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Thema: Umgang mit Partnerschaft/Trennung

  1. #1
    Neuling
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    Standard Umgang mit Partnerschaft/Trennung

    Es gibt eine Marotte, die nicht nur ich in den letzten Jahren immer mal wieder erdulden musste, und die zu akzeptieren ich niemals einsehen werde:

    Partnerschaften werden dieser Tage gerne unvermittelt, mitunter gar per SMS oder E-Mail oder via Online-Communities beendet. Der Verlassene bekommt dann auf die Frage nach dem "Warum" gerne die Auskunft, dass er das gar nicht verstehen müsse; das sei Angelegenheit des Verlassenden oder aber: Er erntet auf seine Nachfragen schlichtes Schweigen. Man wird "entsorgt".

    Nun ist es sicher legitim, eine Beziehung zu beenden, wenn man sich in dieser nicht mehr wohlfühlt. Wenn man nicht mehr liebt, ist das sicher nicht schön, aber nun mal nicht zu ändern, und dann darf man selbstredend auch gehen. Aber darf man den Verlassenen einfach so ohne jede Begründung stehen lassen oder gar ignorieren ? Hat so etwas noch mit Respekt zu tun, oder ist es einfach zu bequem geworden, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen; sich nicht erklären zu müssen ? Unbegreiflicher gerade dann, wenn kurz zuvor noch die angenehme Seite der Beziehung beschworen wurde, und negative Vorfälle nicht stattgefunden haben ?

    Gleichzeitig wird zunehmend das Phänomen des "Stalkings" beklagt. Auch hier müssen wir nicht diskutieren. Es ist nicht legitim, die Privatsphäre eines anderen Menschen zu belagern. Aber könnte es nicht sein, das der hilflos Zurückgelassene eher zu hysterisch anmutenden Reaktionen neigt, je brutaler und respektloser man ihn fallen ließ ? Könnte es einen Zusammenhang zwischen diesen kritisch zu betrachtenden Verhaltensweisen geben ? By the way: Offenbar muss man mit Anzeige heutzutage schon rechnen, wenn man es nur wagt, mehr als drei SMS mit quälenden Fragen zu versenden. Wir brauchen da noch nicht reden von Auflauern oder nächtlichen Anrufen etc., was natürlich nicht statthaft wäre.

  2. #2
    Neuling
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    Ich glaube, der Mensch sagt heute viel eher "Ich liebe dich" als noch vor paar Jahren. Wenn ich meinen Freundeskreis beobachte, dann fallen mir eigentlich direkt zwei Personengruppen auf, die einen welche permanent in einer Beziehung sind und die anderen die sich wirklich strikt weigern, selbst wenn es sich anbietet. Die erste Gruppe handelt so, weil ich bei ihnen die Vermutung habe, dass es ihr Selbstwertgefühl stark hebt, wenn sie sich in einer Beziehung befinden, da es ja augenscheinlich wen gibt der sie liebt.

    Wenn ich mir Leute aber näher angucke, dann sind die meisten schon nach ein bis zwei Monaten von ihrem Partner angenervt und es kommt mir irgendwann vor, als würde die Beziehung nur noch zum Schein aufrecht erhalten werden, bis man sich praktisch den Nächsten ausgesucht hat. Mit dieser nicht vorhandenen Wertschätzung des Partners wundert es mich ziemlich wenig, dass per SMS, Facebook etc. Schluss gemacht wird.

    Deswegen gibt es auch diese Totalverweigerer, Männer wie Frauen, die Angst haben genau an solch einen Typen zu geraten, der sie irgendwann einfach stehen lässt, weil sie nicht mehr interessant genug sind. Sie nehmen m.M.n. den Status "Beziehung" etwas ernster und lassen sich deswegen nicht auf irgendetwas Kurzzeitiges ein. Problem daran ist blos, die lernen wiederrum auch nicht, wie man mit Anstand Schluss macht und weswegen sie es einfach irgendwelchen Idioten nachmachen.

    Nur ein Minimalanteil der jungen Erwachsenen, weiss was sich gehört und kriegen das noch gebacken jemanden ins Gesicht zu sagen, dass es nicht mehr geht und können ihm auch einen Grund nennen.

    Gruß Crabert

  3. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Crabert für den sinnvollen Beitrag:

    Lulane (23.01.2012),Mama Moni (24.01.2012)

  4. #3
    Neuling
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    Nun ja,

    Du sprichst von jungen Menschen. Aber ich mache dieses Gebaren auch bei Leuten jenseits der 40 aus.

    Ich würde mich dann zu der Gruppe der von Dir in´s Gespräch gebrachten "Verweigerer" zählen. Es sei denn, jemand verrät mir hier freundlicherweise, wie ich die Respektlosen von den Liebenswerten unterscheiden kann.

  5. #4
    Roman Verfasser
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    Beziehung eingehen erfordert Mut.
    Und die Ausnahmen gibts zu Hauf! Nur muss man sie auch sehen wollen und nciht versuchen, Menschen und Beziehungen zu kategorisieren oder alles mit seiner eigenen Wertvostellung bedecken.

    Beziehung beenden bedeutet ebenfalls Mut.
    Vielleicht haben manche den nicht, aber immerhin hatten sie den Mut, die Beziehung einzugehen.

    LG, Kaja
    Jeder hat gesagt "das geht nicht", bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach gemacht hat.

