißt doch, entweder ist sie nicht toll genug oder das Rauchen nimmt eine überproportional hohe Stellung in deinem Blick ein.

    Ich glaube, es ist wenig hilfreich, mit jemanden zusammen zu sein, in der Voraussetzung lebend, dass man glücklich werden wird, wenn der andere noch das, das und das ändert. Du solltest mit ihr reden und für dich eine glasklare Entscheidung treffen, ohne dich da irgendwelchen vermeintlich moralischen Vorstellungen zu unterwerfen, was dir wichtiger ist: Sie als Person oder das Rauchen, mit dem du nicht leben kannst. Wäre ja beides in Ordnung.
    nur diese vier worte: wenn wir uns küssen

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Tänzerin für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (23.09.2011)

  8. #6
    Verleger Avatar von Physalis
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    Hallo Michael,

    was ich bisher nicht verstehe, ist, was Dich an dem Rauchen genau stört, da Du doch offenbar hierdurch nicht beeinträchtigt wirst (sie geht raus, wäscht sich die Hände, achtet auf frischen Atem).

    Möchtest Du generell mit niemandem zusammen sein, der - in welcher Form auch immer - süchtig ist? Ist das für Dich ein Zeichen von Schwäche, oder was ist es?
    Oder fürchtest Du, dass sie wegen des Rauchens schwer krank werden könnte?

    Gruß,

    Physalis

  9. #7
    Neuling
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    Hi Physalis,

    was es genau ist kann ich dir nicht sagen. Ich habe mir zumindest vorgenommen gehabt niemal mit einer Raucherin zusammen zu sein.
    Ich weiß nur das es mich halb zerreißt sie z.B. zum Zigarettenkaufen zu fahren.
    Andererseits habe ich bisher keinen Menschen getroffen der so gut zu mir passt und meinen Vorstellungen sehr genau entspricht.
    Sie ist mir also wichtiger als das Rauchen, aber ich bekomme den Knoten nicht geplatzt so dass ich entspannt damit umgehen kann.

    Grüße,
    Michael

  10. #8
    Roman Verfasser
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    DAs klingt für mich so, als habest Du eine Erwartung an Dich selber gestellt (keine Raucherin) und die hast Du nicht erfüllt.
    Ich denke derGrundstein liegt bei Dir! Was löst das Rauchen aus, wieso beachtest Du das so stark, und vor allem: wieso ist es Dir so wichtig, Prinzipien durchzuboxen, auch wenn Dich das Rauchen nur hin und wieder mal stört?

    Hast du keine Eigenschaften, mit denen SIE leben muss?
    Kannst Du es hinbekommen, das Rauchen einfach als Schwäche zu akzeptieren?
    Du schriebst auch, dass das Rauchen in Deinem Freundeskreis nicht "gern gesehen" ist... inwieweit lässt Du Dich davon beeinflussen?

    LG, Kaja
    Jeder hat gesagt "das geht nicht", bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.

  11. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Kaja für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (23.09.2011),Tänzerin (22.09.2011)

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