  6. #5
    Neuling
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    Ich glaube das ist garnicht mal das Problem...

    Ich glaube das Hauptproblem ist dass sehr viele Menschen heutzutage eine regelrechte *Duckmäusermentalität* entwickelt haben, die es kaum mehr möglich macht Konflikte angemessen zu lösen!

    Ich glaube zudem auch dass sich solche Phänomene (Ex Partner die im RTL-Format nach Beendigung über FB wg. 2 SMS zu den Cops rennen ???) irgendwann von selbst *regulieren* denn spätestens wenn solche Leute einmal selbst auf den Deckel bekommen sollte sich ihr Verhalten doch ziemlich schnell in eine andere Richtung bewegen... (Ausnahmen mit sehr niedrigen IQ mal außen vor)

    Mir sind solche Leute (in diesem Ausmaß) zum Glück noch nicht begegnet, noch hat jemals mit mir online eine Beziehung beendet und auch die im Vgl. zum Bevölkerungsschnitt doch verhältnismäßig niedrige Anzahl von Stalking-Meldungen (und noch weniger Fällen die bei der STA landen) spricht ja eigentlich eher dafür, dass zumindest ein großer Teil der Bevölkerung es trotz allem noch hinbekommen sollte solche und auch andere Dinge angemessen zu regeln?

    Die andere Option wär natürlich, dass inzwischen wirklich alle (!) so ticken
    und die niedrige Anzahl der Eskalationen ausschließlich dadurch entsteht, dass alle diese Gedankenschematiken bereits dermaßen verinnerlicht haben, alles erdulden wozu dann eben auch gehört nach X beliebigen Harikari-Methoden entsorgt zu werden,
    was dann vielleicht auch wieder dazu führt dass der /die Ex Verflossene am Ende garnichts mehr vom eigenen Fehlverhalten mitbekommt?

    was ich aber wie gesagt nicht einmal glaube wenn es sich wirklich so präsentieren sollte...

    Ich glaube dass einige wenige so handeln und geschafft haben viele denken zu lassen ein großer Teil würde so oder ähnlich handeln, was eben einerseits zu dieser duckmäuserischen Konfliktunfähigkeits-Mentalität führt und auf der anderen Seite Dinge so darstellt als gäb es überhaupt kein Problem... Vielleicht resultieren hier auch viele Probleme weil verschiedene Partner schlicht nicht mehr wagen mit offenen Karten zu spielen und dann lieber gleich schweigen / sich zurückziehen?

    im Prinzip ein Teufelskreis...

  7. #6
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    Tja, ich würde mir solche Gedanken gar nicht erst machen, wenn ausschliesslich ich solche Erfahrungen machen würde. Da würde ich eher dazu tendieren, erst einmal zu schauen, ob ich vielleicht etwas falsch mache (Stichwort: Wird eine Beziehung konkret, beginnt die Leier mit Einengung und absoluter Freiheit).

    Da ich aber auch im Freundes- und Bekanntenkreis solche Phänomene zur Kenntnis nehmen muss, stelle ich mir prinzipiell zwei Fragen:

    Sind wir eine Gesellschaft beziehungsunfähiger Individuen ?
    Oder haben uns Psychologen und Esoteriker nur lange genug eingetrichtert, nur das zu tun, was dem Einzelnen selber gut tut, ohne Rücksicht darauf, was das jeweils mit Anderen macht ?

  8. #7
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    Zitat Zitat von neversurrender Beitrag anzeigen

    Da ich aber auch im Freundes- und Bekanntenkreis solche Phänomene zur Kenntnis nehmen muss, stelle ich mir prinzipiell zwei Fragen:
    Das möcht ich garnicht in Frage stellen: Ich hab auch in meinem Bekanntenkreis Leute die hauptsächlich bei Frauen ähnl. Verhaltensweisen beobachtet haben aber auch allgemein verschiedene Personen die sich mit dem andern Geschlecht eher *schwer tun*. Das hängt aber wie ich finde sehr stark vom eigenen Umgang mit solchen Verhaltensweisen ab.

    Ich kenne zb. auch einige Frauen von denen ich weiß, dass sie gerne auch mal vorziehen einfach nicht ans Tel. zu gehen, weil sie WISSEN, das die meisten Typen (auf die sie jetzt sagen wir mal nicht grade extrem scharf sind) kein 2tes mal anrufen...

    eine andere Beobachtung die ich seit einiger Zeit mache ist dass sehr viele Frauen auf der Straße -wenn ein Typ sie anspricht und das auch wenn es zb. von der Lautstärke her absolut nicht zu überhören ist!- einfach nicht zuhören, ohne jede Regung weiterlaufen und offensichtlich auch denken, dass soein Verhalten vollkommen O.K ist.

    Die meisten Typen aus meinem Umfeld scheinen das jedoch vollkommen in Ordnung zu finden noch sagt irgendeiner was dagegen...
    Geändert von Burner123 (30.01.2012 um 08:49 Uhr)

  9. #8
    Neuling
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    Mal ganz ehrlich, die Menschen gehen eh sehr mies in den meisten Fällen mit sich untereinander um. Respekt sieht man eher selten.

    Und ich gebe Dir in dem Punkt selbstverständlich Recht, dass man eine Beziehung ordentlich und fair beenden sollte. Das hat der Ex-Partner zumindest verdient.

    Ob die Stalker deshalb ein Problem haben? Wie kommst Du darauf?

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